
dem Basalteil peitschenförmig beweglichHnd. iD^äich wegen Mangeb' an diesbezüglichen
Beobachtungen zur Frage nach der .kinetischen Funktion der Basalkörper (Beter 24) keine
Stellung nehmen kann, so kommt mir die Eismondsche Auffassungi§§5) d® Basalkörper als
Widerlanger annehmbarer vor,.: insbesondere deswegen, weil sie von innen der dichteren
Crousta anliegen, oder ihr vielleicht stsgar implantiert sind.
In den „B a sa lk ö rp e rfS se rn ", die immer starr und bisweilen-■ sanft' gebogen den
unverhältnismäßig langgestreckten toten Raum durchziehen, sehe ich ein elastisches Gerüstwerk,
das die Zelle in ihrer langgestreckten Form erhalten solltjilnd diese Form ist äußerst
wichtig; denn nur dadurch kann der in dieser Richtung erfolgende Wimpersehlag von den
anschließenden Sinneszellen ferngehalten werden, die sonst durch ihn bgÖnträchtigt-würden
(Fig. 17 Das Material dieser' Kasern, oder besser Leistchen, erinnert so: frappant an
das der Basalkörper, daß man einenögenetischeir Zusammenhang zwischenSeiden’vermuten
möchte; vielleicht stelleijSe sekundär miteinander, ¡verschmolzene Basalkörper dar, nach Art
der häufig verkommenden Plättchen und Leistchen, denen nur der Ciiienbesatz verloren 11B
gangen ist.
Auf den ersten Blick scheint§*: (merkwürdig; daß gerade in der Höhe der Basalkörper
und der Basalkörper-Fasern auch die Muskeln Inserieren und zwar so zahlreich, daß
man an p d e m Frontalschnitt auch eine an die Krona herantretende Muskeliäilr trifft. Nun
ist uns aber die Vorliebe der Muskeln an der dichteren Crousta ffi inserieren schon mehrfach
begegnet, ferner .erscheint gerade diese Insertionsstelle für <3ihe profilandernde Tätigkeit
an der Corona sehr passend, und wir brauchen uns nicht in Spekulationen eir.zula.sSem,
ob vielleicht durch die Basalkörperfasern zweier Zellen hindurch von der Smneszelle aujf:
ein Reiz auf den Muskel übertragen werden könnte.
A u f fä l l ig i f f ld e r g ä n z lich e Mangel n a chw e isb a re r G an glien zellen , deren
Vorkommen an Wimperkränzen allgemein beschrieben wird.; noch auffälliger das Kehlen
von Ganglienzellen in unmittelbarem Anschluß an die Sinneszellen.
Schließlich will ich noch auf die interessante Tatsache hinweisen, daß bei Flustrella,
dir zweifellos nächstverwandten Larvenform, die F lim m erb ew e gun g an d e r 'to r o n a
genau en tg e g en g e s e tz te r W e ise e r fo lg t . Wie P r o u h ä beschreibt und Jlibildet
(4 Pag- 41 5j Text-Fig. 2) erfolgt der Schlag aller in der Richtung der Corona gelegenen Cilien-
reihen synchron, der auf dies®“Richtung^|nkrechten metachron, so daß von der Oralseite
gesehen, eine konzentrische Streifung zu S t a n d e kommt.
Mesoderm.
Das Muskelsystem.
Die Larve ist während der Schwebeperiode, allein auf die Tätigkeit: der quergestreiften
Muskulatur angewiesen. Die glatten fjfuskeln zeigen teils überhaupt keiniSKontraktion
(Schalenschließer), teils fällt ihre Tätigkeit in das Stadium der Metamorphose.
Die glatte Muskulatur. Der p a a r ig e S au gmu sk e l (Fig. 1, Taf. I und Transp.-
Bl. b, MSg) wurde schon (pag. u>gelfegentlich der Beschreibung,des Saugnapfs ausführlich
besprochen. BetreffsVieiner Funktion siehe Kapitel Metamorphösfe. 1
Die unpaareniiSchalensehließmuskel:' Der H au p t-Seh alen sch ließm u sk e l
durchquert die Leibeshöhle von iSchale^u Schale unterhalb dés Magens und der Hörner
des Saugnapfs bei -'erwachsenen Larven (Fig. 12, Taf. III; Fig. I, Taf. I; Adi).. Oberhalb und
vorwärts '¿wischen Magen und Schlund findetagich der Nebenpj|hließmuskeL-(Ads), der
aber bedeutend schwacher ist und deshalb bish^l unbeachtet ,blie|p An den Ansatzstellen
beider Muskel an den Schalen ist die, Larvenhaut geschwunden. Eine Bewegung der Schalen
¡¿egeneinander konnte nicht nachgewiesen werden. Fünf-(¡bis zehnmal größer ist der Querschnitt
dieses Muskids bei Hochseelarve, und öil||j|ihn hier Clarparède für ein dem
Saugnapf ähnliehÄQrgan erklärt, ig| nicht zu verwundern.
