
über die im Hartmanschen Kataloge gegebenen einleitenden Bemerkungen, über Aufenthaltsorte,
über Verbreitung im allgemeinen und auf den: einzelilen Inseln. Zum Schluß wird dife
irrige. Ansicht der europäischen Forscher,, als seien die Achatinellen im Aussferben begriffen,
widerlegt.
Ein weiterer höchst interessanter Aufsatz von Dr. Henry de V a r ig n y erschien in
den „Compte-rendu des séances, du Congrès international.de ZoologiSÉl 1889, pagj Ç
„Note sur lésé mollusques teiäestres et en particulier sut les Achatinelles desUles Hawaii.“
Varigny gibt zuerst eine allgemeine geographische und geologische Beschreibung der
Inseln, sodann eine.Übersicht der Gattungen der Landschneeken, im ilAnschlüß. daran eine
genauere Übersicht über die Achatinellen im allgemeinen mit einer. Einteilung\.in die bekannten
Gruppen und schließlich' eine^genauere i Beschreibung der ..einzelnen Inseln, Büvie
eine Aufzählung der Gattungen, welche die einzelnen Inseln bewohnen. Einige wichtige Arbeiten
von Gulick und Baldwin werden am Ende des Aufsatzes aüfgeführt.
Im Anschluß an die Varigüysche Arbeit .findet sich in derselben Zeitschrift, pag. 75,
ein kleiner Aufsatz von Ado lphe Boucard über das endemische,-Vorkommen der Acha-
tinellen sowie über die große Variabilität derselben. Boucard nimmt an, wie aüch «Hartman
in seinem Kataloge pag. 18, daß die Kreuzung ein Hauptfaktor zur Bildung der vielen
Varietäten mit sei und führt als analoge,-Beispiele die Gattungen Gallinula und Oeluniba
unter den Vögeln und die Gattungen Heliconia und Ithanica unter den Insekten an.
Eine interessante Bemerkung über dierao- beträchtliche Anzahl von Achatinellen auf
so kleinem Raume von Dr. P. F i’s.-cher findet sich ebenfalls; in derselben Zeitschrift pag. 75.
Fischer schreibt: „Le nombre considérable des espèces d’AchatinellÉ^ qui .trouvent- confinées
dans le; petit espace représenté par l’archipel Hawaiien ¡gisf; une desBlus grandes
curiosités de la nature actuelle. On pourrait l’expliquer en admettant que; cet:- archipel. est
le reste' d’une terre plus étendue, sinon d’un ancien continent; mais S«nature volcànique
s’oppose à cette maniêrëqde voir.”
Zur Illustration dieser interessanten Variabilität fügt P reu d h om m e de Böjs.re,
PaS- 75, hinzu: „Les Carabiques. desr-.iles Hawaii présentent des faits identiques à'ceux dont
il vient d’être question, aü-sujet idSAchatinelleSÄ
Das Werk vonqDr. A d o lf Marcus'e: „Die Hawaiischen Inseln'*, Berlin,^894, 8
beschäftigt sich in der Hauptsache mit den. geographischen, geologischem,-physikalischen Verhältnissen
der Inseln, mit den nach den Hawaiischen Inseln unternommenen Wissenschaft-
fifhen Expeditionen, mit den Bewohnern der Inseln und ihren Sitten und. Gebräuchen, sowie
mit der Geschichte,dieses Insfelvolkes. Ein kurzes Kapitel ist auch der Flora und Fauna der.
Inseln gewidmet. In demselben findet sich auf pag. 141 eine .kurze Bemerkung über die
Achatinellen. Am Schlussf&dieser höchst interessanten Arbeit findet sich eine, Literatur-
Übersicht, die leider manche Lücke aufweist.
Das klassische Werk von A lfr e d R ü s se l W a lla c e , „Island Life“, London, 1895,..
2. ed. 8°, behandelt, im XV. Kapitel die Sandwich-Inseln und'auf pag.0316-- -318 die Land-
schneckèn derselben. Interessante Parallelen werden;-.gezogen . zwischen den. Sandwich-
Schnecken und denen der übrigen polyn^schen .Inseln,: sowierdenen:von Australien, China,
Bourbon und den westindischen Inseln. «Das...enorme Übèrwiegen der endemischen Arten-
auf den Sandwich-Inseln, veranlaßt Wallace, .zu folgern, daß der Ursprung dieser Mollusken-;
gättungen unzweifelhaft ' sehr' w Ä züriickliegen mußpZu einer Zeit, wo die Verteilung vieler
Molluskengruppen von der jetzt herrschenden sehr verschieden war.
