
103. Chaetonotus pusillus n. sp.
(Taf. V , F ig . io - 14.)
Der Körper vom und hinten in geringem Maße verengt, am Oesophagus dünner als
am Ko p f und Rumpf; derselbe mißt von der Stirnspitze t g zur Basis der Furcalanhänge
0 16 mm; die größte Breit« des Körpers ;dp5 mm. Das hintere Körperende | f an der .Basis
F ^ . 10) ° ausS ebuchtet; h e i d Ä e n vom A n fan g des Magens breit b o g j l ( T a f V,
• a 91 R i ■ ■ d s » gerundeten Lappen, deren einer gerade in der Mitte der Stirn
schmäler ist;, als die beiden anderen, welche an den z w f » i t e n des
Knril 1 TT H i 1 9 Säfm K°pf ist * en ™t einem ziemlicÄfeKe®
Kut kularhelm bedeckt, welcher, von oben gesehen; am Hinterrand in e in em ä « u n d eten
H B B beiden -Seiten j« ,« in e (breite Ausbuchtung sichtbar ist
( at. V, F lg . 10). Von der Seite gesehen erscheint der Kutikularhelm als ein Schwach s M
bogenes Stäbchen mit scharfen Umrissen (Taf. V , F ig . n ) . D ie grö ß te Breite t d f i Kopfes
betragt 0,047 mm; die L ä n g e r e s Kutikularhelms von der S e itß g e s eh en 0,035 mm
lieb U H lSt B i dem Ko p f plÖtzlich ver8n^ B zwar> daß die Grenze beider ziemhch
auffällig ,st, m den Rumpf aber geht derselbe fast unbemerkbar über; sein geringster
Durchmesser ist .o;o38 mm. Betrachtet man das Tierchen von der Seite, so z " g f T h an
Ruckenseite des H * * ein Vorsprung, der einem breiten Hügel gleich! (Taf. V F ig 11)
der B a s i s 'd e r T 1 ü B B ” breitesten’ nach hi” ‘« allmählich verschmälert, an
der Bas s der Furcalanhange. etwas vertieft, demzufolge (die Basis der F u r c a la n h ä n g i je
einem kleinen Hügel ähnlich ist (Taf. V, Fig. io).
D ie Furcalanhänge sind sichelförmig gekrümmte dünne Röhrchen, welche b e i dem
am Bauch liegenden Exemplar nach außen, b l d e m ^ t l i c h liegend)® aber ■ —
richtet und 0,032 mm lan g sind. “ * • “ unt“ 4 R g
Sc 1 •• ° r Kutik" la; W6lChe die Köl'pei'0berfläche deckt, ist in Querreiheh a n g e o rd n Ä Mm HB B B rrn bGgig 8erundefehimen B HHH ■ H 9 f J er SchuPPen träg^,; insofern es mir g e la n g Ä t z u s teU e n
einen Dorn der sich auf einem kleinen Höcker erhebt, in welcher Reihenfolge aber S i e
Schuppen, bezw. Dornen n e g ie ren , vermochte ich trotz aller Mühe nicht zu erkennen So
B D R mit m m Slcherh« t feststellen, daß die Schuppen nicht nur auf dem Rücken
erstrecken BRBBBHHHH Und B bis 211111 Baȧbrand sieh
T ) T ' i s t u n d ' ' ' 3 ! miV n g ' 2U k ° nStatierCn- daß die Oberfläche H l
T r n ® T • J en ek le in e hbekerartige Erhöhung befindet, die dem
zur .asis dient (Taf. V, Fig. 13). D ie Dornen sind am Ko p f und Hals kurz und fein
■ A H l H H i B R R I HB B Und f a ä f t i g e r f n d übrigens’
H B h B M m B S B I Zeigen sicb H de» Dornen auch zwei
Paare langer Tastborsten, deren eines Paar weit länger: ist als das andere H N V F ig ,o\
und am Bauch konnte ich n u r am A ußenrand wahrnehmen
d auch die Umrisse der von Cilien gebildeten zwei Bänder vermochte ich nicht zu er-
Nab d T B R ^ R Q h en auf deI gamen ° berfläcbe M ü l erheben
Nahe der Mundoffnung sah ich die zwei Paare Bündel von Tastborsten, an deren hinterem
die Faden langer sind (Taf. V, F ig. io). nmterem
Der Munddarm ist bloß 0,05 mm lang mit dicker Wandung, nach hinten etwas verdickt,
die größte Breite 0,018 mm; die querliegenden Zellen der Wandung sind gut wahrzunehmen,
das innere Lumen ist ziemlich eng.
