
Der Hoden liegt unweit des hintern Ende* des Oesophagus und ist demzufolge das!
V a s deferens ziemlich lang.
Vo r der Afteröffnung, in ziemlicher Entfernung davon, erheben sich zahlreiche, und
zwar 37 kleine Papillen, fu deren jeder je eine dünne Muskelfaser läuft (Taf. IV, F ig . é 4.
D er Schwanz, bezw. der hinter der Afteröffnung hegende Körperteil ist sehr kurz,
d. i. zwei Drittel des größten Körperdurchmessers nicht überragend, an der Spitze gerundet,
nicht weit hinter der Afteröffnung etwas vertieft, de'jr Rücken gegen den Batfth bo gig
(Taf. IV, F ig. 4).
Die Spicula sind sichelförmig, an beiden Enden spitz, in der Mitte an der Bauchseite
erhebt sich ein breiter, gerundeter Hügel, ist demzufolge hier am breitesten; Nebenspicula
sind nicht vorhanden (Taf. IV , F ig. 4).
E s la g mir bloß ein Männchen vor, die Größenverhältnisse desselben sind folgende:
Ganze Körperlänge 4,55 mm, Oesophaguslänge 1,5 mm, Schwanzlänge 0,1 mm, größter
Durchmesser 0,15 mm.
Fundort: A r e g u a , Bach, der den W e g nach der La guna Ipacarai kreuzt.
Das auffallendste Merkmal dieser A r t ist die geringelte Kutikula, worin sie sich von
allen bisher bekannten Arten wesentlich unterscheidet; ein ferneres Merkmal ist es/ daß
das hintere Ende des Oesophagus zu einem Bulbus erweitert ist. Durch die Struktur des
Mundrandes, besonders aber durch die großen Papillen erinnert dieselbe an D o ry la im u s ele-
gans d. M.
95. D o ry la im u s cy a th o la im u s n. sp.
(Taf. IV , F ig. 5. 6.)
D er Körper ist gegen beide Enden in geringem Maße verjüngt, endigt aber hinten
etwas spitziger als vorn, ist am hintern Oesophagusende und hinter demselben am breitesten.
Die äußere Kutikularschicht ist dünner als die mittlere, beide glatt.
Die Mundgegend ist zufolge der an der Basis sich zeigenden Einschnürung von dèm
übrigen Teile des Körpers ziemlich abgesetzt, an den Seiten vermochte ich keine Papillen
wahrzunehmen. Die Mundöffnung ist durch einen ziemlich dicken Kutikularring begrenzt,
innerhalb dessen noch ein zweiter, weit dünnerer R in g liegt, der indessen schon zur W an dung
der Stiletthülse gehört. Die Wandung der Stiletthülse besteht aus relativ dicker
Kutikula, gleicht einem abgestutzten Doppelkegel und der vorerwähnte innere Kutikularring
zieht gerade an der Basis derselben entlang; aber auch auf der Kuppe des hintern Kegels
liegt ein Kutikularring, der indessen einen weit geringeren Durchmesser hat, als die beiden
vordem. Aus der innern Wand der Stiletthülse ragen eigentümliche, gegen den Mittelpunkt
ziehende Kutikulargebilde, welche die äußere kleinere und die innere g röß e re K e g e lhöhlung
gewissermaßen voneinander trennen (Taf. IV, Fig. 6). Das Stilett ist b loß am vordem
Ende plötzlich zugespitzt, wogegen es sonst' fast gleichbreit erscheint.
Der Oesophagus ist kürzer als ein Drittel der Körperlänge, in der vordem Hälfte
dünner, in der hintern dicker, bildet aber keinen Bulbus.
D er Hoden liegt unfern des hintern Oesophagusendes.
V o r der Afteröffnung, unweit derselben, beginnt eine Längsreihe kleiner Papillen; es
sind deren 18 und zu jeder führt eine dünne Muskelfaser (Taf. IV, Fig. 5).
