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60 B u c h XII. Kap. 1. §.4.
Cap. 2. De locis, in quibus raro et male plantae
g e n e ran tur . — Hier gelegentlich über die Fruchtbarkeit des an
thierischen und pflanzlichen Ueberresten, also nach unsrer Sprache
an Humus reichen Alluvialbodens.
Cap. 3. De locis, quibus bene proficiunt plantae,
et de locis, qui opponuntur illis. — Darin unterandern
über die Vorzüge der Bergabhänge zum Weinbau, über Wasservegetation,
Schwimmpflanzen, Conferven und Lemnen. Sogar in
siedend heissen Quellen fehle es nicht an Pflanzen, und durch
Begiessung mit kochendem Wasser lasse sich trefflicher Rasen
erziehen. Selbst Schwefelquellen ermangelten nicht aller Vegetation,
Cap. 4. De proprietatibus plantarum ex natura
l o c o r um eis convenientium. - Am Schluss dieses Kapitels
über Parasiten, namentlich Cuscuta. Nicht genannt, doch
deutlich genug bezeichnet wird Usnea, recht gut beschriebene
Viscum album.
T r a c t a t u s tertius,
i n quo agitur collective de principi i s generationi s et
f o e c u n d i t a t i s plantarum.
Cap. 1. De quinqué, quae collective sunt princip
i um generationis et incrementi plantarum, et de
d u b i t a t i o n i b u s circa eadem emergentibus. — Dabei
kommt Albert abermals auf die Generatio originaria Bei höhern
Thieren leugnet er sie bereits, bei höhern Pflanzen noch nicht,
weil Kräuter Stauden und sogar Bäume oft an Orten vorkommen^
wohin keine Samen gelangt zu sein scheinen.
Cap. 2. De diversitate foecunditatis et germination
i s plantarum. — Ganz nach Nikolaos Damaskenos.
Cap. 3. De modo foecunditatis et generat ioni s spina
rum in plantis, - Endlich sei es an der Zeit, die lange verschobene
Untersuchung dieser accidentellen nicht wesentl
i c h e n Theile der Pflanze nachzuholen (vergl. lib. II, tract. I,
cap. 3). Dornen und Stacheln, jene als Erzeugnisse des
B u c h XII. Kap. 1. §. 4 61
Holzes, diese der Rinde, werden recht gut unterschieden, wenn
gleich beide mit demselben Namen Spinae bezeichnet. Auch des
Uebergangs der Dornen in belaubte Zweige bei der cultivirten
Pflaume und andern Bäumen durch die Cultur wird gedacht, und
selbst von den Stacheln der Blätter mancher Pflanzen das Nöthige
nicht vergessen. Genauer spricht Albert in der Beziehung von
IlexAquifolium, die er aber D a x us (in den Ausgaben steht doxus)
nennt, und auf die er, was die Alten von Taxus baccata erzählten,
überträgt. — Die drei letzten Kapitel enthalten nichts Bedeutendes.
T r a c t a t u s quar tus,
in quo t ractatur de accidentibus plantae quoad visum
et gustum.
Auch daraus finde ich nichts zu bemerken, als etwa das Kunststück,
eine Rosenknospe durch Unterbindung im Herbst blühen
zu lassen, was Albert selbst gemacht haben will, und worüber ich
bereits oben Seite 21 gesprochen habe.
Liber qiiintiis,
qui totus est digressio, et t ractatur in eodem de conv
e n i e n t i a et di f ferent i a et e f fect ibus plantarum.
T r a c t a t u s primus
De differentia et convenientia sive comparatione
p l a n t a r u m .
Cap. 1. De his, quae omni plantae secundum gen
e r a t i o n i s principia conveniunt. — Die von den Alten
überlieferte Philosophie der Pflanzen ist sehr lückenhaft (ich lese
mutila statt multimoda). Denn wiewohl von den Verschiedenheiten
der Pflanzen und ihren wesentlichen Kräften nach den Aussprüchen
der Peripatetiker schon gehandelt ist, so bleibt doch noch übrig
zu sprechen von ihrer bewunderungswürdigen Uebereinkunft und
Verschiedenheit, ihrer Vereinigung (unitione Cod. Arg. vulgo mutatione)
und Theilung, ihrer Beständigkeit und Verwandelung, wie
auch von ihrer bewundernswürdigen Wirkung auf den thierischen
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