
Brustschild, oben aber schwarzbraun wie die Schenkel. Am IV . Tastergliede befindet sich
ein sehr langer Fortsatz, der dicht am Kolbendeckel liegt C D ; und an den Geschlechtsteilen
fällt der stark vortretende, blasenartige weisSe. Samenträger X besonders auf.
Fundorte : Koch fand diese A rt bei Nürnberg (selten), Zimmermann in Schlesien, Bertkau
in der Eifel, ich selbst bei Pforzheim (selten) ; Koch fand siBesin trocknen Föhrenwäldern unter
Moos, Bertkau und ich in verlassenen Steinbrüchen unter Steinen, im Mai entwickelt.
Prosthesima praefica L. Koch — latitans L. K. Bertk.
Taf. X X IX , Fig. 453s. A O von oben 3/i, B Epigyne, G rechter Taster von aussen, D von
oben, E von oben 2/i.
Ganze Länge 9 c? 6 mm.
9 Vorderleib oben: dunkelbraun bis schwarz; die Umsäumung des Kopfes, die Muskellinien
und e in e L in ie ü b e r d ie K o p f m itte sind nur bei heller gefärbten Tieren zu erkennen.
Das eiförmige Brustschild ist glänzendbraun oder schwarzbraun, ebenso die Mandibeln; die
Maxillen sind heller oder dunkler braun mit weisslicheii Spitzen und stets heller als das
Brustschild, die Taster braun bis dunkelbraun und die Füsse dunkel- bis schwarzbraun,
nur die Tarsen hellbraun.
Hinterleibsrücken und der Bauch unterhalb der Spalte sind schwarz oder braun mit
schwärzlichem Anfluge; die Epigÿhe ist braun, öfter aber auch kirschrot; die Stigmendeckel
sind heller- oder dunkler braun, die unteren Spinnwarzen schwarzbraun, die oberen, etwa
halb so langen, aber ebenso starken, heller braun.
ist fast ganz schwarz oder schwarzbraun. Am IV. Tastergliede befindet sich aussen
oben ein langer, am Ende etwas aufwärts gebogener Fortsatz C D X f und an den Genitalien
ein unter die Spitze des Kolbendeckels zurückgebogener Eindringer y ; hiedurch und durch
den längeren und stärkeren Fortsatz dés IV. Gliedes unterscheidet sich diese A rt von „n ig rita “ y
mit der sie, in den Geschlechtsteilen namentlich, manche Ähnlichkeit hat.
Fundorte: Zimmermann fand diese A rt in Nassau, Bertkau bei Bonn, Koch im fränkischen
Jura, ich selbst bei Pforzheim und im württembergischen Schwarzwalde (Hirsau); sie lebt untet-
Steinen, ist überall sehr selten und vom Mai an geschlechtsreif.
Prosthesima substerranea C. L. K.
Taf. X X IX , Fig. 454. A 9 von oben 8/i, B Epigyne, C rechter $ Taster von aussen, D von oben.
Ganze Länge 9 7, ç f 6 mm.
9 Vorderleib oben : schwärzlichbraun, kupferglänzend. Das abgeflachte, an dem Rande
gewölbte, glänzende Brustschild ist schwarzbraun ; die Mandibeln sind schwarzbraun, ' wie der
Rücken, die Maxillen am Grunde und am Ende braun, in der Mitte dunkelbraun und die
Spitze weisslich, die Lippe und die Taster braun. An den Füssen sind die Hüften, die Unterseite
der Schenkel und die/Tarsen braun, die ändern Glieder schwarzbraun und die Vor-
tarseri des IV. P a are s sind d unkler als die der 3 -ändern Paare.
Hinterleibsrücken und die Seiten des Bauches sind schwarz, braun gestrichelt; das schmale
Mittelfeld des Bauches ist einfarbig braun, die sehr grosse, schwarz umsäumte Epigyne - gelblieh
mit rötlichen Leisten; die Stigmendeckel sind gelb, die Spinnwarzen sehwarzbraun, die
unteren bedeutend länger als die oberen und mit langen Spinnröhren besetzt.
( f ist in allen Teilen gefärbt wie das 9- Am IV . Tastergliede befindet sich aussen
ein langer, schwarzbrauner Fortsatz C D X X , der in eine abgerundete Spitze endet, und an
den Genitalien ein heller Samenbehälter, der am Ende gespalten und hier mit braunen Leisten
eingefasst ist.
Fundorte: Bertkau fand diese Art bei Bonn und im Siebengebirge, ich selbst bei Hamburg,
am Waldrande unter Steinen; sie ist im Mai geschlechtsreif.
Prosthesima Petiverii Scop.
Taf. X X IX , Fig. 455; A 9 von oben 3/i, B Epigyne, C rechter ^ Taster von aussen, D von oben.
. Ganze; Länge '9 mm.
9 vorderleib oben: schwarzbraun, kupferglänzend, mit schwarzen Kopf- und Muskellinien.
Das fast runde Brustschild, die Mandibeln, Maxillen und Lippe sind schwarzbraun,
letztere beiden mit weisslichen Spitzen, die Taster dunkelbraun; an den Füssen sind alle
Hüften dunkelbraun, Schenkel, Kniee,, Schienen und Vortarsen schwarzbraun oder schwarz,
die Tarsen hellbraun; an den Schenkeln I steht jederseits 1 grösser hellbrauner Flecken.
Hinterleibsrücken ist schwarz oder schwärzlichbraun, mit bräunlichen Haaren dicht bedeckt,
der Bauch dunkelbraun, die schwarz umrandete Epigyne in ihrem oberen Teile B w
hellgelb, im unteren bräunlich und die kugelförmigen Samentaschen X X rotbraun, schwarzbraun
umrandet; die Stigmendeckel sind heller oder dunkler gelb und schwarz umsäumt,
die Spinnwarzen schwarzbraun, die unteren mehr als doppelt so lang als die oberen.
$ ist gefärbt und gezeichnet wie das 9- Das IV. Tasterglied hat einen etwas aufwärts
gerichteten starken Fortsatz C D y y ; und an den Genitalien fällt ein kurzer, fast dreieckiger
Teil z besonders auf.
Die Beschreibung und Abbildung dieser A rt ist nach Tieren, die mir Herr Dr. L . Koch
freundlichst bestimmte, gemacht; sie sind denen der folgenden Art („atra”) ausserordentlich
.ähnlich und ich bin, trotz der bei „atra” angeführten Unterscheidungsmerkmale, nicht ganz
sicher, ob man es mit Varietäten einer A rt oder mit 2 verschiedenen Arten zu tun hat.
Fundorte: Die A rt ist über ganz Deutschland verbreitet. Man findet sie sowohl im
Walde, als auch im Felde unter Steinen, namentlich auf kurzgrasigen Wegen und oft schon
im März entwickelt.
Prosthesima atra Latr. = Latreillii Sim.
Taf. X X IX , Fig. 456. Ä $ von °ben 3/i, B Epigyne, C rechter ^ Taster von aussen, D von oben.
Ganze Länge 9 8. Vs, $ 6 mm.
9 ist in allen Teilen gefärbt wie die vorige Art, auch die Bestachlung der Füsse ist
fast die gleiche, nur hat Schenkel IV bei „atra” vorn 1 und hinten 1,1 Stachel, während
yyPetwerii” umgekehrt vorn 1,1 und hinten 1 Stachel hat. Die Epigyne unterscheidet sich
dadurch von der von „Petiverii”} dass die 2 Leisten v v am oberen Teile weit auseinander
stehen, während sie bei letzterer sich oben zusammenneigen (Fig. 455 v v); ausserdem stehen