
Mittelgriechenland: Vrachori, Ätolien (Broemme 11. B o e t t g e r 5), Agoriani, Parnaß (W e r n
e r 4).
Elaphe rechingeri Werner.
Werner, Anzeiger der Akad. d. Wiss. in Wien, 27. X. 1932, und Werner, SH. Alt. Wiss. Wien 1935, Bd. 144, p. 127.
Nächstverwandt und sehr ähnlich E. longissima L au r., aber Schuppen bis weit nach
vorn (bis drei Kopflängen hinter dein Parietalen-Hinterrand) deutlich gekielt und die
Kiele schon von der Rumpf mitte an stark entwickelt. Die Zahl der Schuppenreihen in der
Körpermitte beträgt 23 bis 25. Supraoculare etwas vorspringend; Frontale schmäler als
bei longissima, l'Aiinal so lang wie breit: Loreale etwas höher als lang; ein Suboculare jeder-
seits vorhanden; Supralabialia 8, das 4. und 5. am Auge, das 7. und 8. rechts zum Teil verschmolzen
(individuelle Variation): erstes Sublabiale mit dem vorderen
Kinnschild verwachsen. Färbung oben einfarbig hellolivengrau,
Seitenschuppen vorn weiß gerandet; Unterseite weiß, Ventra-
lia und Subcaudalia seitlich mit einem großen Fleck von der Farbe
Abb. 46. Elaphe rechingeri der Oberseite; hintere Subcaudalia mit großen dunklen Flecken.
Kopf von der Seite. Keine Bauchkante. Körperbau gedrungener als bei longissima. Ventralia
205. Kopf rümpf länge 80 cm. (Schwanz nur zur Hälfte erhalten,
Spitze regeneriert.)
Diese Schlange wurde während der im Ju n i und Ju li 1932 gemeinsam von Dr. K arl
H einz R echinger, Frau Dr. E mma B runnmüller und mir unternommenen Reise nach den
Zykladen und den kleinasiatischen Inseln von Dr. R echinger auf Amorgos (südöstliche
Zykladen) gefangen. Es ist ein erwachsenes Ö\ Die nächstverwandte Art, E. longissima,
ist aus Griechenland nur vom äußersten Westen und Norden des Festlandes bekannt und
auch hier überaus selten.
Elaphe situ/a L.
Leopardennatter.
Boulenger, Snakes of Europe, p. 191, Fig. 25, Taf. VII (Coluber leopardinus). — Schreiber, Herpet. Europ., p. 685,
Fig. 14 (Coluber leopardinus). — St e inheil, Die europäischen Schlangen, Taf. 4, 5 (Coluber leopardinus).
Diese Schlange ist eine der buntesten Nattern Europas; trotzdem ist sie im Freien oft
schwer sichtbar, wenn sie sich nicht bewegt. Sie ist durch die vollkommen glatten Schuppen
ausgezeichnet, während die meisten anderen in Griechenland lebenden Arten wenigstens im
erwachsenen Zustande und in der Hinterhälfte gekielte Schuppen auf weisen. Der Körper
dieser Art ist wie bei allen dieser Gattung angehörigen Arten schlank, der Schwanz etwa
'/5 der Gesamtlänge. In bezug auf die Kopfbeschilderung stimmt sie m it der Ä skulapnatter
im allgemeinen überein; es ist ein großes Präoculare, 2 Postocularia, ein (seltener) oder zwei
Temporalia vorhanden; Oberlippenschilder 8, davon das 4. und 5. am Auge; sehr selten sind
nur 7 vorhanden, in diesem Falle das 3. und 4. das Auge berührend. Die Schuppen stehen
in 25 oder 27 Reihen, die Bauchschilder, die ohne Seitenkanten sind, sind in der Zahl
222—260, die Subcaudalia 68—90 vorhanden.
Die typische Form (situla situla L.) ist nicht auch die Stammform, als die leopardina
Bp. angesehen werden muß, von der wir auch bei der Beschreibung der Färbung und Zeichnung
ausgehen wollen.
Die Grundfärbung ist ein sehr helles graubraun; der Kopf träg t oberseits sehr bestän-
dige, symmetrische schwarze Zeichnungen, bestehend aus einer schwarzen, etwa halbmondAbb.
47a. Elaphe silu la h . (Zeichnung von Lorenz Müller)
f. leopardina.
(Aus Bl. f. Aqu.- u. Terr.-Kunde, Verlag J. Wegner, Winnender
b. Stuttgart.)
Abb. 47 c. Elaphe situla L. (Stück von der Körpermitte
von drei verschiedenen Zeichnungsformen.)
Insel Skopelos, nördl. Sporaden. (Aus Werner 4.)
Abb. 47 b. Elaphe situla L. Insel Milos (B. Wolf, Basel, phot.).
(Aus Bl. f. Aqu.- u. Terr.-Kunde, Verlag J. Wegner, Winnenden b. Stuttgart.)
Abb. 48 a. Elaphe qualuortineala Lac.
(R. Messerli, Basel, phot.) (Aus Ku n g e lh ö f f er ,
Terrarium, Verlag J. Wegner, Winnenden
b. Stuttgart.)