
II. Kopfanlage........................................................................................................................................................... ^
T en tak e lan la g en .....................................................................................................................................................................
Kopf-Wände....................................................................................................................................................................................58
S in n e so rg a n e ................................... ................................................... ..................................................................................> . . . . . .
Ober-Sclilundganglion................................................................................................................................................................ ^9
Kopfhökle......................................................................................................................................................................................... 88
B. Die aus dem larvalen Gewebeverband hinzutretenden O rg a n e ........................................................................... 60
1. Verbindungsstränge zwischen Rumpf- und Kopfanlage:
a Nerv, later................................................................................. 60
b. Mu. lat. und dors....................... 01
2. Darmkanal:
a. Stoma und Ö so p h a g u s ............................................................................................... ' ..............................02
b. M a g en d a rm , . 62
c. Klappe und Enddarm ................................................................................................................................. 04
Kapitel I I I : Die Metamorphose.
V e r h a l t e n d e r G e w e b e d e s R u m p f e s u n d K o p f e s .
V erh alten d e r M u s k u la tu r .................................................................................. 66
„ d es N erv en system s . . . . . . . .................................................... 08
„ d es D a rm tra k tu s .............................................................................................. 69
V e r h a l t e n u n d S c h i c k s a l d e r s p e z i e l l l a r v a l e n G e w e b e .............................................. ?0
E i n l e i t u n g .
Unter dem Titel „Trochophora-Studien“ sollen hier zunächst zwei Beiträge zur Entwicklung
von Polygordius erscheinen, von denen der eine in diesem Heft vorliegt und die
Entwicklung der in der N o rd s e e gefundenen Polygordius-Species aus ihren Trochophoren
behandelt, während der zweite ebenfalls seit längerer Zeit im wesentlichen abgeschlossen —
sich mit den allbekannten Polygordius-Larven des M itte lm e e r e s und ihrem Schicksal beschäftigen
wird.
Diese Trennung ist jedoch weder eine lediglich geographische noch auch eine streng
geographische. Wie ich schon in einem Vortrag*) auf dem Internationalen Zoologenkongress
zu Berlin kurz ausgeführt habe, können wir als „N o rd se e -T y p u s“ und „M itte lm e e r -
T y p u s “ der Polygordius-Entwicklung zwei ganz verschiedenartige Werde-Prozesse dieser
niederen Würmer unterscheiden. Der Letztere (Pol. n e a p o lita n u s und t r ie s t in u s [nov.
spec.]) ist durch H a ts c h e k berühmt geworden: an der Larve s p r o s s t z a p fe n a rtig d e r
W u rm k ö rp e r h e rv o r, die Trochophora selbst („Kopfblase“) wird dabei kleiner und kleiner
und verwandelt sich schliesslich, wie die bisherigen Beobachter angeben, durch Veränderung
ihrer Zellen in den Kopf des Annelids.
Diese so häufigen Larvenformen des Mittelmeeres (auch im Indischen und Stillen Ocean
beobachtet) sind in unseren Meeren noch nie gesehen worden, die Polygordien der Nordsee
(Pol. la c te u s und a p p en d icu la tu s (?)) e n ts te h e n vielmehr in n e rh a lb der L arv en h au t,
in wrelcher ihr Rumpf unter sehr komplizierter Faltung seiner Teile heran wächst, bis er die
Larve sprengt, um vermöge einer rapiden Metamorphose Wurmgestalt zu gewinnen. Der
K o p f (Prostomium) entsteht aus der Scheitelplatte der Larve, die Larvenhaut mit ihren
Wimperreifen, Radiär-Nerven, Ganglienplexus Drüsen und Muskeln wird abgestossen oder
gefressen; das Annelid entsteht du rch Neubildung, wie etwa eine Nemertine aus dem Pili-
dium hervorgeht.
Ich habe aber (1. c.) auch gezeigt, dass so tiefgreifend, wie es zunächst scheint, der
Unterschied beider Entwicklungstypen unseres Wurmes nicht ist, sondern dass wir eine prinzipielle
Gleichartigkeit, aber im Sinne des letztskizzierten Modus, feststellen können. Auch
die „Mittelmeerlarven“ bilden das Annelid neu aus Kopf- und Rumpfkeimen, nur dass letztere
Anlage nicht nach innen, sondern nach aussen (und daher ohne der Faltenbildung zu benötigen)
weiter wächst. Gleichwohl ist aber der Entwicklungsgang wie auch die Larvenhistologie
bei beiden Typen so verschieden, dass eine völlige Trennung in der Behandlung rationell
erscheint.**) Dass dabei eine einheitliche Darstellung des Larvenbaues und der Wurmbildung
*) V erh an d l. des V. In te rn a t. Z o olog.-K ongresses z u B erlin 1901.
**) In einer frü h e re n A rb e it „Ü b er den fein eren B au d e r P o l.-L arv e d e r N o rd see u n d d ie E n tsteh u n g d es A nnelid s
in d erselb en “ (A. H offm an n, L eip zig 1901. (H abil. Seh r.) w u rd e d ie M ittelm eerlarve zugleich m itb eh an d elt. Je n e Pu blikation
e n th ä lt also ein en T eil d e r „T ro ch o p h o ra-S tu d ien I un d II“ , w elch le tz te re je d o c h in vielen P u n k ten eine w esentliche W eiterfü
h ru ng des d o rt M itgeteilten darstellen.