
stützt haben und ohne deren H ülf® ich ausser Stande gewesen wäre meine Arbeit zu vollenden
spreche ich meinen verbindlichsten und herzlichsten Dank aus! Diese Herren si .
D r L K o c h t A rnberg. Prof. Dr. F . Karsch in Berlin. Prof. Dr. Dahl-Berlin. Engen Sunon-
Paris und ganz besonders'Prof. W . Kulczynski in Krakau, dessen grösser Lie^nswurdigk
ich die Bestimmung -so. vieler mir zweifelhafter oder unbekannter Tiere und s o n H D B
^ - d a n k ® Eb e n so * rz lich danke H auch den — —
ändern Sammlungen, die mich mit Material unterstützten, den Herren: Prof Dr. Mobius Geheim ¡BW— MBB in Frankfurt, und Prof. Dr. Voigt in Bonn, dem Sekretmr des Naturhist.
Vereines der Rheinlande und Westfalens, durch dessen gütige Vermittlung mir die reiche, g n
. prof Bertkau hinterlassene Sammlung zur Revision und zum Vergleichen anvertrant wurd
^ nun. meine Arbeit, als ein Beitrag zur Kenntnis unserer vaterländischen .Fauna,
wohlwollende Aufnahme finden!
E i n l e i t u n g .
Ein Jeder, der sich dem Studium der Spinnen gewidmet hat, wird stets sofort erkannt
haben, auf welch ausserordentliche Schwierigkeiten man beim Bestimmen dieser Tiere stösst,
da man weder in der Grösse, noch in Färbung und Zeichnung, noch in den Aufenthaltsorten
sichere Unterscheidungsmerkmale hat. Man trifft Tiere, deren eigentlicher Aufenthalt Hecken
und Gebüsche sind, auch in Häusern und zwischen Gemäuer und umgekehrt, denn die Tiere
bleiben da, wo sie der Zufall hinführt, sobald sie dort nur Nahrung und Schutz finden.
Die Grösse und Färbung bei Individuen derselben A rt sind ausserordentlich veränderlich,
bei ersterer hat die mehr oder weniger reichliche Nahrung, bei letzterer der Aufenthaltsort,
ob solcher an hellen oder dunklen Stellen gewonnen wurde, hervorragenden Einfluss.
Versuche^, die ich in diesen Beziehungen angestellt, haben bewiesen, dass Tiere derselben Art
bei reichlicher Nahrung fast die doppelte Grösse erreichten, als bei notdürftiger Ernährung,
und solche, denen ein heller, sonniger Aufenthalt gegeben wurde, eine lebhafte und intensive
Färbung und Zeichnung aufwiesen, während die an dunklen Orten gehaltenen, die ihnen eigentümliche
Färbung und Zeichnung fast ganz verloren, oder so veränderten, dass z. B. statt
eines schönen Kirschrot, eine gelbgraue Färbung entstand.
Die, Tiere, zu diesen Versuchen verwandt, gehörten der Gattung Tegenciria, A rt domes-
tica CI. an, sie entstammten einem Eiercocon und wurden, etwa 10 Tage alt, an verschiedenen
Orten untergebracht, und mehr oder weniger reichlich ernährt. Bei allen trat die Geschlechtsreife
fast zur gleichen Zeit ein, während Grösse und Färbung, wie oben erwähnt, ganz ausserordentlich
verschieden w;aren.
Ganz ähnliche Ergebnisse erzielte ich mit Theridium-Arten. Noch ein anderer Umstand in
Bezug auf Zeichnung und Färbung erschwert oft die Bestimmung und zwar der, dass Tiere,
die gleich nach einer Häutung gefangen werden, oft ganz blassgelb oder weisslich gefärbt
sind, ohne merkliche Zeichnung, während doch die eigentliche Färbung ein dunkles Braun mit
schwarzer Zeichnung ist.
In den meisten Fällen lassen sich nur geschlechtsreife Tiere sicher bestimmen, denn
neben den Augen und ihrer Stellung sind in erster Linie die Geschlechtsorgane die sichersten
Unterscheidungsmerkmale bei den Spinnen. Da aber auch diese letzteren zu Zeiten Veränderungen
erleiden, wie die der ^ während der Begattung, durch Ausdehnung gewisser Teile,
die der 9 nach Ablegen der E ie r , durch Einschrumpfen des ganzen Hinterleibes, so habe
ich die Taster der im Ruhezustände, die der $ vor der E ie rab lag e (so weit dieses
Zoologica. Heft 34. |