
Ich möchte an dieseh Stelle Herrn Professa5||SB ö e t h e r für die Benutzung seinelj
Privatlaboratoriums und die in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellten wertvollen;
Apparate und Instrumente des anatomischen Instituts, sowie besonders für das r tfe Interesse
und seine wertvollen Unterstützungen, während dei Arbeit meine»; ergebensten Dank
ausdrücken.
Im Anschluß hieran erfülle ich noch eine tief empfundene Pflicht der Dankh u k- i =5
indem ich des mehrfach bewiesenen großen Interesses und des während der letzten drei
Jahre: überaus;,, wohlwollenden Entgjjenkommens gedenke, das mir in freundlicher Weise
Herr Professor Dr. Chun, Direktor <$Hg>olfg§p^ Instituts der Königlichen XMveisität
Leipzig, bewiesen hat.
Dank i. »willigen UntSytutzung | » r meiner hochverch.rren Jiehrer wurd j
meine Arbeit in allen Teilen günstig gefördert.
K a p ite l i.
T e c h n i k .
Zur Herstellung meiner Korrosionspräparate bediente ich mich verschiedener Injektionsvehikel
und zwar gebrauchte ich hauptsächlich Wachsmassen, Celloidin-, Photoxylin- und
Celluloidlösungen.
,a. Wachsinjektion.
Als eine der ältesten Methoden kann die Benutzung heißer Wachsmasse zur Anfertigung
von Korrosionen gelten. Von den verschiedenartigen Zusammensetzungen derselben
wählte ich . folgende Mischung:.
3 Teile feinstes weißes Wachs,
' 2 Teile pulv. Colophonium,
i Teil venet. Terpentin.
Nach Belieben kann ein säurebeständiger Farbstoff (Berliner Blau [Grübler] oder Zinnober)
zugefügt werden.
Nachdem diese Substanzen über mäßigem Feuer gut verrührt worden sind, wird eine
vorher angewärmte Metallspritze damit- gefüllt. Man schiebt dieselbe alsdann in eine in die
Trachea eines ^ lebenswarmen Vogels eingebundene Kanüle und. injiziert bei gleichmäßig
schwachem Druck die etwa 500 heiße Wachsflüssigkeit. Sobald der Körper prall gefüllt erscheint,
ist die Injektion genügend. Das Tier selbst wird zur raschen Abkühlung in kaltes
Wasser gebracht und nach einigen Stunden zur Maceration in reine Salzsäure überführt.
Nach wenigen Tagen ist die völlige Zerstörung des organischen Gewebes erfolgt (bei kalter
Temperatur bedeutend langsamer), und das Präparat. wird zur endgültigen Säuberung für
längere Zeit (Stunden) in fließendes Wasser gelegt.
Dieser etwas umständlichen Methode haften mancherlei Schwierigkeiten an, einmal bezüglich
einer glücklich zu treffenden Mischung, dann des allseitig bedingten Wärmegrades
(50°) und schließlich nicht zum wenigsten des Umstandes wegen, daß nur lebenswarme Tiere
hierbei in Betracht kommen können. Indes nicht immer, ja seltener, bestand mein Material
aus lebenden Objekten, und so war ich gezwungen, zur Verwertung der verendeten Vögel
andere Substanzen in Anwendung zu bringen. Unter diesen haben sich vornehmlich Photoxylin
und Celloidinlösungen für meinen Zweck als am geeignetsten erwiesen.
b. Photoxylin- bezw. Celloidinlösungen zur Injektion.
Man stellt sich eine dicke Lösung von Photoxylin- bezüglich Celloidin her (in gleichen
Teilen Alcöhol absolutus und Äther sulfuricus), nachdem die käufliche, wasserhaltige Schieß