
die Spitzen blassgelb; die oberen sind um V3 länger als die unteren, und diese kaum um
Vs länger als die mittleren.
Fundort: Von diesen eigentümlichen Tieren fand ich 1 9r bei Pforzheim im Walde
unter Moos, April 1896. Herr Dr. L . Koch, dem ich das Tier zur Ansicht sandte, erklärte
es für eine neue Art.
Hahnia montana Bl.
Taf. X X I, Fig. 340. A Q von oben 6/i, B Epigyne mit Umgebung, C re ch te r^ Taster von aussen,
D das IV . Glied desselben von oben.
Ganze Länge p 2, jp 11| mm.
9 Vorderleib oben: trübhellbraun; das Brustschild ist hellbraun, dunkelbraun breit
umsäumt, Mandibeln und Maxillen sind trübhellbraun, Lippe dunkelbraun, Taster und Füsse.
hellgraubraun.
Hinterleibsrücken ist heller oder dunkler graubraun mit einigen schwach artgedeuteten
Querbinden A , der Bauch graubraun; die Epigyne besteht aus 2 eiförmigen braunen Samentaschen
in grauem Felde und ihre Umgebung ist von einem breiten dunkelbraunen Streifen,
der bis an das Stielchen reicht, umsäumt B. Die Spinnwarzen sind im unteren Teile blassbräunlich,
im oberen weiss.
c f ist gefärbt und gezeichnet, wie das 9 . Am Ende des III. Tastergliedes befindet
sich aussen ein nach unten und mit der Spitze wieder nach oben gerichteter Auswuchs C D X X ,.
der, seiner Lage und Stellung nach, für die A rt charakteristisch ist; der Fortsatz am Ende
des IV . Gliedes ist ähnlich denen der ändern Arten.
Fundort: Dr. Zimmermann fand ein 9 dieser A rt in der Lausitz, welches Dr. L . Koch
bestimmte; ein c f wurde mir von Herrn Professor Kulczynski freundlichst geliehen.
X . Gattung: Tuberta Simon.
Tuberta mirabilis Thor. Cryphoeca Thor., Bertk.
Taf. X X I, Fig. 341. A 9 von oben 6/i, B Epigyne, C rechter c f Taster von aussen, D von oben.
Ganze Länge 9 und c f 2 mm.
9 .Vorderleib oben: braun mit breitem dunkelbraunen Saume und ebensolchen feinen
Muskellinien. Das herzförmige Brustschild ist blassbraun, dunkelbraun fein umsäumt und mit
mehr oder weniger deutlichen dunklen Streifen, von den Füssen gegen die Mitte zu gezeichnet.
Die Mandibeln, Maxillen und Lippe sind blassbraun oder gelblich, an den Tastern sind die 2
und an den Füssen die 3 ersten Glieder gelb, alle ändern bräunlich; unter den Schienen
der 2 ersten Fusspaare stehen je 2, unter den Vortarsen je 3 .Paar langer Stacheln.
Hinterleibsrücken ist schwärzlich, gelblich gerieselt und mit ebenfalls gelblicher Zeichnung
A in der Mitte, der Bauch an den Seiten, wie der Rücken, in der Mitte blassbräunlich
oder blassgrau; die verhältnismässig grosse, aber sehr zart konstruierte Epigyne B , blassrötlich
und die Spinnwarzen sind fast weiss; das untere Paar ist bedeutend stärker, und
länger als das obere und dieses wieder länger und stärker als das mittlere.
. c f ist gefärbt und gezeichnet, wie das 9- -^as IV. Tasterglied hat aussen einen
dunklen abstehenden Anhang und der grosse Kolbendeckel läuft lang fingerförmig aus y.
Die ausserordentlich grossen Genitalien sind so wunderbar gestaltet, dass das Tier
seinen Namen mit vollem Rechte verdient und ganz besonders auffallend ist der an der
Unterseite entspringende und am Anfänge sehr starke, ausserordentlich lange Eindringer z.
Fundort: Bertkau fand diese merkwürdigen Tiere in beiden Geschlechtern ziemlich
häufig im Bonner Hofgarten an Bäumen.
X I. Gattung: Argyroneta Latreille.
Argyroneta aquatiea CI.
Taf. X X II, Fig. 342. A 9 von oben 2/i, B Epigyne, C rechter c f Taster von aussen, D dessen
IV. Glied von oben, E cf von oben Hi-
Ganze Länge 9 und ^-f 9— 12 mm.
9 Vorderleib oben: braun, dunkelbraun sehr fein umsäumt und mit dunklen Kopfund
Muskellinien A. Das Brustschild, die Maxillen und Lippe sind braun, die Mandibeln
rotbraun,' die 3 ersten Tasterglieder gelb, die 2 letzten bräunlich, die Füsse hellbraun bis
dunkelgraubraun und die Schenkel, Kniee und Schienen oben, die Hüften unten, hell längsgestreift.
Der ganze Hinterleib ist braungrau, die Epigyne weiss mit jederseits. einem schwarzen
Flecken, die Spinnwarzen sind hellbraun.
c f ist gefärbt, wie das 9 . Am Taster fällt das am Ende verbreiterte und schräg
abgeschnittene IV. Glied C und D, sowie an den Genitalien ein schraubenförmiger Teil am
Anfänge C X auf.
Fundorte: Diese Tiere-sind über ganz Deutschland verbreitet und finden sich in der
E b e n e überall da, wo die Bedingungen für ihre Lebensweise, Weiher oder tiefe und breite,
nicht stark fliessende Wiesengräben, vorhanden sind, in denen sie in Taucherglocken leben
und ihre Eie r ablegen; sie sind-vom April an entwickelt.
X. Familie: Dictynoidae Thoreil.
I. Gattung: Dictyna Sundevall.
D a s B r u s t s c h i ld is t :
dunkelbraun, glänzend.
hellbraun.
T a s t e r 1) und F ü s s e 2) s in d :
1 und 2 trübgelb, braun geringelt.
1 und 2 helllehmgelb.
D i e E p ig y n e b e s te h t aus:
i kleinen ovalen, dicht beieinander liegenden
dunkelbraun umsäumten Queröflnungen . latens.
5 grossen ovalen Queröffnungen, die um
mehr als ihren Längsdurchmesser von einander
entfernt sind, und u n m i t t e lb a r a u f
der Spalte liegen . . . . . . . . . . iincinata.