Dje quergestreifte Muskulatur, i). in se r ie ren d e Muskeln. Der Dorsalmu ske l
B i g . ij. Taf. I mit. Transpbiÿf. und wieÿjÿ von allen Beobachtern bisher
beschrieben wurd||nur die Verbindung von bimförmige» Organ undqftîheitelorgan her
» IO»!«**«™ ungefähr Ä fa sq rn inserieren nur zwei am Scheitel-
¿gan, , während die lÄ p tm ä sB u n te il Ä e m in <|#s Rückenhnie weiferverläuft, umzieh
dann zu -teilen, und -beiderseits an der rückwärtigen mit feinsten. Endfasern an der
Zelle B p r inserieftn. Wegen , d i Ä t Zweiteilung, die Verlauf bimförmigen
zum Scheitelorgan kenntlich ist^Fig 11, Taifr III MD), | | er als paariger (Muskel aufzu-
fctf entthie Insertionen .am,- 5«®ieiteiörgaii und birnformigea, "Organ wurden # io n in den betreffenden
)|Ähmtten behandelt*ÿag. 8, 14 £%# Ein Teil dpr Fasern fü tter t .vor der
HJpiona nicht auf, sondern, geht kontinui^fcfeÄ die Bahn des||jj%teralrs; p os te rio r .über,
((¿p daß diele: Fasern in ihrem ganzen Verlauf vom bimförmigen Organ ziir Ansatzstelle, des,
I.ateralr.iuskebsifan der Schale eine S p ira le darstellt S g . 21, Taf. IV; Fig. ib, Taf. I MD. sp.).
ii|a aber dSbeiden Muskel zum größten Teil jeder fü|:|ïch an der„£prona inserieren, will
ich sie auch getrennt behandeln.
Der rÿ ç kw â r t ig e und die i iä:ord,^Hbä(iöra lmf | ked (Fig- ih,. Taf. I. M.lat.p.;
M.laLä.), be ide p a a r ig , haben die gleiche Ansatzregion (ebenso)^ j iAdhasrvplattenmuskel|j
an Br-(Schale (Ans St,) und divergieren zur .ftprona. Ein injlpr Nähe der Ansatzstel^gff
führter Querschnitt (feg. 11, Taf. III; M. S aH i jÄ ä g t die beiden Gruppen noch beisammen,
ein öSnawärts . geführter -gthnitt derselben Serie (Fig. lift den posterior mit 8, den anterior
bedeutend stärker, mit 1.2 Fasern. Vor der ¡girona, die|â«f dem e tw a s l f e f en ¡Schnitt
I f i Ä " angeschnitteiÄMrsfilittern sie, fächerförmig in fei®iää Fibrillen (E. M. lat. a), von
denen, jede das Epithel durchbricht und an einer Wimperzeile B in der Höhe der Basal-
körper inseriert.
Die quergestreifte inserierende Muskulatur zeigt also durchgehends paarige Anord-
nung. Bezüglich ihrer' Funktion läßt sich ganz allgemein der Satz aufstellen, daß jede Faser
■ sich in ihrer ganzen Länge kontrahierend für die Retraktion des Körpers, unter die Schale
in Betracht kommt (im Extrem bei.^eç M etam orph ose ,doit), während dieselben Fasern
durch partielle Kontraktion anderen Funktionen, wie der Profiländerung an der Corona,
Expulsion .ddslifeirnförmigen .Organs('|§|., dienstbar sind.
•/») Die R ingm uskulatu r. Die Schlundmuskulatuui(Fig.,1, Taf. I., MR.Schl.) besteht
au^. (ea. 14 zueinander parallelen Ringen, unter diesen ^..Sphinkter, und vermag die
¿Schlundröhre in peristaltische Bewegung zu ^versetzen, resp. gänzlich gegen den Magen ab-
zuschließen.