
C. Tylototr/ton weigelti nov. spec.
Neben den Resten des Palaeoproteus klatti wurde auf dem Leichenfeld West 1930 ein
Rest geborgen, der ebenfalls zu den urodelen Amphibien gestellt werden muß. Einigermaßen
gut erhalten ist der hintere Schädelteil in der Ansicht von oben, ein Stück der
Wirbelsäule und Rippen. Außerdem sind noch einige Eindrücke vorhanden, die uns eine
Vorstellung von den hier vorhanden gewesenen Resten geben. Im Ganzen läßt die E r haltung
zu wünschen übrig.
Zunächst die Maße:
Gesamtlänge des Restes: 22,5 mm ]
Kondylobasallänge: 7,1 mm i (Werte annähernd!)
Quadratbreite: 8,4 mm J
Im Jah re 1933 wurden von dieser Schwanzlurchart auf der Grube Leonhardt 2 weitere
Reste gefunden, deren Erhaltungszustand außerordentlich ungünstig ist. Es handelt sich
um die Reste von zwei Tieren, die nebeneinander lagen. Auf undeutbare Schädelbruchstücke
folgen Reste von Wirbeln; und bei einem Stück ist Schulterblatt und Oberarm,
bei dem anderen ein Teil des Beckens erhalten. Die Zugehörigkeit zu der gleichen Art,
welcher der Rest vom Leichenfeld West angehört, ergibt sich aus der Morphologie der
Wirbel1).
a) Beschreibung des Restes.
1. Der Schädel.
Es sei zunächst eine Beschreibung des Schädelrestes vom Stück 1, dem Typ, gegeben
(Abb. 19). Die überlieferten Reste geben im Verein mit den Eindrücken ein ziemlich vollständiges
Bild des Schädelumrisses. Es zeigt sich, daß der Schädel vorn breit gerundet ist
und hinten wird durch die weit abstehenden Quadrata eine beträchtliche Schädelbreite erzielt.
Wenngleich durch die Verdrückung eine Erhöhung des W ertes für die Quadratbreite
mit bedingt sein kann, so ist doch sicher, daß der Schädel mi n d e s t e n s ebenso breit
wie lang war. Soweit aus dem Abdruck geschlossen werden kann, muß der Schädel rostral
sehr steil angestiegen sein. Vorn ist vom Schädel nur eine braune Masse zu sehen, die nicht
einwandfrei gedeutet werden kann. An diese schließt sich auf der linken Seite ein Maxillar-
rest an. Es ist zu erkennen, daß das Os maxillare nicht sehr hoch war, aber mit außerordentlich
langen Processus posteriores ausgestattet. Die hinteren Oberkieferfortsätze reichen
fast bis zum Quadratum und haben eine recht rauhe Oberfläche. An der dorsalen Naht
9 Anmerkung bei der Korrektur: Im August 1934 wurde au f Grube Leonhardt ein weiteres Tier gefunden, dessen
Erhaltung recht gut ist. Es bestätigt die hier gegebene Darlegung.