
als auch beim A E F . Das Brustschilcl ist braun, etwas heller, als der Rücken, und dunkelbraun
umsäumt, die Mandibeln sind braun wie der Rücken, Maxillen hellbraun, die kleine
Lippe fast schwarz, die Taster hellbraun, die 2 letzten Glieder etwas dunkler als die 3 ersten.
An a lle n F ü s s e n sind die H ü fte n und K n ie e g e lb ; an den 2 ersten Paaren sind die
Schenkel, besonders gegen das Ende und die ganzen Schienen dunkelbraun, die Tarsen etwas
heller braun; an den 2 letzten Paaren jedoch sind Schenkel und Tarsen hellbraun, und nur
die Schienen dunkelbraun.
Hinterleibsrücken ist schwärzlich grau, der Länge und Quere nach gelblich gerieselt,
der Bauch an den Seiten wie der Rücken, das breite Mittelfeld und die Umgebung der bräunlichen
Epigvne sind blass gelbgrau, die breiten, aber kurzen Spinnwarzen hellgelb, an den Seiten,
namentlich den inneren, braun umsäumt.
-f Vorderleib oben: blassgelb, um den Kopf ins Rötliche ziehend, der Kopf selbst ist
weisslich gelb, stark erhaben und scharf vom Rücken abgesetzt; die Scheitelaugen stehen auf
dem breiten, helmartig vorspringenden oberen Kopfteil D E F X X X , während die übrigen Augen
fast in einer Linie auf dem unteren Kopfteile stehen E F . Das Brustschild ist trübblassgelb,
der Rand etwas dunkler als die Mitte, und u n te r den M a x ille n d u rch ein en fe in en
schw arzen S t r ic h a b g eg ren z t, die Mandibeln sind hellgelb, Maxillen, Lippe, Taster und
Füsse fast weiss. Am IV . Tasterglied steht oben mitten ein kleiner Höcker y, und an den
Genitalien fällt der breite Eindringer z besonders auf.
Hinterleibsrücken ist braungrau, mit gelblichen Winkelbinden und Flecken, der Bauch
mitten braungrau, ü b er der S p a lte w e is s , und die Spinnwarzen sind blassgelb.
Fundorte: Koch fand diese Tiere bei Nürnberg unter Moos (selten), Bertkau bei Bonn
und ich selbst bei Pforzheim (sehr selten) unter Steinen; im September und Oktober findet
man entwickelte Tiere.
L X X II. Gattung: Cineta Simon.
Cineta gradata Simon.
Taf. X IX , Fig. 305. A~9 von oben 7/i, B und C Epigyn^
Ganze Länge 9 l 3/* mm.
9 Vorderleib oben: braun, mit dunkler Kopfumsäumung; Muskellinien sind kaum angedeutet.
Das Brustschild ist hellbraun, dunkelbraun umsäumt, Mandibeln, Maxillen und Lippe
sind hellbraun, am Taster die 3 ersten Glieder gelb, die 2 letzten braun. An den Füssen sind
Schenkel und K n ie e g e lb , S c h ie n e n und T a rs e n d u n k e lb rau n .
Hinterleib ist oben wie unten bräunlichgrau, der Bauch etwas heller, als der Rücken,
die Epigyne schwarzbraun in gelbem Felde und die Spinnwarzen sind blassbraun.
Fundort: Von dieser intressanten Art fand ich ein 9 bei Pforzheim, das mir Herr
E . Simon als obige A rt bestimmte.
L X X III. Gattung: Minyriolus Simon.
Feminäe:
Vorderleib hellbraun, dunkelbraun umsäumt, Brüstscliild schwarzbraun, schwarz umsäumt, glänzend, Füsse gelb,
sehr kräftig, die Epigyne hellbraun in dunkelbraunem Felde, hat jederseits oben eine dunkelbraune
eiförmige S am e n ta s c h e ....................................................................................................... pusiuns.
