
lieh weit über die Gehörblasen nach hinten vor. Die Parietalia stimmen im allgemeinen in
der Form mit Tylototriton überein, eine leichte Sculptur ist auf ihnen manchmal vorhanden.
Die Regio otica weist keine Paroccipitalecken auf, sie ist wohl gerundet; die seitlichen
Außenränder der Gehörblasen verlaufen fast parallel, die Gehörblasen erscheinen gestreckter.
Die Quadrata erscheinen nach außen und sanft nach vorn gerichtet.
In der Ventralansicht (Abb. 24 B) stimmen die Schädel mit Tylototriton überein, aber
besonders der große Schädel ist auffällig. Bei ihm finden wir den Vorderrand der Inter-
maxillaria und Maxillaria mit vielen hintereinanderliegenden Zahnreihen besetzt. Unter
fast 1000 Urodelenschädeln, die ich im Laufe der letzten Jah re untersuchte, ist dies der
einzige Fall einer derartigen Ausbildung. Auch die nicht sehr langen Zahnreihen der
Vomeres weisen viele nebeneinanderliegende Zähne auf. Im übrigen verweise ich auf
B o l k a y s Darlegungen.
Anfügen möchte ich jedoch noch einige Bemerkungen über das seitliche Schädelbild.
In dieser Ansicht (Abb. 24 C) zeigt sich zunächst, daß der Schädel von Pleurodeles waltli
flacher als der von Tylototriton verrucosus ist. Der Arcus frontotemporalis ist schmal und
fast ohne Wölbung nach hinten gerichtet. Das Hirnschädelprofil zeigt bei dem Berliner
Tylototriton verrucosus einen sanft geschwungenen Verlauf; bei dem Pleurodeles waltli
steigt das Profil gerade an und fällt dann steil ab. Auch bei Pleurodeles waltli ist das
Hirnschädelrohr über dem Schläfenbogen sichtbar.
Noch deutlicher werden diese Verschiedenheiten in der Hinteransicht der Schädel
(Abb. 24 D). Wir stellten fest, daß das Hirnschädelrohr bei Tylototriton verrucosus stets
als eine runde Aufwölbung über der Regio otica bemerkbar war; die Regio otica selbst war
dorsal ziemlich geradlinig begrenzt oder stieg an den Seiten etwas an. Bei Pleurodeles
waltli ist von hinten gesehen in der Mediane des Schädels die höchste Stelle des Hirnschädels,
von der aus das Profil ziemlich geradlinig nach außen abfällt. Das Profil der
Regio otica verläuft sanft geschwungen. Ich habe bereits mehrfach auf die Unterschiede
im Verlauf der Außenränder der Gehörkapseln verwiesen; diese treten auch in der Hinteransicht
der Schädel hervor, besonders in der Stellung der Fenestrae ovales werden sie
deutlich.
Pleurodeles poireti stimmt im allgemeinen mit dem Schädel von P. waltli überein,
was auch B o l k a y betont. Auch bei dieser Art ist die fast eckige Ausbildung des Schläfenbogens
bemerkenswert. In der Regio otica ist die noch gestrecktere Form der Gehörblasen
auffällig; die Außenränder stehen fast parallel zueinander. Paroccipitalecken fehlen auch
dieser Art vollkommen. B o l k a y bringt die gestrecktere Form der Regio otica mit biologischen
Besonderheiten in Verbindung, was mir nicht gerechtfertigt scheint. Ich werde auf
die systematische Bedeutung dieser unterschiedlichen Ausbildung der Gehörblasen noch
zu sprechen kommen.
c) Vergleich des Schädelbaues dieser Arten mit Tylototriton weigelti.
Fassen wir die E r g e b n i s s e zusammen: Der Schädel der Tylototritonen besitzt
paarige Inter maxillaria. Die Oberkiefer weisen lange Fortsätze auf, die sich bis zu den
Quadrata erstrecken können. Ein derber Arcus frontotemporalis zieht wohlgerundet nach
hinten; ein hinterer Fortsatz des Frontale und ein oberer Fortsatz des Tympanicums bilden
ihn. Diesem Schläfenbogen sitzt ein derber Knochenwulst auf, der sich über das Prae-
Abb. 24. Pleurodeles waltli. Schädel. A \ l u nten, C seitlich, D >