
Weibchen Männchen
Ganze Körperlänge 1,38— 1,45 mm i ,2 Ä | J 2 8 mm
Oesophaguslänge 0,2— 0,24 mm "”-ij$j,l4— 0,16 mm
Schwanzlänge 0,28—| w mm 0,2— 0,24 mm
Größter Durchmesser K 0 6 — 0,08 mm »,05— 0,06 mm.
Fundorte: V i l l a S a n a , Peguahoteich; zwischen A s u n c i o n und T r i n i d a d , Gräbern
pfützen an der Eisenbahn; C u r u z u - c h i c ä ; toter Arm des Paraguayflusses; Ba ch zwischen
A i e g u a und dem Y u g u a r i f l u ß . Nach der Anzahl der Fundorte und der Menge der
untei suchten Exemplare zu schließen, dürfte diese A r t in Paraguay ziemlich gemein sein.
Hoplolaimus n. gen.
SnAov = Waffe, Aaitu6$ = Kehle.
Der Körper ist an beiden Enden etwas verjüngt, die äußere und mittlere Kutikular-
schicht geringelt, die Mundöffnung durch eine scharfe .Einschnürung vom übrigen Teile
des Körpers getrennt, an der Seitenwandung; mit ä p iis stark vorragenden Papillen; in der
Oesophagushöhle liegt ein kompakt erscheinendes Stilett, an dessen hinterem En de nach
vorn gerichtete blattförmige Gebilde sich erheben; das weibliche Genitalorgan is t'p a a r ig .
Dies: Genus erinnert durch das Stilett im Oesophagus an das Genus Aphelenchuä
Bast, und noch mehr an das Genus Tylenchus Bast., von welchen es sich indessen durch
die Struktur der Mundöffnung und den Mangel l€mer Afteröffnung unterscheidet, in dieser
Beziehung aber dem Genus Ichthyonema gleicht, Bisher ist b loß eine hierhergehörige Art
bekannt.
91. Hoplolaimus ty len ch ifo rm is n. sp.
(Taf. III, Fig.:-'i;|y-i9.)
Der Körper ist an beiden Enden fast gleich dünn, hier indessen nicht vielt schmäler
als in der Mitte und in der ganzen Länge gleich dick erscheinend. D ie äußere und mittlere
Kutikularschicht ist gleichmäßig geringelt, die R in g e der äußern Schicht aber sind weit
größer als die der mittlern (Taf. III, F ig. 16— 19). Im übrigen ist die Körperoberfläche glatt,
b ezw.'zeigen sich daran nirgends Borsten oder sonstige Kutikulargebilde.
Die Mundpartie ist durch eine scharfe Einschnürung von dem übrigen T e il ides
Körpers getrennt und gleicht einem Keg e l mit breiter Basis;; die Basis ist umgeben von
sechs kegelförmigen Papillen mit abgerundeter Spitze, von denen je zwei an den Seiten, je
eine aber am Rücken und Bauch sitzen (Taf. III, F ig. 18. 19). Der Mund ist sehr schmal
und erscheint als dreieckige Öffnung.
D e r Oesophagus ist auffallend kürz, nicht länger als ein A chtel der Körperlänge, und
bildet in der Mitte einen ziemlich g ro ß en , zwiebelförmigen Bulbus, der sich mit einem
kurzen Stiel förtsetzt in die verbreiterte, annähernd schlauchförmige und mit dem Magen unmittelbar
korrespondierende- aufgetriebene Oesophaguspartie; welche derart als zweiter Bulbus
erscheint. Im Innern des vordem, eigentlichen Bulbus zeigt sich eine breite, eiförmige Plöhle,
in welcher ich drei halbmondförmig gekrümmte Stäbchen wahrnahm (Taf.. III, F ig. 19J Über
dem Oesophagus liegt ein kompakt erscheinendes mächtiges Stilett, das fa s t ein Drittel der '.
ganzen Oesophäguslängedeireicht; das hintere Ende ist von drei blattförmigen Vorsprüngen
umgeben, welche mit ihrer scharfen Spitze nach vorn blicken. Das vordere Ende des Stilettes
ist zugespitzt, das hintere dagegen abgeschnitten (Taf. III, Fig. 18. 19):
Die Wandung des Darmkanals konnte ich in der ganzen Länge nicht untersuchen,
we iljiiie inneren Organe des Tierchens, vermutlich zufolge der Konservierung, sehr zerfallen
sind und das Innere; des ganzen Rumpfes mit fetttröpfchenförmigen Klümpchen ausgefüllt ist.
D aß aber die Afteröffnung fehlt, vermochte ich mit voller Sicherheit zu konstatieren, insofern
an der Körperkutikula, abgesehen von der Genitalöffnung, nirgends eine Unterbrechung
wahrzunehmen ist, trotzdem das untersuchte Exemplar auf der einen Seite lag und folglich
außer der Genitalöffnung auch die Afteröffnung hätte sichtbar sein müssen.
Die weibliche Gehitalöffnung liegt in der Körpermitte und das Ovarium ist sicherlich
paarig, wie aus der Lage»|ler Genitalöffnung und der damit in Verbindung stehenden
doppelten Eileitungspartie zu schließen ist (Taf. III, Fig. 16). Die Ovarien selbst konnte
ich nicht beobachten und es ist möglich, daß das T ie r alle seine Eie r bereits abgelegt hatte,
H ist aber auch nicht unmöglich, daß dieselben durch die Konservierung zerfallen sind.
Der Schwanz, bezw. das hintere Körperende ist spitz gerundet, und hier der Bauch-
und Rückenrand gleich abgeflacht (Taf. III, F ig. 16).
E s la g mir b loß ein Weibchen vor, die Größenverhältnisse desselben sind fo lg en d e :
Körperlänge 1,1 mm, Oesophaguslänge 0,15 m ,g r ö ß t e r Durchmesser 0,07 mm, Länge der
Stilette *0,048 mm.
Fundort: A s u n c io n , Pfütze auf der Insel (Banco) des Paragüäyflusses.
Gen. Cephalobus Bast.
Oeplialobus J. G."de Man, 5, p. 89.
Die Arten dieser Gattung waren bisher zum ‘größten T e il nur aus Europa bekannt,
aber auch aus Neu-Guinea wurde eine A r t beschrieben. Es ist somit wahrscheinlich, daß sie
auf dbr ganzen Erde verbreitet ist. Bei meinen Untersuchungen habe ich nachstehende Art
gefunden.
92. Cephalobus aculea tus n. sp.
(Taf. V , F ig l i - B f e
Der Körper ist vom Bulbus des Oesophagus an gegen die Mundöffnung allmählich
verengt, ebenso von der Kloakenöffnung an gegen das Schwanzende, aber dennoch hinten
weit mehr verengt als vorn und im ganzen hinter der Mitte ziemlich verjüngt (Taf. V, Fig. i).
Die äußere Kutikularschicht erscheint glatt, die mittlere dagegen geringelt. An der
Seite des Körpers läuft eine Längslinie hin.
Die Mundöffnung befindet sich am vordem Körperende an einer abgesonderten kegelförmigen
Erhöhung; in der Mundhöhle zeigen sich zwei parallel liegende, kurzen Stäbchen
gleiche Kutikularkörperchen. Rings der Basis des Mundkegels erheben sich vier kurze,
kräftige, spitze Dornen (Taf. V, F ig. 2).
D e r Oesophagus ist bis zum mittlern Drittel allmählich verdickt, sodann bis zum
Bulbus stärker verengt und hier mit drüsenartigen Zellen bedeckt. In der Oesophagushöhle