
Arten — muß es sogar dem Laien einleuchten, daß wir ^ hier mit ¡¡¡iner“ Art z« tun
haben, die nur auf den beiden nahe ge]§|enen Inseln geringfügig; variiert. . Die alte Annahme,
„jede Insel, ja sogar jqdejgTal und Tälchen-|>eherbergi^ine „spezifische Art“, wird
durch diese Tatsache hinfällig. Als Grundform nehmeSh daher Part, splendida, Newjomb,
an, welche zuerst vonllewcomb 1853 beschrieben worden ist. Dieselbe findet sich auf Maui
sowohl links- als auch rechtsgewunden, hat immfj; die glänzend« -Epidermis,; schwach (¡1
flammte Embryonalwindungen und H d zahlreiche, bälejj weniger zahlreichÄehmale u n i
breitere Binden. Part. Gouldi, Newel, verglrfh'e die folgende DiagnoÄi ist S h e , s jä is -
gewundene splendida mit unterbrochenen Binden, Taf. liMFig. 14 und 15 gibt als Spiegelbild
eine typische Part. Gouldi, Newcomb.
Part, eompta, Peaäe^.endlich von Molokai ist der splendida von Maui analog. Eine
eigentümliche Erscheinung fällt dabei auf, unter dem reichlichen;Materiale findet sich night
ein rechtsgewundenepExemplar von eompta.
Die Verwandtschaftsreihe der Molokai- und Maui-Arten ließe' sich vielleicht noch
weiter ausdehneSg jedoch fehlt mir dazu 'zur Z«t genügendes reichliches Vergleichsmäterial.
Eine Andeutung möge hier noch l’larz finde«';' Nach Nevills Handlist of Mollusca in the
Indian Museum Calcutta, 1878, Part B, pag. 155, Nro. 57, hat Newitomb dem MuMm in
Calcutta 4 Exemplare von Part. tappanianaWjjßß. AdaSs,;;'-mit der Fundortsangabe „Molokai“
gesandt. Man vergleiche F r g | S auf Taf. III. Herr Geheimrat von MarjS§ns” der
bedeutendste Konchyliologe der Jetztzeit, schreibt mir über die Exemplare von K 1»TOl
Taf. III, Fig. 20: „Sehr ähnlich der Tappaniana, U. B. Adams, die aber y%n der Insel
Maui ist; könnte' doch wohl dieselbe tsein.“
Der;besseren Übersicht wegen lasse ich die. Diagnosen von den Maui Arten: Part,
splendida, Newcomb, Part. Gouldi, Newcomb, und Part. Tappanianagf. B, Adams, folgen.
Übersicht' der ,-,®plendida-Gruppe^M
Insel Molokai, I insel Maui.
Part, eompta, Pease. Part, splendida, Newc. I Part. Ginddi, Newc.
Ex. nur linksgewunden; Bänderung Ex. links und reditsgewunden ; Ex. rechtsgewunden; Bänderung
einfach und unterbrochen. Bänderung einfach. unterbrochen.
Taf. III, Fig. 14-16, 18-20. Taf. III, Fig. 17. [ Taf. III. Fig. 14 u. 15, Spiegelbild.
? Part. Tappaniana, C. B. Adams. ?
Ex. linksgewunden; nur ein braunes Band auf der Peripherie;
ähnlich der Fig. 20 auf. Taf. III.
Partulina splendida, Newcomb, 1853.
(Taf. III, Fig. 17.)
Achatinella splendida, Newc., Ann. Nat. Hist. Lyceum, Newyork, Vol. VI, Mai 1853, pag. 20, No. 4.
» » » Proc. Zool. Soc. London, Part. XXI, Dez. 1853, pag. 131, No.’ 5t-
Plate XXII, Fig. 4.
Partulina „ Pfr., Mal. Blätter, Bd. I, 1854, pag. 115, No. 3.
» v v Mal. Blätter, Bd. II, 1856, pag. 162.
