
. Pag' 112 und ll3 • »The Hawaiian species of Opeas. By E. R. Sykes." In dieser.
Arbeit werden außer einigen Bemerkungen über die beiden bekannten Arten: junceus,:
Gnuld^jund pyrgiscus, Pfr., eine neue Art von. Hawaii, 0. Henshawi, kreiert und zur
0 . Prestoni, Sykes, welche von Ceylon stammt, eine neue Varietät, Hatvaiiensis voii Hawaii,
gebildet. Sämtliche Arten sind durch gute Text-Abbildungen illustriert. •
Tag. 117 128 enthält eine Arbeit von C. F. A n c e y : „On some non-marine Hawaiian
MoUus,eät"»n derselben werden zunächst fünf neue Succineen beschrieben s Succinea
Kuhnsi, tenerrima und guadrata von Hawaii; Succinea apiealis und tetragona von Maui.
Succinea casta, Anc., erhält zwei neue Varietäten : orophila und Henshawi, beide von
Hawaii. Weitere Neubildungen sind: Microcysti$?ufobrimnea von Hawaii; KalMla
Thaanumi und lübricella von Hawaii; Vitrea Hawaiiensis «>n Hawaii; Auriculella müh
leata und eanalifera, erstere von Oah^dletztere von Molokai; Partulina physa, Newc.,
var. phaeostoma von Hawaii; Amastra luctuosa, Pfr., var. sulphurea von Oahu; ’ Carelia
fuliginea, Pfr., var. suturalis, und Carelia turricula, Migh., yox.azma, beide von Kauai;
Nesopupa Baldwini von Molokai und Maui, und dazu var. centralis ‘fön Hawaii; Nesopupa
plicifera von Oahu; Nesopupa Thaanumi von Hawaii; Nesopupa Wesleyana von Hawaii,
Maui und Oahu; Nesopupa Kauaiensis von Kauai; Lyropupa clathratula von Hawaii^
Lyropupa carbonaria von Oahu; Lyropupa microthauma von Oahu; Helicina Baldwini
von Kauai; Helicina disßotropis von Oahu; Helicina sulculosa von Hawaii,. Außerdem
befinden sich in der Arbeit eipige Bemerkungen und neue Fundorte zu bekanntst Arte«,
Die neuen-Arten, sowi|jfdie||on Baldwin im Nautilus, Vol. XVII, 1903, naJBL neu beschriebene
Amastra Henshawi, sind durch tadellose AbbildungerÖiuf PI. VH} Fig. i f l H
dargestellt.
II. B e m e r k u n g e n
über Art und Varietät.
Bevor ich zur Beschreibung der Achatinellen von Molokai übergehe, mögen mir noch
einige Bemerkungen über meine Auffassung des Begriffs: Art, Varietät und Form gestattet
sein. Ich lehne mich dabei an die grundlegende und für mich maßgebende Arbeit des
Professors Dr. L. D öd e r le in , Straßburg, an. Dieselbe ist erschienen in: Zeitschr. Morph.
Anthrop. 4. Bd. 1902, pag. 394—442 unter dem Titel: „Über die Beziehungen nahe verwandter
Tierformen.“ Man vergleiche auch das ausführliche Referat von Professor
Dr. F. v. W a g n e r über Döderleins Arbeit in: Zool. Zentralblatt, Leipzig, Engelmann,
X. Jahrg. 30. Okt. 1903, Nro. 20. und 21, pag. 693— 698.
Diese Arbeiten können jedem Systematiker nicht warm genug empfohlen werden.
Es mögen daraus einige der wichtigsten Leitsätze hier ihre Erwähnung finden:
„Es muß einen Begriff geben für die engsten noch zulässig abgrenzbaren natürlichen
Tierformen, die möglich sind, um eine systematische Einheit zu erhalten. Dieser Begriff ist
die Linnösche Species und von ihm müssen wir das praktisch Brauchbare und Wichtigste,
die scharfe Unterscheidbarkeit, behalten, mögen wir im übrigen von ihm denken, was wir
wollen. Eine Art als systematische Einheit muß demnach eine Formengruppe darstellen,
die von ändern scharf abgegrenzt werden kann, und in jedem der ihr subsummierten Individuen
die Unterscheidungsmerkmale zur Anschauung bringt. In typischen Arten wohl
unterscheidbare, aber durch Übergänge verbundene und infolgedessen zuverlässig und ohne
Willkür nicht trennbare Tierformen müssen daher als „Varietäten“ betrachtet werden.“
„Für den Descendenztheoretiker ist es selbstverständlich, daß die Linnöschen Arten
keine natürlich umschriebenen Formengruppen darstellen, deren Grenzen seit jeher und für
immer feststehen, und in diesem Sinne ist es zweifellos richtig, daß es keine natürlichen
Arten gibt. Wir leben aber in der Wirklichkeit und haben in erster Linie mit den tatsächlich
vorliegenden Verhältnissen zu rechnen; und hier finden wir zahllose scharfe Grenzen
zwischen den uns bekannten Organismenformen. Jede dieser scharfen Grenzen bedeutet eine
Lücke in unserer Kenntnis vom Zusammenhang der Formen; und jede dieser Lücken ist
eine Artengrenze. So viele Lücken wir also haben in unserem gegenwärtigen Wissen vom
Zusammenhang der Formen von Lebewesen, so viele Arten müssen wir anerkennen.“
, „Unter einer Art muß man sonach nicht nur die Gesamtheit aller Individuen verstehen,
welche übereinstimmend die gleichen Merkmale aufweisen, also Vertreter einer einzigen
Form sind, im Falle diese scharf von ändern Formen sich unterscheiden läßt, sondern
es fallen unter eine Art auch ganze Reihen von verschieden ausgebildeten Formen, sofern
sie nur ohne scharfe Grenze ineinander übergehen und in ihrer Gesamtheit sich scharf von