
X I. Gattung: Synaema Simon.
Synaema globosa Fabr. Diaea Thor.
Taf. X X X IV , Fig. 541. À 9 von oben 3/i, B Epigyne, C rechter çj1 Taster von oben, D von unten.
Ganze Länge Ç bis 6, ç f bis 4 ,mm.
9 Vorderleib oben : dunkelbraun mit schwarzer Kopfeinfassung und ebensolchen Muskellinien;
. die Àugenhügel sind hellbraun A. Das Brustschild ist schwarzbraun, die Mandibeln
sind dunkelbraun wie der Rücken, Maxillen und Lippe braun, die Taster braun; am I. Fuss-
paare sind alle Glieder braun, jedoch die obere Hälfte der Schienen und beider Tarsen schwarzbraun,
am II. Paare sind auch die Schenkel schwarzbraun, das Übrige wie beim I.; die 2 letzten
Paare sind hellbraun, bis auf den oberen Teil der Schenkel und Schienen, der dunkelbraun ist.
Hinterleibsrücken ist weissgelb mit grösser schwarzer oder schwarzbrauner Zeichnung A,
der Bauch an den Seiten blass- oder graubraun, braun schräg gestreift, das Mittelfeld schwarzbraun
mit 2 hellbraunen Längsstreifen, einem grossen weissen Fleck unter der Spalte und
2 kleinen ebensolchen zu Seiten der Spinnwarzen, die Epigyne und Stigmendeckel sind braun
mit schwarzer Umgebung B, die Spinnwarzen aussen dunkelbraun, innen braun.
ist gefärbt und gezeichnet wie das 9> nur noch dunkler! Den Hinterleibsrücken
bedeckt die schwarze Zeichnung fast ganz, nur der Rand desselben und die Einschnitte in
der Zeichnung sind leuchtend weissgelb, der Bauch ist wie beim 9, nur die.Färbung dunkler.
Das IV. Tasterglied hat 2 Fortsätze, aussen einen langen und scharfen C D und^unten
einen kürzeren y.
Fundorte: Fickert und Schlotky fanden dièse Tiere in Schlesien, Koch bei Nürnberg
(selten), Dahl in Norddeutschland, Bertkau in der Rheinprovinz, ich selbst bei Godesberg 3.. R h ..
und Pforzheim; sie leben am \Valdrande auf Gebüsch und namentlich an sonnig gelegenen
Feldhecken und sind vom Mai ab geschlechtsreif.
X II. Gattung: Heriaeus Simon.
Heriaeus hirsutus Walck.
Taf. X X X IV , Fig. 542. A 9 von oben 8/1, B Epigyne, C linker ^ Taster von aussen, D von oben.
Ganze Länge 9 6, <3* SVa mm.
i 9 Vorderleib oben: Über Kopf- und Rückenmitte zieht sieh ein breiter schneeweisser
Streifen, neben diesem ist der Rücken braun, nach den Seiten zu ins Gelbliche übergehend;
die Augenhügel sind bläulichweiss und der ganze Rücken und Kopf sind mit langen und
starken, einzelstehenden und aus kleinen braunen und weissen Knoten hervorgehenden Haaren
besetzt. Das Brustschild ist blassgelb, die Mandibeln sind hellbraun, Mäxilen und Lippe
blassgelb mit starken, kurzen Borsten besetzt, Taster und die Füsse blässgelb.
Hinterleibsrücken ist blassweissgrau mit bläulichem Schimmer und mit sehr langen blassen
Haaren dicht besetzt,, der Bauch an den Seiten wie der Rücken, das Mittelfeld bläulichweiss,
die Epigyne grau mit kleiner, dunkelbrauner Öffnung uncj die Spinnwarzen sind blässgelb-.
( j 1 ist gefärbt und behaart wie das 9- Das IV . Tasterglied hat 2 eigentümlich geformte
Fortsätze, einen hakenförmig gebogenen unteren C X , und einen langen, breiten, unten gehöhlten,
aussen C D y y, der am oberen Ende eine lange, lanzettförmige Spitze z z hat.
Fundorte: Bertkau fand diese, eigentlich südeuropäische Art am Rhein, auf dem Rochusberge
und dem Scharlachkopf.
X III. Gattung: Runcin/a Simon.
Runcinia lateralis C. L. K.
Taf. X X X IV , Fig. 543. A 9 von oben 8/!, B Epigyne, C rechter (-J'Taster von aussen, D von unten.
Ganze Länge 9 bis 7, ^ 4 mm.
9 Vorderleib oben: Die Seiten sind braun, nach -der Mitte zu dunkler werdend, d er
T e il um d ie h in te re n A u g e n , so w ie ein S t re ife n über den R ü c k e n sin d w e iss ,
die Kopfplatte neben dem weissen Streifen ist hellbraun, und das Gesicht um die vordere
Augenreihe braun A. Das Brustschild ist hellgelb, die Mandibeln und Maxillen gelblichbraun,
die Lippe braun, Taster und Füsse bräunlichgelb; unter den Schienen von I und II stehen
je 6 bis 7 Paare starker, schwarzer Stacheln.
Hinterleibsrücken ist gelblichweiss mit bräunlichen Bogenlinien A, der Bauch weissgrau,
die Seiten bräunlich quergestreift; über die Mitte von der Spalte zu den Spinnwarzen ziehen
sich 2 Reihen eingedrückter, brauner Punkte, die Epigyne ist rötlichgelb in weissgelbem Felde
und die starken Spinnwarzen sind blassbraun.
<$ ist in fast allen ^Teilen gefärbt und gezeichnet wie das 9- An den Füssen, die im
allgemeinen ebenfalls bräunlichgelb sind, sind bei I und II die Schenkel und Kniee am Ende,
die Schienen in der oberen Hälfte und die Vortarsen fast ganz braun; die 2 letzten Fuss-
'paare wie beim 9- Auffallend ist, dass d ie S ta c h e ln an den Schienen I und II g än z lich
feh le n und diese nur mit langen Borsten besetzt sind. Am Taster befindet sich am IV. Gliede
aussen ein grader, in eine lanzettförmige Spitze endender Fortsatz.
Fundorte: In der Bertkau’schen Sammlung befanden sich einige Tiere dieser A rt in
einem Glase, dessen Inhalt bei Bonn gefunden .sein sollte. Ich bin jedoch der Überzeugung,
dass die fraglichen Tiere nicht bei Bonn gefunden und also auch nicht zur deutschen Fauna
zu rechnen sind, vielmehr von San Remo stammen und irrtümlich unter die Bonner Spinnen
geraten sind.
X IV . Gattung: P/stius Simon.
Pistius truneatus Pall. = Misumena truneata Pall., Bertk.
Taf. X X X IV , Fig. 544. A 9 von oben */ly B Epigyne, C $ von oben */ly D rechter (j71 Taster
von unten, E $ „von oben 8/t.
Ganze Länge 9- bis 9y £^Vbis 5 mm.
9 Vorderleib oben: Der schmale Rand ist weissgelb; die Seiten sind dunkelbraun, gelbbraun
gesprenkelt, die Kopfplatte und Rückenmitte gelblich, braun gesprenkelt. Das Brüst-
schild ist heller oder dunkler braun, die Mandibeln, Maxillen und Lippe sind hellbraun und alle,
Zoologica. Heft 35. 47