
Quadratum bei dem Berliner Schädel, während bei dem von B o l k a y beschriebenen Schädel
A zwischen beiden Knochen ein beträchtlicher Zwischenraum festgestellt werden kann.
K i e s e hat die Berührung der beiden Knochen als typisch für Tylototriton verrucosus erachtet,
jedoch auch N o b l e hat darauf hingewiesen, daß dieses Merkmal einer nicht unbeträchtlichen
Variabilität unterliegt. Ungefähr in der Mitte des Schädels nähern sich die
Pterygoidea den Processus posteriores maxillae, welche bis zu dieser Stelle ziemlich breit
und gleichmäßig nach hinten verlaufen. An der Annäherungsstelle befindet sich an den
Oberkiefern ein kleiner Vorsprung, welcher sich den Flügelbeinen nähert. Danach spitzen
sich die beiden hinteren Oberkieferfortsätze ziemlich scharf nach hinten. Der ganze rostrale
Schädelrand steigt recht steil an und so ist auch von den äußeren Nasenöffnungen von oben
nur wenig zu sehen. Zwischen die Nasenlöcher schieben sich median die paarigen In termaxillar
ia ein. Ihre Processus ascendentes werden auf der Schädeloberseite von den Nasalia
überdeckt, die sich vor einem länglichen, ziemlich großen Cavum internasale berühren. Die
Nasalia sind unregelmäßige Knochen; an sie schließen sich hinten lateral die Praefrontalia
an. Median erkennen wir die F rontalia. Die Fläche dieser Knochen, welche das Hirnschädelrohr
umschließt, ist ungefähr doppelt so lang wie breit. Der Knochen erhält jedoch sein
besonders charakteristisches Gepräge durch eine ihm seitlich ansitzende Verbreiterung, der
ein mächtiger Knochenkamm an der seitlichen Kante auf sitzt. Nach hinten weisen die Frontalia
breite Processus postfrontales auf, die mit den vorderen Fortsätzen des Tympanicum
in Verbindung stehen. So wird ein breiter Arcus frontotemporalis gebildet, welcher gleichmäßig
gebogen nach hinten verläuft. Die Tympanica entsenden nach unten einen spitzen
Fortsatz, der sich den Quadrata auf lagert. Auf der Regio otica sehen wir eine breite obere
Platte des Tympanicum, die den Arcus frontotemporalis nach hinten fortsetzt und über die
Gehörblasen vorspringt. Der ganze Schläfenbogen ist mit einem dicken Knochenwulst versehen,
der sich nach vorn über Praefrontalia und Nasalia erstreckt. So wird eine lyraförmige
Knochenfigur gebildet, welche dem Tylototriton verrwcosws-Schädel so ein eigenartiges
Gepräge verleiht. In der Gestalt und Ausprägung dieses Knochenwulstes unterscheiden
sich die beiden mir vorliegenden Schädel. Bei dem Schädel A ist dieser Wulst an den äußeren
Rändern des Nasale und Praefrontale zu erkennen, fast die ganze Breite des Arcus
frontotemporalis ist mit jenen Gebilden besetzt, am caudalen Ende rag t ein hoher und breiter
Knochenwulst hinten über die Gehörblasen. Die Abbildungen R i e s e s und N o b l e s weisen
die gleiche Ausbildung der Knochenwülste auf. Im Gegensatz dazu ist beim Schädel B jener
Knochenwulst gering entwickelt, obgleich der Schädel größer als der Schädel A ist. Auf
Nasale und Praefrontale erstreckt sich dieser Wulst nicht bis zum äußeren rostralen Rand,
sondern es ist vor ihm noch eine glatte Knochenfläche vorhanden. Auch auf dem Schläfenbogen
ist auf der zum Schädel gelegenen Seite der Knochen glatt und ohne Wulst. Nur an
der Außenkante ist dieser schwach entwickelt. Das caudale Ende der oberen Fläche des
Tympanicum ist nur im geringen Grade mit einem Knochenwulst versehen. An die Frontalia
schließen sich nach hinten zu die Parietalia an, welche bei den beiden Schädeln ebenfalls
durch nicht unbeträchtliche Formbesonderheiten unterschieden sind. Das caudale Ende
dieser Knochen ist schwach gerundet. In der Schädelmitte weisen die Parietalia des Schädels
A einen dicken, breitschrundigen Knochenkamm auf; danach sind die Parietalia ziemlich
eben und nur sehr wenig nach unten eingewölbt. Zwischen Tympanica und Parietalia
ist ein breiter Zwischenraum vorhanden, in welchem die beiden Gehörkapseln sichtbar sind.
Beim Schädel B weisen die Parietalia die gleichen Umrisse auf, aber von einem Knochenwulst
in der Schädelmitte ist kaum etwas zu erkennen. Vereinzelte Vertiefungen erinnern
Abb. 22 D.
Abb. 2 2 - Tylototriton verrucosus, Yunnan, S c h n e id e r . Schädel.
Abb. 2 3 . Tylototriton andersoni, Okinawa. Röntgenaufnahme.
1 von unten, C seitlich, D von hinten.
ct.
Abb. 22 A.