
nach unten und bildet hier einen spitzen Winkel, in welchem der zwischen dem vierten E p imerenpaar
befindliche Porus steht, der innere obere Winkel gerundet und geht 'davon eine
bisquitförmige Kutikularlamelle aus (Taf. X X I , Fig. 19?. -
» beiden Hälften dès: vierten Epimerenpaares sind auffallend g roß und eigentümlich
geformt, ihr Oberrand ra gt bis zur unteren|Beke des äußeren Epdes ¡¿¡legi- dritten Epimerenpaares
hinan, ist aüswärts davon gerade geschnitten, fo lgt aber nacMn n en dem Hinterrande
des dritten Epimerenpaares*, d. i. derselbe ist erst gebuchtet, dann gerade, schließlich ge*
rundet; der Außenrand verläuft fast senkrecht nach hinten und biegt b loß bei dem F u ß gelenk
etwas nach innen, der Innenrand ist gerade oder kaum merklich bogig, läuft nach'
außen und hinten und bildet mit dem Außenrand vereint eine Vertiefung zur Aufnahme des
ersten F ußgliedes (Taf. X X I , F ig. 19),
Am Maxillarpalpus ist das zweite Glied dicker als alle übrigen, gegen das distale-Ende
auffällig verbreitert, fast doppelt so läng als das dritte Glied, am Unter- bezw. Itmenrand-
erhebt sich unfern der Spitze ein kräftiger, durchsichtiger, kurzer, dornförmiger Kutikular-
fortsatz; das vierte Glied ist länger als das zweite, fast dreimal so lang als das letzte, der
Innen- bezw. Unterrand nahe zur distalen E c k e vertieft und trägt hier zwei Borsten; das
letzte Glied gleicht einem gestreckten K e g e l mit 4^jgf kleinen Zähnen an dem distalen Ende
(Taf. X X I , Fig. 18). Die Läng^gjiss ganzen Palpus beträgt 0,37 mm.
D ie F ü ß e werden nach hinten allmählich länger; beim vierten Fußpa ar trägt dèfc
Innenrand des letzten Gliedes zwei, am Außenrand nahe zur F.ndspitzeïÂüne kleine Borste
(Taf. X X I , F ig . iç j j rD ie Länge der einzelnen F ü ß e ist folgende: der erste .Fuß 0,43 mm,
der zweite ^ 5 3 mm, der dritte 0,6 mm, der vierte 0,65 mm.
D ie Genitalklappen haben zusammen dié Form eines breiten E ie s, an dessen Mittellinie
an beiden Enden sich ein Einschnitt zeigt. Zwischen den;j (leiden Genitalklappen liegt
ein kahnförmiger Raum. A n den einzelnen Genitalklappen befinden sich je drei große, eiförmige
Näpfe, deren einer an .der vorderen E cke , l l n e r in der Mitte, einer aber an der
hinteren Eiske sitzt, die beiden letzteren sind- einander so nahe, gerückt, daß ¡¡fr y s ich .ifcerühren.
A u ß e r den g roßen Genitalnäpfen sind aber an den Klappen auch neun zerstreut
liegende; borstentragende Näpfe-vorhanden, welche, je einen ausgenommen, im inneren Raum
der Klappen stehen (Taf. X X I, iFig. 19). A n beiden Seiten der Genitalklappen erhebt sich
aus einem runden Hofe je eine Borste, gerade so wie auch neben der- Afteröffnung. Die
Län ge der Genitalklappen ist :;Ö,I5 mm; ihr Gesamtdurchmesser vorn 0,09 mm, hinten
0,14 mm.
Körperlänge i mm, der g rö ß te Durchmesser 0,751 mm ; Farbe unbekannt.
Fundort: Zwischen A s u n c i o n und T r i n i d a d , Gräben und Pfützen an der Eisen«-
bahn. E s la g mir bloß ein Weibchen vor.
Diese A r t erinnert durch die Struktur des Maxillarpalpus an Limnesia scutellata
Koen., L . lucifera Koen. und L . cordifera Dad., insofern am Innenrand des zweiten Gliedes,
sich ein einfacher, kräftiger Dornfortsatz befindet. In der Struktur der Genitalklappen gleicht
sie dem Männchen von Limnesia histrionica Herrn, und dem Weibchen von Limnesia
pauciseta Rib., unterscheidet sich aber von diesen durch die Struktur des Maxillarpalpus.
