
Hinterleibsrücken ist graubraun mit breiten, helleren Querbinden, die aber nicht immer
deutlich sind, der Bauch graubraun, das etwas hellere Mittelfeld von 2 dunklen Streifen seitlich
begrenzt; die Spinnwarzen sind braun, die unteren stärker als die oberen.
d* ist am Vorderleibe genau gefärbt wie das 9 ; das Fusspaar ist noch stärker als:
beim 9 und trägt an den Schienen oben einen kurzen, aus feinen Haaren bestehenden, unten
einen längeren, von starken Haaren gebildeten Kamm; die verhältnismässig schwachen Taster
haben sehr kleine Kolben und einfache Genitalien und am IV. Gliede aussen einen breiten,
zugespitzten Dörnfortsatz.
Fundorte: Koch fand diese Tiere bei Nürnberg (sehr selten), Zimmermann in Nassau,
Bertkau bei Bonn, Menge in Preussen, Dahl in Holstein, ich selbst bei Hamburg (sehr selten);
Koch fand sie an Erlen, ich in der Haide an Weiden; sie sind vom März an geschlechtsreif.
X V III. Gattung: Neon Simon.
Feminae: ,
A. Die Füsse sind gelb. Schienen I und I I unten mit starken Stacheln besetzt.
B . Die Epigyne ist blassbräunlich, zeigt unten 2 breite, dicht aneinander stehende, hakenförmige Lamellen
mit je 1 kleinen, schwarzen Punkte darin ; über den Lamellen 2 helle runde Öffnungen, die oben
und an den Seiten von breiten, schwarzbraunen Leisten eingefasst sind . . . . . . ............. reliculatus.
A. A n den Füssen sind die Schenkel I braun, gegen das Ende zu dunkler werdend, Kniee und Schienen dunkelbraun,
die Tarsen gelb. Füsse I I—IV ganz gelb.
B . Die Epigyne ist hellbraun in gelblichem Feld e, zeigt unten 1 schmale Queröffnung und darüber
2 spitzovale, oben divergierende Längsöflnungen, die von breiten braunen Leisten umgeben sind
und der Epigyne das Aussehen einer Schleife geben . . . . . . . .. . . . ■.- -. : ;. i:\pict-us.
Mares:
C* Am Taster erscheint G lied I I unten etwas gehöhlt, IV hat am Ende aussen und unten einen kleinen Fortsatz,
dessen Spitze hakenförmig nach unten gebogen ist. Die Taster sind gelb, manchmal mit schwärzlichem
A n f lu g e .................................................................................... T . reliculatus.
Neon rictieulatus Bl. Euophrys L. Koch, Dahl, Bertkau u. A.
Taf. X L III, Fig. 653. A 9 von oben 3lly B Epigyne, C rechter $ Taster von aussen, D von oben.
Ganze Länge 9 3, <3 2 mm.
9 Vorderleib oben: Die Kopfplatte ist gelb, die Umgebung der Augen tief schwarz, der
Rücken gelb, etwas dunkler als der Kopf A. Das Brustschild ist gelb, die Mandibeln, Maxillen
und Lippe sind hellbraun, die Taster und Füsse gelb, die Schienen von I und II sind unten
mit starken Stacheln besetzt.
Hinterleibsrücken ist blassgelb mit schwärzlichem Anfluge und ebensolchen Winkelbinden,
der Bauch gelb mit 1 Paar brauner Flecken vor den Spinnwarzen, deren untere hellbraun,
die oberen blassgelb sind; die Epigyne ist blassbräunlich.
(■J' ist gefärbt und gezeichnet wie das 9> es giebt aber auch in beiden Geschlechtern
schwärzliche Tiere; an denen dann auch die Taster und Füsse ins Schwärzliche ziehen. Das
II. Tasterglied ist an der Unterseite etwas gehöhlt und am IV. befindet sich vorn und aussen
ein kurzer Fortsatz, dessen kleine Spitze nach unten gerichtet ist x . ;
Fundorte: Diese A rt ist über ganz Deutschland verbreitet, aber in den meisten Gegenden
selten; die Tiere leben unter Moos und Steinen an dunklen Waldstellen und sind im Mai
geschlechtsreif.