Achatinella splendida, Newc., Synopsis, Ann. Nat. Hist. Lyceum, Newyork, Vol. VI, 1858,
pag. 324, No. 96.
Partulina „ H. u. A. Adams, The Genera of recent Moll., Vol. II, London 1858, pag. 137.
„ „ Pfr., Mon. Hel. viv., Vol. IV, 1859, pag. 516, No. 3.
„ » v. Martens, Albers, Heliceen, II. Aufl. 1860, pag. 243.
Achatinella „ Reeve, Elements of Conchology, Vol. I, London, 1860, pag. 214, No. 164.
Partulina „ Pfr., Mon. Hel. viv., Vol. VI, 1868, pag. 162, No. 3.
„ „ Pease, Proc. Zool. Soc. London, Part 42, 1869, pag. 647.
„ „ Pfr., Mon. Hel. viv., Vol. VIII, 1877, pag. 215, No. 3.
Achatinella „ Nevill, Hand List Mollusca, Indian Museum, Calcutta, Part I, 1878,
pag. 155, No. 52.
Partulina „ Clessin. Nom. Hel. viv., 1881, pag. 305, No. 3.
„ „ Hartman, Catalog, Proc. Ac. Nat. Sc. Philadelphia, r 888, pag. 27.
a „ Paetel, Katalog, 4. Aufl. 1889, II. Abt., pag. 275.
a „ Baldwin, Catalog, 1893, pag. 7.
a „ Sykes, Fauna Moll. Hawaiiensis, 1900, pag. 318, No. 66.
Newcomb, Annals 1. e.: Achatinella splendida. — „Testa sinistrorsa, ovato-acumi-
nata, solida, striis exilibus decussata, alba, lineis multis vittisque transversalibus castaneis
ornata; linearum et vittarum margine superiore integro, inferiori irregulariter serrato; sutura
modice impressa, marginata; anfractibus sex, duobus superioribus albido et castaneo
tesselatis, ultimo sub-inflato; apertura ovata; columella brevi, lata et contorta; labio expanso.“
„Length 1 inch. Breadth 0.55 inch.“
„Variety a. — Bright chestnut, banded with white.“
„Habitat. — W a ia lu ku , Maui.“
Bei der Beschreibung der Ach. splendida in den Proc. zool. Soc. 1853, 1. c., fügt
Newcomb der Diagnose noch hinzu: „A. teste sinistorsa vel dextrorsa.“
Außerdem führt Newc. außer der Var. a. in den Annals Lyc. 1. c. noch eine zweite
Varietät an:
„Var. ß. White, with numerous black transvere bands.“
Die Abbildung in den Proc. zool. Soc. PL XXII, Fig. 4 soll eine linksgewundene
„ splendida“ darstellen. Die Zeichnung ist sehr mäßig, man könnte viel eher Fig. 4 für
eine intensiv gezeichnete „ tesselata“ ansehen.
Vorkommen: Lah ain a und W a ilu ku auf der Insel Maui.
Ach. splendida lebt auf den „Tutui trees“ . Aleurites Moluccana, Willd., Familie
Euphorbiaceae, Juss. Bei den Kanaken wird die Euphorbiacee bald „Tutui“, bald „Kukui“
genannt.
Gehäuse bald links- bald rechtsgewunden, festschalig, eiförmig zugespitzt, durch feine
Linien gegittert; Grundfarbe glänzend weiß, geschmückt mit vielen transversalen kastanienbraunen
Linien und Binden, welche auf den oberen Windungen an ihren Rändern unversehrt
sind, dagegen erscheinen Linien und Binden auf den unteren Windungen gesägt. Naht
mäßig eingedrückt, gerandet; Umgänge sechs, die beiden oberen weiß und kastanienbraun
tesseliert, der letzte ziemlich aufgetrieben; Mündung eiförmig; Columella kurz, breit und gedreht;
Mundsaum erweitert.
Länge 25, Durchm. 13 mm.
Die von Newcomb angegebenen Varietäten beruhen auf Bänderungsverschiedenheiten.