Der Schwanz ist ziemlich spitz gerundet, sehr kurz, den halben Körperdurchmesser
überragend, die Bauchseite gerade, die Rückenseite abschüssig bogig.
Die Spicula sind sichelförmig, das äußere Ende spitzig, das innere breiter und ge rundet,
an der Bauchseite zeigt sich ein größerer und ein kleinerer, stumpf gerundeter V o r sprung
und an ersterem am breitesten. Nebenspicula sind nicht vorhanden (Taf. IV, F ig. 5).
E s lagen mir bloß einige Männchen vor, die Größenverhältnisse derselben sind fo lg en d e :
Körperlänge 2,35 mm, Oesophaguslänge 0,72 mm, Schwanzlänge 0,05 mm, größter Durchmesser'
0,07 mm.
Fundorte: P a s o B a r r e t o , Bañado am Ufer des Rio Aquidaban; A r e g u a , Pfütze
an der Eisenbahn.
Diese A r t steht zufolge der Struktur des Oesophagus D o ry la im u s rotundicauda d. M.
und D o ry la im u s macrolaimus d. M. sehr nahe, insbesondere letzterem; in der Struktur der
Mundhöhle und in den Details weist dieselbe jedoch solche Verschiedenheiten auf, daß
auf Grund derselben, sowie vermöge der Struktur der Spicula beide Arten leicht zu unterscheiden
sind.
96. D o ry la im u s tr ipapillatus n. sp.
(Taf. IV, Fig. 19— 21.)
Der Körper des Weibchens ist gegen beide Enden verjüngt, hinten aber weit stärker,
dagegen ist der Körper des Männchens b loß nach vorn etwas verjüngt. Die äußere Kutikularschicht
ist sehr dünn, ohne Struktur, die mittlere hingegen sehr dick und in der Längsrichtung
gestreift.
Der Mund ist durch eine seichte Einschnürung von dem übrigen Teile des Körpers
gesondert, an der äußern Oberfläche seines Umkreises vermochte ich keine Papillen wahrzunehmen.
Am Anfang der Mundhöhle stehen zwei, bo gig nach hinten gerichtete Kutikular-
Stäbchen, die mit dem einen Ende an der innern Mundwand liegen, mit dem äußern Ende
dagegen die äußere Öffnung der Stiletthülse an beiden Seiten stützen (Taf. IV, Fig. 21),
demzufolge die Öffnung der Stiletthülse gleich einem abgestutzten Keg e l vorspringt. Innerhalb
dieser Leisten folgt ein Kutikularring, dem sich fernere zwei bogige Kutikularleisten anschließen,
die an beiden Enden mit dem Ringe verwachsen sind und außerdem vermittels
eines Querausläufers mit den inneren Enden auch miteinander korrespondieren, so daß sie je
einen g ro ß em äußern und einen kleinern viereckigen Raum, oder ein Fenster umschließen.
Von der Außenseite der Bogen geht je eine Kutikularleiste aus, von denen die äußeren schief
nach innen, die Inneren gleichfalls schief, aber nach außen und hinten verlaufen und am
hintern Ende an beiden Seiten an der obern Seite eines Ringes* sich vereinigen (Taf. IV,
Fig. 21). An der Stiletthülse ist die Wandung der hintern Plälfte beiderseits durch je zwei
Ringe begrenzt, auf deren Enden querliegende schmale Kutikularringe gelagert sind. Das
hintere Ende der Stiletthülse wird durch einen mit Vorsprüngen versehenen Ring ge schlossen.
Das Stilett ist bis zum vordem Viertel gleichmäßig dick, von hier an aber zugespitzt
(Taf. IV, F ig. 21).
Der Oesophagus hat nicht ganz ein Fünftel der Körperlänge, ist nach hinten allmählich
verdickt, bildet indessen keinen Bulbus, das Lumen ist am Anfang ziemlich auffällig,
die Oberfläche mit einer relativ dicken Kutikula bedeckt.