
Analsegment ohne Besonderheiten.
Sternit 4 mit 2 kleinen, nach vorn gerichteten glatten Höckern, dahinter beborstet. Sternit 5
mit 4 niedrigen, runden, beborsteten Höckern. Die vorderen nahe beieinander, die hinteren weit
getrennt. Sternit 6 mit 2 niedrigen beborsteten Höckern zwischen den vorderen Beinen; zwischen den
hinteren Beinen nur 2 Borstenfelder. Hintere Sternite unbeborstet mit einem niedrigen Höcker neben
jeder Hüfte.
Vordere Beine ventral ziemlich reichlich beborstet, der Tarsus auch dorsal; die übrigen Glieder
dorsal sehr wenig beborstet. Hintere Beine ventral sehr fein, kurz und spärlich beborstet, Coxa und
Präfemur mit einer langen Borste, Tarsus ringsum beborstet. Keine Präfemurschwiele und kein
Tibialpolster.
Gonopodenöffnung queroval; hinten biegt der m ittlere Teil so weit aus, daß er in einer Linie mit
dem Segmenthinterrand liegt, dieser ausgebauchte Teil h a t einen sehr schrägen Boden. Neben jeder
Hüfte des 8. Paars ein niedriger, beborsteter Höcker (Fig. 37).
Gonopoden (Fig. 38, 39): Die Hüfte springt lateral so weit vor, daß das Femur beinahe ganz
verdeckt wird; dieser vorspringende Teil ist am Ende schräg abgeschnitten und mit einigen langen
Borsten besetzt; solche Borsten finden sich auch auf dem übrigen Endrand. Kein Hüftstab.
Das Telopodit h a t eine sehr charakteristische Gestalt, weil der Hauptast des Femoralfortsatzes
und beide Aste des Tibiotarsus gleich lange, schlanke, gerade Spieße sind, die in gleicher Entfernung
voneinander parallel vorragen. Der Femoralfortsatz h a t noch einen zweiten viel kürzeren Ast. Der
Samenrinnenast ist der mittlere der 3 langen Äste.
B r a s i l i e n (ohne näheren Fundort). (Dr. P e n t h e r coll., Wiener Mus.)
Pseudoleptodesmus (Pseudolept.) cordilleranus nov. sp.
(Fig. 40—42.)
Farbe sehr dunkel kastanienbraun mit einer verwaschenen, undeutlichen, helleren Längsbinde
auf dem Rücken. Antennen und Beine dunkel rotbraun.
Breite 4 mm.
Kopf glatt, Scheitelfurche deutlich, Clypeus mit einigen Borstenpaaren. Antennen von mittlerer
Länge und Dicke.
Halsschild so breit wie das folgende Tergit, seitlich verschmälert, aber nicht ganz symmetrisch.
Vordere Segmente nicht eingeschnürt. Metazoniten sehr glatt und glänzend. Seitenflügel fast
in der Mitte der Seiten angesetzt, der Rücken sehr gewölbt, Oberseite der Seitenflügel abfallend;
Seitenflügel (Fig. 40, 10. und 11. Segment) im allgemeinen ziemlich klein, ihr Vordereck ganz abgeschliffen,
das Hintereck zackig, dadurch daß der Hinterrand etwas konkav ist, auf den porentragenden
Segmenten bildet die Porenbeule selbst den Hintereckzacken; die Porenbeule ist ringsum vom Rand
abgeschnürt; der Rest des Seitenrandes dieser Segmente ist schmal wulstig gesäumt; auf den porenlosen
Segmenten verbreitert sich der Randsaum nach hinten allmählich etwas. Auf den vorderen Segmenten
ist der Hinterrand der Seitenflügel fast gerade und das Hintereck nicht zackig; auf den hinteren Segmenten
dagegen wird das Hintereck, wie gewöhnlich, spitzer. 19. Segment mit sehr kleinen Zacken.
Schwänzchen im Querschnitt rund, ganz leicht abwärts gebogen, auf der geraden Endscheibe
zwischen 2 schlanken Höckerchen die gewöhnlichen 4 Borsten; dorsal 2 Querreihen von Borstenwarzen.
Analschuppe fast trapezisch, mit kleiner Mittelspitze und 2 dicken Borstenwarzen.
Sternit 5 ohne Fortsatz, Sternit 6 mit einer unscheinbaren kleinen Leiste neben jeder Hüfte
der vorderen Beine; hintere Sternite glatt, unbeborstet und ohne Fortsätze.
Beine des $ mit Ausnahme der 4 letzten Paare mit großem Tibialpolster. Hüfte des 3. Beinpaares
mit einem nach vorn gerichteten, dicht beborsteten stumpfen Kegel.
Gonopodenöffnung sehr groß, nach hinten bis an die vordere Hüfttangente reichend, nach vom
in das Gebiet des Prozoniten hinein, der Rand hinten etwas erhoben.