
zelle; la g - die darin befindliche Larve und pp; — der bereits in die Höhlung der Larvenzelle
eingeführte Nahrungsvorrat; coc B der Kokon, auf welchem die Larvenzelle angebracht
ist.
Das Futter wird den Larven demnach durch die H umme la rbe ite rinnen zugestellt,
nachdem die Eierzellen bereits angefertigt sind. Nur bei einigen Arten legen die Weibchen
das Futter gleichzeitig mit der Eiablage in die Eierzellen, wie ich dies schon früher erwähnt
habe (Taf. I, Fig. 5).
Bisweilen findet sich der Brotvorrat an drei Stellen der Larvenzelle, stets aber ziemlich
nahe bei einander, da er in den ersten Tagen der Entwicklung der Eierzelle und der
Larvenzelle vorbereitet wird.
Das Futter der Larven ist je nach den verschiedenen Perioden ihrer Entwicklung und
nach den Kasten, welchen sie angehören, ein verschiedenes. Pé re z teilt hierüber folgendes mit:
C iiconstance fort remarquable, et qui n’a pas manqué de provoquer les reflexions des observateurs :
tandis que les cellules destinées à recevoir des oeufs d’ouvrières sont garnies intérieurement de pollen et
de miel, les cellules ou sont pondu les oeufs des mâles et des femelles ne contiennent aucune provision.
Indem Huber die gleiche Tatsache vermerkt, stellt er die Frage:
Quelle peut être la raison de la différence des soins que les ouvrières donnent aux mouches des
trois sortes?
Diese Frage beantwortet der genannte Autor in folgender Weise:
Ce n’est pas qu’il y ait moins de pollen sur les fleurs au mois d’août qu’il n’y en a au mois de juin,
car les ouvrières en apportent tous les jours dans les mois d’août et de septembre, et d’ailleurs elles ont
fait des provisions considérables à cette époque. Mais voici l’explication que je pourrais donner de cette
négligence apparente. L e nombre des ouvrières est beaucoup plus grand au mois d’août qu’il ne l’est au
mois de mai: Les vers qui sont nés dans le mois de mai et de juin courraient le risque de manquer de
nourriture, s’ils n’avaient pas. de provisions dans leurs ÈsMlules, car le petit nombre des ouvrières ne
permettrait peut-être pas qu’elles aperçussent le moment où ils éclosent, et celui où ils ont besoin
d’aliments; tandis qu’à la fin de l’été leur nombre peut suffire à surveiller et à nourrir tous les vers.
In nachstehendem will ich einige meiner Beobachtungen mitteilen, welche geeignet
sind, Licht über diese Angelegenheit zu verbreiten.
Wenn infolge andauernder ununterbrochener Regengüsse und kalter Witterung, wie
z. B. im Juni und in den ersten tagen des Juli des Jahres 1902, kein großer Vorrat an
Brot vorhanden war, während andrerseits die Vorräte an Honig (da ich den Hummeln in
der Gefangenschaft Bienenhonig vorsetzte) unbegrenzt waren, so bekamen die Larven der
Arbeiterinnen während einer gewissen Periode ihres Lebens denrtoch nichts außer Brot;
Honig wurde ihnen erst gereicht, als dessen Reihe, nach Maßgabe ihrer Entwicklung, gekommen
war. Fehlte es ganz oder fast ganz an Brot und hungerten die Larven, so wurde
dennoch das Brot nicht etwa durch eine andere Art von Nahrung ersetzt, sondern das Ergebnis
der Situation war entweder eine Verringerung des Wuchses der Arbeitshummeln bis
zu ganz auffallend kleinen Dimensionen, oder aber die höchst interessante Erscheinung der
V e rn ich tu n g der L a rv en , welche ich in dem nächsten Abschnitte mit einer Ausführlichkeit
behandeln werde, deren sie vollauf wert ist.
In der Freiheit kehren die Hummelarbeiterinnen in den Perioden des Futtermangels
infolge schlechter Witterung hauptsächlich mit Vorräten desjenigen Nährmateriales beladen
in das Nest zurück, dessen Bedarf gerade an der Reihe ist. Untersucht man ihr Nest Anfang
Juni, so kann man sich davon überzeugen, daß die darin befindlichen Vorräte von
Honig um ein vielfaches kleiner sind als die Vorräte an Blütenstaub Ende Juli und Anfang
August, aber daß gerade umgekehrt die Vorräte an Honig viel größer sind als diejenigen
an Blütenstaub, obgleich es, wie Huber sehr richtig bemerkt, auch jetzt nicht die geringsten
Schwierigkeiten bietet, diesen letzteren einzusammeln.
