
WOLTERSTORFF rechnet alle cristatus aus griech. Mazedonien (Gümürdschina = Komo-
tina, Athos) zur subsp. karelini S t r . Ich besitze 2 22 vom Athos, ein nahezu erwachsenes
und ein halbwüchsiges. Die Oberseite ist graubraun, undeutlich dunkel gefleckt, die Unterseite
dagegen hellgelb, an den Bauchseiten mit großen, an der Kehle und am Unterkieferrand
mit kleinen dunklen Flecken. Auch die untere Schwanzseite ist gelb. Die ganze Unterseite
ist deutlich körnig. Exemplare vom Parnaß habe ich nicht gesehen.
Abb. 2 a. Triturus cristatus kurelini (Strauch) cf, Astrabad, Pro v. Mesenderan, Persien.
(Aus Strauch, Revision der Salamandriden-Gattungen, Mein. Acad. Imp. Sei. St. PeterSbourg
(2) VII, Nr. 4, 1870 (als Triton longipes),
Abb. 2b. Triturus cristatus karelini (Strauch) c f . Bithyn. Olymp, Kleinasien.
(Original.)
Abb. 2 c. Triturus cristatus
karelini (Strauch); $ .
Athos, Griechenland.
(Original.)
Durch die ockergelbe, gelbrote oder hellrotbraune Kehle m it wenigen oder ohne dunkle
Tüpfel ist diese Unterart von den übrigen, bei denen die Kehle vorwiegend schwärzlich mit
weißen und braunen Punkten ist, leicht zu unterscheiden. Der Körperbau ist gedrungen,
der Rückenkamm des cT (zur Fortpflanzungszeit) hoch. Der Kopf ist breit, stark p lattgedrückt,
den 9? fehlt die gelbe Rückenmittellinie. Bauch orangegelb, mit dunklen Flecken.
Der untere Teil der Flanken ist fast niemals weiß getüpfelt. Länge nach W o l t e r s t o r f f bis
15 cm (9).
Der Kammolch ist über einen großen Teil Europas verbreitet; er fehlt außer in Südfrankreich
und der Pyrenäenhalbinsel nur den nördlichsten Ländern (nördlichster bekannter
Fundort am Onega-See), findet sich aber auch in Westasien (Kleinasien, Kaukasusländer,
Persien), nicht aber in Nordafrika. Wie hoch er im Parnaß vorkommt, ist unbekannt.
Die Larve des Kammolches ist durch die langen zugespitzten Finger und Zehen, sowie
durch den lang zugespitzten Schwanz von den beiden anderen Arten, bei denen Finger und
Zehen mäßig lang, der Schwanz mit kurzer Spitze versehen ist, leicht unterscheidbar.
V e r b r e i t u n g in G r i e c h e n l a n d .
Mazedonien: Athos (Schatzmayer n. K laptocz), Gümürdschina (Komotina) (Wolterstorff
i. 1.).
Mittelgriechenland: Parnaß (Bedriaga).
Triturus alpestris Laur.
Bergmolch.
Boulenger, 1. c. p. 12 u. 129. S bedr iaga , 1. c. p. 250. — Schreiber, I. e. p. 96, flg. 16. — Freytag, Bl. Aqu.- u. Terr.-
Kunde 46, 1935, p. 127. Die Unterarten von Triton alpestris LauR. 46, 1935, p. 270. — Wolterstorff, Eine neue Unterart
des Bergmolches, Triturus alpestris subsp. graeca aus Griechenland. Bl. Aqu.- u. Terr.-Kunde, 46, 1935, p. 127. — Ster nfe ld ,
1. c. Taf. 27.
Der Bergmolch ist in Griechenland n ur in zwei Gebirgen gefunden worden, am Parnaß
und im Welouki-(Veluchi-)Gebirge (Eurytanien). Ich habe 8 Exemplare (5 Cfcf, 3 22) aus
dem P arnaß im Wiener Museum untersuchen können und m it der Beschreibung der Unterart
graeca W o i.t. vom Welouki verglichen. Ich kann weder die P arnaß-Exemplare von denjenigen
von der Terra typica irgendwie unterscheiden, noch auch beide von der subsp. graeca,
die mir nur aus der Beschreibung b e k a n n ts t. Alpestris alpestris ist im Durchschnitt nicht
größer als alpcslris graeca. (Ich habe mein ganzes Material aus Österreich nachgemessen
und finde kein Stück, das 100 mm lang wäre, wie das größte der subsp. graeca, sondern es
sind die Durchschnittsgrößen dieselben wie für die vom Parnaß [iW-7,5 cm beim cf, 8,öB9
beim S u n d Österreich. Das himmelblaue Band über der Ba uch rund- KI ecken rei he ist bei
lebenden österreichischen weiblichen Stücken etwas ganz Gewöhnliches, und was die Tüpfel
Abb. 3 a. Triturus alpestris Laur. c f . Abb. 3 b. Triturus alpestris Laur. $ .
(phot. H. Hinterberger.) (phot. H. Hinterberger.)
am Bauche und an der Kehle anbelangt, so finde ich solche bei 25 %—33% meines Materials
aus der Umgebung von Wien mehr oder weniger stark entwickelt. Ich muß also zu meinem
Bedauern die Unterart graeca ablehnen.
Triturus alpestris ist in den Bergen von ganz Mitteleuropa vom französischen Mittelgebirge
über Belgien, Holland, Deutschland durch die Alpen, Karpathen, sowie auf der
Nordhälfte der Pyrenäen- und Apenninenhalbinsel, im Karst und Balkan verbreitet, fehlt
aber außerhalb Europas vollständig. E r geht hoch im Gebirge aufwärts (bis 2700 m) und
findet sich sowohl in Bächen wie Tümpeln und Wasserlachen, in Wassertrögen und außerhalb
der Fortpflanzungszeit unter Steinen und Baumrinden.
Durch die prächtige Färbung zur Paarungszeit, wobei namentlich die lebhafte, fast stets
einfarbig gelbrote Unterseite bemerkenswert ist, läßt sich dieser Molch sehr leicht erkennen.
Außerhalb der Paarungszeit, wenn die Tiere das Land aufsuchen und sehr unscheinbar
aussehen, ist die Form der Gaumenzahnreihen sehr charakteristisch: sie bilden miteinander
ein V, dessen Gabelung nach hinten gerichtet ist.
V e r b r e i t u n g in G r i e c h e n l a n d .
Mittelgriechenland: Parnaß (Bedriaga, Oertzen nach Boettger 1), Velouchi-Gebirge
(Cyr£n 3).
Zoologien. Heft 94. 3