Neon pietus Kulcz.
Taf. X L III, Fig. 654. A 9 von oben 8/1, B Epigyne.
Ganze Länge 9 3 mm.
9 Vorderleib oben: Die Kopfplätte ist hellbraun, im vorderen Teile ins Schwärzliche
ziehend und ein breiter Streifen um die Augen glänzend schwärz, der Rücken hellbraun,
dunkelbraun fein umsäumt A. Das Brustschild ist bräunlichgelb, Mandibeln, Maxillen und
Lippe sind hellbraun, die Taster dunkelbraun oder schwärzlich, das letzte Glied heller als
die ändern. Am I. Fusspaare sind die Schenkel braun, gegen das Ende zu ins Dunkelbraune
übergehend, Kniee und Schienen dunkelbraun, die Tarsen gelb; die drei ändern Fusspaare
sind gelb.
Hinterleibsrücken und Bauch sind hellgelb mit einer Reihe brauner Winkelbinden auf
dem Rücken A, die Epigyne hellbraun und die Spinnwarzen gelb wie der Bauch.
Fundorte : Bertkau fand diese, bisher in Deutschland nicht gefundene Art im Siebengebirge
unter loser Baumrinde, leider nur 9*
X IX . Gattung: Euophrys C. L . Koch.
D a s B r u s t s c h i ld
fällst:
hellbraun mit breitem,
dunkelbraunem
Saume.
gelb.
D i e F ü s s e s in d :
hellbraun, Schenkel und Schienen am
Anfänge und Ende, Kniee am Ende
und beide Tarsen am Anfänge dunkelbraun
geringelt.
hellbraun, Schenkel am Anfänge und
Ende, Kniee am Ende, Schienen in
der Mitte, beide Tarsen am Anfänge
schwarz geringelt.
lehmgelb, Schenkel I und I I 2mal
schwarz geringelt, Kniee und Schienen
an den Seiten gefleckt; I I I und IV
Schenkel, Schienen und Vortarsen 2 mal,
Kniee und Endtarsen 1 mal dunkelbraun
geringelt.
gelb, die Tarsen bräunlich. Schienen
I I I und IV haben am Ende beiderseits
eine knotenartige Verdickung.
D i E p i g i s t :
im oberen Teile blassgelb, im unteren dunkelbraun,
hat in letzterem 2 grosse, dunkelbraune, langeiförmige,
unten divergierende Samentaschen und
im oberen Teile 2 Paar, fast im rechten Winkel
stehende eiförmige, blassgelbe Lamellen, von
denen das eine Paar nach oben, das andere nach
aussen gerichtet ist . ......................................... crratica.
braun in gelblichem Felde, hat im unteren Teile
2 grosse und darüber 2 kleine runde, dunkelbraune
Samentaschen, die durch keine Leisten mit einander
verbunden sind . ..................................... aequipcs.
braun in graugelbem Felde, hat im unteren Teile
2 grosse und darüber 2 kleine runde, dunkelbraune
Samentaschen, welch letztere im inneren Rande
von runden, hellen Lamellen stehen und mit den
unteren nicht verbunden s i n d ................................petrensis.
hellbraun in gelbem Felde, hat im unteren Teile
2 grosse und darüber 2 kleine runde, dunkelbraune
Samentaschen, die durch S förmige Leisten mit
einander verbunden s i n d ........................................ fro n talis.
Mares:
A. Das IV . Tasterglied hat aussen einen langen, schlanken, schwarzen, dornförmigen Fortsatz, dessen Ende
hakenförmig nach innen gebogen ist. Die Tasterglieder I und I I sind unten braun, oben hellbraun,
I I I hellbraun, IV dunkelbraun, V schwarz.
B . Von den Füssen sind: I fast ganz dunkelbraun, I I—IV am Schenkel dunkelbraun, an den ändern Gliedern
hellbraun und geringelt, wie beim Q • • • B B • • • • H • ...............................................