V on sämtlichen erwähnten Arten aber unterscheidet sie sich durch die Körperform und die
Struktur der Epimeren. Die eingehende Vergleichung mit R i b a g a s Limnesia pauciseta
wird dadurch erschwert, daß der genannte Forscher keinerlei Angaben über die Struktur der
Epimeren bietet.
228. L im n e s ia co rd ife ra n. sp.
(Taf. X X I, Fig. 16. 17.};
Der Körper ist gestreckt elliptisch, an beiden Enden gleich gerundet, fast um ein
Viertel länger als b re it; die Haut fein gekerbt (Taf. X X I, Fig. 17).
Das Capitulum ist breit, einem Schilde gleich, der Stiel reicht bis zum hinteren Ende
der vorderen zwei Epimeren.
Die beiden Hälften des ersten Epimerenpaares sind nach hinten und etwas nach innen
gerichtet, gegen das innere Ende etwas gebogen, fast überall gleich breit, das äußere Ende
aber etwas breiter als das innere; das innere Ende gerundet und erhebt sich daran ein
Kutikülarfortsatz, welcher die innere bezw. untere E c k e des zweiten Epimerenpaares umfa
ß t und dann zugespitzt fast bis zum dritten Paare reicht (Taf. X X I, F ig. 17).
Das zweite Epimerenpaar gleicht dem ersten, auch seine Verhältnisse sind dieselben,
es ist nur etwas kürzer und schmäler, der Hinterrand zur Aufnahme der zwischen den E p imeren
befindlichen Poren etwas vertieft (Taf. X X I, F ig. 17).
Die beiden Hälften des dritten Epimerenpaares gleichen im ganzen einem gestreckten
Viereck, sind schief nach innen gerichtet, das äußere Ende ist etwas eingeschnitten, das
innere gerade, aber schief gestutzt; der Oberrand in der Mitte schwach vortretend, der Unterrand
größtenteils gerade, nahe der inneren unteren E ck e ausgeschweift und bildet mit den
vierten Epimeren eine Bucht zur Aufnahme des Porus; die obere E ck e des inneren Endes
ist etwas vorspringend und schief nach vorn gerichtet (Taf. X X I, Fig. 17).
Das vierte Epimerenpaar is t< ■ •schinkenförmig, der Außenrand in der oberen Hälfte
nach außen gebogen, in der unteren Hälfte ausgebuchtet; der Vorderrand gerade; der Innenrand
nach innen b o g ig und derart nach außen gebogen, daß er mit dem Außenrand eine
Gelenksvertiefung bildet, die zur Aufnahme des ersten Fußgliedes dient (Taf. X X I, Fig. 17).
Am Maxillarpalpus ist das Zweite Glied etwas kürzer als das dritte und fast zwei Drittel
so lang wie das vierte Glied, am Unter- bezw. Innenrand erhebt sich in der Mitte ein kurzer,
kräftiger, dornartiger Kutikularfortsatz; das vierte Glied ist gegen Ende verschmälert, an
der distalen inneren E c k e erhebt sich ein dornartiger, kurzer Kutikularfortsatz und in der
Nähe desselben eine feine Bo rs te ; das letzte Glied ist nur ein Viertel so lang wie das dritte,
kegelförmig, an der Spitze mit drei Zähnen (Taf. X X I , Fig. 16). Die Länge des ganzen Palpus
beträgt 0,28 mm.
Die F ü ß e werden nach hinten allmählich länger, allein der vierte ist weit länger als
der dritte, im Verhältnis dieses zu den übrigen; am vierten Fußpaar trägt der Innenrand
des Endgliedes drei kurze Borsten. Die Länge der einzelnen F üße ist folgende: der erste
F uß 0,52 mm, der zweite 0,57 mm, der dritte 0,6 mm, der vierte 0,77 mm.
D ie Genitalklappen haben zusammen die Form eines umgekehrten Herzens und liegen
ziemlich tief in dem Raum zwischen den Epimeren. Zwischen den beiden Genitalklappen
zeigt sich eine kahnförmige Öffnung, die von der oberen Spitze ausgeht und bis zur Mitte
herabreicht. A n jeder Genitalklappe befinden sich drei Genitalnäpfe, deren hinterster rund
und größer ■ ist als die anderen, die zwei anderen dagegen sind mehr oder weniger eiförmig.