Eine Broschüre „L eBlsS Hawaii“ von Dr. W a lte r Maxwell, behandelt vorwiegend
die Erzeugnisse dcs': Bodens. Auf pag. 14 und 15 wird der Wald, der Hauptaufenthalt der
Achatinellen, behandelt.
Von ProfeS|or Dr. S ch a u in s la n ^ K ch ien in den Abh. Nat. Ver. Bremen, Bd. XVI,
Heft 3, pag 5iE j& , igöco’',em höchst interessanter Aufsatz: „Ein Besuch auf Molokai, der
Insel der ^ S t z ig e n .“ In, lemS elb S werden in fesselnder Weigp1 Land und Leute der Insel,
Flora und F a u n a , d i e ernsten Lepraslationam mit ihren unglücklichen Bewohnern geschildert.
Zahlreiche Abbildungen illustrieren diesen lehrreichen Aufsatz. Auch den Achatinellen..
wird auf pag.. 527 ein kurzer Abriß gewidmet.
EineBusammeustcliendc Arbeit über« die Verbreitung der Gattung Achatinella innerhalb
der Inseln des Hawaiischen Archipel, welcheo auf Autopsie beruhte, war bislang nicht
erscMehea:. DieiÄStes darauf -bezügliche übersichtliche-Arbeit »verdanken, wir der Feder des
leldÄ^Ätesförbenen S&-. W M H a r tm a n aus..West-Ghester, Philadelphia. In ¡seiner Einleitung
zu dem „A bibhögraphidSäAl Synonymie sSätalogufe'iöij the Genus Achatinellaftin:
Proc. Acad. Nat. Seiene. Philadelphia, l8jj7»j«)ag, Töli-56, verbreitet sich der Verfasser, nach
kurzenKleschichtlichen Bemerkungen über die«' Gattung Achatinblla im -allgemeinen sowie
über einzelne .Gattungen im besonderen, über die Verbreitung, lauf den einzelnen Inseln in
eingehender Weise. “ Man verglöit-ho hierüber« auch Kobelts Arbeit im Humboldt. — So;
dann gibt Hartman ein Verzeichnis» aller pglkhriebenen Arten mit Literatur- und Fundortsangabe,
gruppier! nach den bekannten Pfeiffersch||g||attungen. Eine ganze Anzahl „söget
nannter ArterM haben ihren Platzräls». SynonymipFarben- und Formvarietäten bei längst an-
gkannten guten Arten-«gefunden» Wenn au®b schon durch dieses*, gerechtfertigte Vorgehen
eine große Zahl unhaltbarer -Bormen zu,-Varietäten degradiert - worden: ist, so finden sich
trotzdem noch eine ganze Reihe, deren Artberechtigung zweifelhaft Ätscheint. Leider finden
sich in derislöhst sehr verdienstvolleMArbeit: fast auf jeder Seite Druckfehler und ungenaue
Gitate.
- -In derselben Zeitschrift findetiMch von demselben Verfasser, Jahrg. 1888, pag. 14
und 15 „A Bibliographie and synonymic Catalogue of the Genus Auriculella, Pfeiffer“. Auch
hier werden bei den einzelnen Arten die Synoym® Literatur und Fundorte angegeben.
Einige neue von Hartman kreierte Arte® finden sich in seinem«; Kataloge pag. 34, 50,
52 und 55; sowie in seiner Arbeit : „New: speciiäjs of shells. from the New Hebrides and
Sandwich Islands“ in Proc. Acad. Nat. «Scienc. Phil. l88p| pag. 256. Die'.neben Arten sind
abgebildet in .'derselben Zeitschrift auf Tilf. 1, Fig. 3«. j r 1.5 tmdXi-6, und auf Taf. 13, Fig. 7»
Um dieselbe Zeit erschienen Arbeiten über die Achatinellen und die Land- und Süß-
wasserschnecken der „Hawaiian Islands" tfon dem Rev. D. D. Baldwin aus Hamakuopoko,
Insel Maui. Dieerste Arbeit Baldwins ist«„prepäred expressly 'for the Hawaiian Almanac
and Annual for the year 1887“, umfaßt 6 Seiten und führt den Titel: Land Shells of the
Hawaiian Islands.“ In die!«! " Arbeit schildert der Verfasser nach kurzen einleitenden Bemerkungen
1. die ’Gtfs'Chichte des Genus Achatinella, 24¡die gegenwärtigen Wohnplätze der