D er Darmkanal bildet eine cylindrische, nach hinten allmählich verengte Röhre von
0,09 mm L än g e ; die Zellen der Wandung waren nicht zu sehen.
Fundort: C o r u m b a , Matto Grosso, Inundationspfütze des Paraguayflusses, und
E s t i a P o s t i l l o n , Lagune. E s lagen mir bloß zwei Exemplare vor, deren eines es g e lungen
ist, in mikroskopischem Präparat zu fixieren.
Am nächsten steht diese A r t zu Chaetonotus ornatus Dad., der sie durch die Körperform,
den Kutikularhelm und die Form der Furcalanhänge so ähnlich ist, daß man sie auf den
ersten Blick für identisch halten könnte. Beide Arten unterscheiden sich indessen in erster
Reihe durch die Form der Kutikularschuppen, sodann aber dadurch, daß Chaetonotus ornatus
b loß in der hintern Rückenhälfte nach hinten allmählich längere Dornen trägt.
104. Chaetonotus dubius n. sp.
(Taf. V , F ig. 6.)
Der Körper ist nahezu in der ganzen Länge gleich dick und bloß am Plalse ein wenig
eingeschnürt. Der Kopf ist wenig breiter als der Iials, am Rücken mit einer Kutikula-
lamelle bedeckt, welche in der Mitte des Plinterrandes als stumpfer Hügel hervorragt. Der
Rumpf ist am hintern Ende schmäler als anderwärts, zwischen der Basis der beiden Furcalanhänge
in der Mittellinie eingeschnitten (Taf. V , F ig. 6).
D ie Furcalanhänge sind im Verhältnis sehr kurz, sichelförmig und bei den durch das
Deckglas nicht niedergedrückten Tieren nach unten gerichtet.
Die Plaut besteht aus Schuppen, deren .Konturen ich jedoch nur am Seitenrand des
Körpers wahrnehmen konnte, dagegen war ich nicht im Stande, die Form und Struktur der
Schuppen wahrzunehmen. A u f dem Rücken erheben sich fast gleichlange Dornen, allein in
wieviel Reihen dieselben angeordnet sind, das vermochte ich trotz aller Mühe nicht festzustellen.
Zwischen den kurzen und einfachen Dornen stehen auch fünf Paare langer, stachelartiger
Dornen, und zwar zwei Paare am Plalse und drei Paare in der hintern Rumpfhälfte
(Taf. V, F ig. 6). Von den am Hals- aufragenden langen Dornen ist das vordere Paar länger
als das zweite, beide aber liegen in einer Linie. Von den hinteren Dornen ist das vordere
Paar am längsten, die beiden anderen werden allmählich kürzer und diese stehen näher zueinander
wie das erste Paar zum zweiten.
Die Mundöffnung ist ebenso, wie bei den übrigen Arten der Gattung, und auch hier
erheben sich am Bauch die charakteristischen Bündel von Tastborsten. Der Oesophagus ist
am hintern Ende schwach bulbusartig erweitert. Der Magen ist eine gerade verlaufende,
gegen hinten verengte Röhre (Taf. V , F ig. 6).
Die ganze Länge des Körpers beträgt ohne die Furcalanhänge 0,095 mnb der Durchs
messer des Kopfes 0,024 nun, der Durchmesser des Plalses 0,02 mm, der größte Durchmesser
des Rumpfes 0,026 mm, die Länge der Furcalanhänge 0,015 mm> die Län ge des
längsten stachelartigen Dorns 0,04 mm, die des kürzesten 0,02 mm.
Fundort: Inundationstümpel des Paraguayflusses bei C o r u m b a in Matto Grosso. Es
la g mir nur ein einziges Exemplar vor.