Vorderleib braun, schwarz umsäumt, Brustschild braun, dunkelbraun umsäumt, Füsse gelbbraun, Stigmendeckel
weisslich, Ep ig y n e ? ...................................................sermlus.
Mares: .
A. Das IV . Tasterglied ist unten gehöhlt, und hat 1 Fortsatz, der in 2 schwarze, .hornige Spitzen, eine lange
obere und eine kurze untere endet F G.
B . Am Ende der Genitalien befindet sich ein spiralig aufgerollter, starker und senkrecht fest anschliessender
Eindringer F ................................................................................................................................................ pusillus.
A. Das IV . Tasterglied ist unten gehöhlt und hat 2 Fortsätze, einen kurzen graden w w, und einen langen, hakenförmig
gebogenen mit schwarzer Spitze z z; zwischen beiden Fortsätzen steht eine Reihe langer
Borsten y. y.
B . Am Ende der Genitalien befindet sich ein kurzer, plumper; aufwärts gebogener E in d r in g e r ........... sermlus.
Minyriolus pusillus Wider-Reuss. | S Micryphantes ochropus Ohl, = Lophocarenum apiculatum Mge.
Erigone Thor., L. Koch. Walckenaera Dahl. Lophocarenum Bertk.
Taf. X IX , Fig. 306. A 9 von oben 7/1} B Vorderleib des 9 20/i, C und D Epigyne, E Vorderleib
des c f 20 /1, F rechter c f Taster von aussen, G von oben, H c f von oben 7/i.
Ganze Länge' 9 l l/i c? 1 mm.
9 Vorderleib oben: helforaun oder graubraun, dunkler umsäumt, der Rücken ist sehr
hoch gewölbt, in der Mitte höher, als der Kopf, dieser ist gleich hinter den Seitenaugen scharf
abgesetzt und durch dunklere Färbung umsäumt und gezeichnet B ; alle Augen sind tiefschwarz
umrandet und die Muskellinien deutlich. Das Brustschild ist schwärzlich braun, schwarz umsäumt
und glänzend, die Mandibeln sind braun, wie der Rücken, Maxillen hellbraun mit
schwarzer Spitze, die Lippe schwarzbraun, Taster und Füsse gelb, die Hüften der letzteren
am Ende schwarz umsäumt.
Hinterleibsrücken ist schwärzlichbraun oder schwarz, der Bauch an den Seiten wie der
Rücken und braun gerieselt, das Mittelfeld einfarbig dunkelbraun, die unscheinbare Epigyne
hellbraun mit dunkelbraunem Rande, die Spinnwarzen sind schwärzlich graubraun.
c f Vorderleib ist gefärbt wie beim 9, der erhabene Kopf ist vom Rücken scharf abgesetzt
und liegt diesem gleichsam auf. Das IV . Tasterglied ist unten gehöhlt und hat einen nach
auswärts gerichteten, bis auf die Mitte des braunen Kolbendeckels reichenden Fortsatz, der
in 2 hornige Spitzen endigt F G. Am Ende der Genitalien liegt ein starker, tiefschwarzer,
im Kreis aufgerollter Eindringer F.
Fundorte: Ohlert und Menge fanden diese Art in Preussen, Koch bei Nürnberg, Keyserling
bei München, Bertkau bei Bonn, Zimmermann bei Nassau, Dahl in Holstein, ich selbst bei
Hamburg; sie lebt auf niedern Pflanzen im Walde, namentlich auf Waldwiesen, und ist vom
April ab geschlechtsreif zu finden.
Minyriolus servulus Sim.
Taf. X IX , Fig. 307. A rechter c f Taster von aussen, B von oben, C Gesicht und Mandibeln
des c f von vorn.
Ganze Länge c f I 1U mm.
c f Vorderleib oben: heller oder dunkler braun, schwarz umsäumt; der wenig erhabene
Kopf läuft vorn in eine Spitze aus C X, Das herzförmige Brustschild ist so breit als lang,
braun wie der Rücken mit dunkelbraunem Rande, die Mandibeln und Maxillen sind hellbraun,
Zo.ologica. Heft 35. 28