
Gonopodenöffnung queroval, durch 2 gleiche, zackige Vorsprünge, deren Enden sich fast erreichen,
in der Mediane eingeschnürt.
Gonopoden (Fig. 221): Hüfte in der Mitte am breitesten, vor dem Ende leicht eingeschnürt
und mit einem Borstenfeld. Femur kurz, sehr deutlich gegen die Tibia abgegrenzt, die schräge Grenze
besonders auf der Lateralseite gut sichtbar. Am Tibiotarsus sieht man keine deutliche Abgrenzung
der Teile;,er ist im ganzen dreiästig. Der Samenrinnenast ist bis zur Mitte breit und gerade, dann
plötzlich unter Bildung eines zackigen Ecks verschmälert und halbkreisförmig gebogen mit der Hohlseite
gegen den Tarsalast. Nahe seiner Basis träg t der Samenrinnenast einen schlanken, zugespitzten
Nebenast. Der Tarsalast (Ta) ist breit und gegen den Samenrinnenast zu gekrümmt. Die Samenrinne
verläuft auf der Medialseite.
Fundort: N e u - S ü d -W a l e s : Z w i s c h e n M t. V i c t o r i a u n d I m o l a n C a v e s ,
B l u e M o u n t a i n s . (Dr. M i c h a e 1 s e n coll. 1906. Hamburg. Mus.)
Familie Gryptodesmidae.
Calymtnodesmus carll nov. sp.
(Fig. 222—228.)
Farbe schmutzig gelblich weiß, stellenweise schwärzlich inkrustiert.
Länge 7 mm. Breite der Metazoniten 1,6 mm, der Prozoniten 0,65 mm.
20 Bumpfringe.
Kopf ganz vom Halsschilde bedeckt; auf dem Scheitel gleich hinter den Antennen beginnend
ein von runden Tuberkeln bedeckter Längsstreif, die Tuberkeln ungeordnet in mehreren Reihen; lateral
davon hinten kleine Spitzkegel; die übrige Fläche des Kopfes einschließlich der Backen dicht sehr
fein rundwarzig. Antennen spindelig, das 5. Glied weitaus das größte, längste und dickste; das sehr
kleine 8. Glied ragt ungeteilt deutlich vor und träg t die 4 terminalen Sinneskegel; 5., 6. und 7. Glied
am Ende vom m it einem Feld von Sinnesstäbchen; auch das 4. und 3. Glied tragen an der entsprechenden
Stelle e i n z e l n e Sinnesstäbchen; alle Glieder eher spärlich und kurz beborstet (Fig. 222, 223).
Halsschild sehr groß, sieht aus wie ein halbierter Hu t; der mittlere und hintere Teil ist stark gewölbt
und dicht mit runden Tuberkeln besetzt, der krempenförmige Rand h a t keine Tuberkeln und ist
durch 8—10 sehr seichte, runde Kerben schwach gelappt (Fig. 224).
Rücken stark gewölbt; Seitenflügel sehr tief, fast im Niveau des Bauches angesetzt, horizontal,
gut entwickelt; auf dem 2 . - 4 . Segment und auf den porenlosen Segmenten ist ihr Seitenrand kurz
dreilappig; vom 5. Segment an ist der Seitenrand der porentragenden Seitenflügel 4lappig; der
3. Lappen von vom kann aber auch besonders auf den hinteren Segmenten durch eine geradlinige
Lücke zwischen 2. und hinterstem Lappen ersetzt sein; Oberfläche der Metazoniten dorsal mit runden
Tuberkeln, von denen die 2 Längsreihen von je 3 zu beiden Seiten der Medianlinie die größten sind,
lateral von diesen sind die Tuberkeln nicht ganz regelmäßig in Reihen geordnet und verschwinden auf
den Seitenflügeln nach und nach ganz. Der Vorderrand der Seitenflügel ist geradlinig; am Hinterrand
ragen die 2 äußersten Tuberkel der hinteren Reihe je weiter caudalwärts um so mehr vor, so daß der
Hinterrand tief eingeschnitten erscheint. Bis zum 16. Segment bleibt der Hinterrand der Seitenflügel
als Ganzes fast quer zur Längsachse, nur die Seitenflügel 18 und 19 sind ausgesprochen schräg nach
hinten gerichtet als breit abgerundete Lappen (Fig. 225). Saftlöcher auf den Segmenten 5, 7, 9, 10,
12, 13, 15 und 16 auf einem kleinen Kegel, der von der Oberfläche des Seitenflügels in einiger E n tfernung
vom Seitenrande entspringt und den Seitenrand in dessen Mitte deutlich überragt; die Wandung
dieses Kegels ist von zahlreichen Kanälen durchbohrt, seine Oberfläche jedoch nicht mit Stäbchen
besetzt. Das 17. Segment h a t manchmal kleine Saftlöcher, die jedoch nicht auf Kegeln sitzen.
Oberseite der Metazoniten dicht bedeckt von einem Filz kleiner, kurzer, glasheller StäbcheD;
Prozoniten fein chagriniert.
Analsegment 6lappig, die 2 medianen Lappen jedoch nur durch eine sehr seichte Kerbe getrennt;
sie entsprechen nicht dem Schwänzchen anderer Gattungen, sondern sind nur stark vergrößerte Tuber