Dieses sund die Tatsachen, welche den Beweis dafür liefern, daß die Erwägungen
Hubers darüber, warum die Larvenzellen der Drohnen und Weibchen kein Brot enthalten,
durch die Wirklichkeit nicht bestätigt werden. Die Ursachen, warum die Plummeln die
Futterdiät der Larven ändern, liegen nicht in der im Laufe der Sommermonate wechselnden
Zahl der zu Gebote stehenden Pflegerinnen. Sie sind vielmehr in den Instinkten enthalten,
welche den Hummeln anzeigen, was in einer gewissen Lebensperiode für einen jeden Typus von
Larven zu geschehen hat. Der Instinkt zwingt sie, ohne von dem Inhalte einer Eierzelle mit Eiern
von Arbeiterinnen Kenntnis zu haben, Brot für dieselben vorzubereiten, die Weibchen dagegen
mit Futterbrei zu füttern. Ich sage mit Futterbrei und nicht mit Honig, wie Huber
hierüber schreibt und nach ihm Pérez u. a. m. wiederholen, und zwar auf folgender Grundlage.
Ich habe niemals Vorräte von Brot in Larvenzellen mit zukünftigen Männchen, wohl
aber eine Larvenzelle in der Entwicklungsperiode der Männchen und Weibchen gesehen,
welche mit einer Substanz von w e iß lich e r F arbe (nicht mit Honig) gefüllt war; in
dieser Substanz befanden sich, gleichsam darin schwimmend, die Larven. Auf Taf. I, Fig. 15
sind zwei dicht nebeneinanderliegende Larvenzellen A und B abgebildet. Die Zelle A ist
nicht geöffnet und zwar so gezeichnet, wie sie von oben betrachtet erscheint. Die andere
Larvenzelle ist nach Entfernung der oberen Hälfte ihres Wachsdeckels abgebildet; wir
sehen hier die Schnittränder der Wachshülle der Larvenzelle ce, die weiße, die Larvenzelle
anfüllende Masse (Futterbrei) mb, welche den Larven zur Nahrung dient, und diese Larven
selbst la. ¡Es ist von Interesse, daß die dicht neben der Larvenzelle JB liegende Larvenzelle
A Larven, aber nich t die g e r in g s te Spur von N a h r u n g s v o r r ä te n enthielt.
Aus der Larvenzelle A entwickeln sich Drohnen, aus der Larvenzelle JB Weibchen. Offenbar
ist der Brei nahrhafter als Honig, mit welchem die Männchen aufgefüttert werden.
Wir dürfen also annehmen, daß die Wahl des Futters nicht durch äußere Umstände,
sondern durch „innere“ Ursachen bedingt wird, nämlich durch die Instinkte der Arbeitshummeln.
Was ist es nun, das den Hummeln anzeigt, w e lc h e L a r v e n M än n ch en und
we lche W eib ch en geben werden? Diese Frage ist einstweilen ebensoschwer zu beantworten,
wie diejenige, wodurch sich die Melipona-Arbeiterinnen dazu anleiten lassen, den
Drohnenlarven die eine und den Weisellarven eine andere Nahrung anzubieten. Bei Apis
mellifica wird die entsprechende Erscheinung gewöhnlich dadurch erklärt, daß die für jede
Kaste verschiedene Form und Größe der Zellen das Auftreten ungleicher Fütterungstriebe
hervorruft. Bei Melipona aber unterscheiden sich die Zellen, aus welchen die Drohnen
hervorgehen, in keiner Weise von denjenigen der Arbeiterinnen und Weisel.
Ferner: Wodurch wird die Tätigkeit der Arbeiterinnen bei der Bestimmung des
Futters für die A rb e ite r in n en und W e ib ch en bestimmt, da doch die Eier, welche diese
wie jene geben werden, anfangs vollständig gleich sind und ein jedes von ihnen sowohl eine
Arbeiterin wie ein Weibchen geben kann? Die Beantwortung aller dieser und analoger