
V e r b r e i t u n g in G r i e c h e n l a n d .
Peloponnes: Plateau von Kubeh, Messenien (Exp. Morée n. Bedriaga), Taygetos (Krüper
n. Bedriaga), Malta, Taygetos (Holtz), Olympia (Kühnelt), Pa tras (Cyrén), Stympha-
los-See (Norman Douglas n. Boulenger).
Ionische Inseln: Kephallinia (Werner l , 5, 6), Ithaka (Werner 1, Cyrén 3), Zakynthos
(Doria n. Werner l , K ühnelt).
Algyroides nigropunctatus Dum. BißR.
Duméril & ëibron , Erpétologie générale V, 1839, p. 190 (Lacer ta). — Tomasini, Wiss. Mill. ßosn. Herzeg. II, 1894,
p. 581 (Notopholis). — Bedriaga, Abh. Senckenbg. Ges. XIV, 1886, p. 393. — Boulenger, Cat. Liz. III, 1887, p. 44. —
Werner, Verh. Zool. bot. Ges. 1894, p. 230. —'W erner, Rept. Amph. Österr.-Ungarn 1897, p. 27. — S chreiber, Herpet. Europ.,
2. Aufl. 1912, p. 371, Fig. 77. — Boulenger, Monogr. Lacertidae II, 1920, p. 345.
Bei dieser Art sind die Rückenschuppen abgerundet oder stumpf zugespitzt, diagonal
gekielt, mehr als doppelt so lang wie die Seitenschuppen, daher zählt man auch 22—28
(bei moreoticus n ur 20—22) Schuppen quer über die Rumpfmitte; Femoralporen sind
jederseits 14—22 vorhanden.
Die Oberseite ist graubraun, meist mit schwarzen Punkten, Kehle des erwachsenen cf
schön blau, Bauch, manchmal auch Unterseite des Schwanzes und seitliche Schuppen rot.
Beim $ ist die Unterseite gelblich oder grünlich, junge Tiere sind oben dunkler, fast
schwarzbraun oder schwarzgrau, ohne dunkle Punkte. Randschildchen des Bauches beim
cf häufig blau. Länge bis 20 cm, wovon etwa */3 auf den Schwanz entfallen.
Wie bereits erwähnt, lebt diese Art gerne in der Nähe menschlicher Ansiedlungen,
wie die dalmatinische Lacerta oxycephala, auf Mauern und an Felsen. Auf Kerkyra lebt
sie häufig im Agavengestrüpp. Sie ist wie die vorige ausschließlich auf den westlichen Teil
Griechenlands beschränkt, auf den ionischen Inseln viel häufiger als auf dem Festlande;
nach Norden ist sie über Albanien, Dalmatien, Herzegowina (hier selten), über Istrien (wo
sie stellenweise häufig ist) bis Südkrain verbreitet.
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Thessalien u. Epirus: Argyrokastron (Cyrén 3), Janina-See (Cyrén 3), Prevesa (Coné-
menos n. Boettger 5), Nisista, Xerovuni 700 m (Beier).
Mittelgriechenland: Akarnanien (Bedriaga).
Ionische Inseln: Kerkyra (Bonaparte, Dum ér il&BißRONn.Bedr iaga ;B edriaga,B oettger
5, Werner 1, Beier n. Wer n e r 5, 6), Levkas (Werner 1, Beier n. Werner 5),
Kephallinia (Werner 1, Oertzen n. Boettger 1 ), Ithaka (Werner 1, Cyrén 3), Zakynthos
(Werner 1), Paxo (Koch).
Gattung: Ophisops MÉNÉTRIÈS.
Schlangenauge.
Boulenger, A Monograph of the Lacertidae, Vol. I, 1920, p. 199 (Ophiops).
Diese kleinen Eidechsen sind dadurch gekennzeichnet, daß das untere Augenlid dem
oberen verwachsen ist und eine glashelle Kapsel vor dem Auge bildet, wie bei den Gecko-
niden, bei der Scincidengattung Ablepharus und den Schlangen; diese uhrglasähnliche Kapsel
ist von kleinen Schüppchen umgeben. Ein sogenanntes Halsband ist undeutlich, in der
Mitte meist fehlend. Die Rückenschuppen sind rhombisch, geschindelt, stark gekielt, meist
Abb. 31. (oben) Algyroides moreoticus Bibr . c f von der
Insel Kephallinia, 32 (unten) Algyroides nigropunclalus cf
(D .B .) Görz.
(II. Wagner phot.)
Abb. 34. Chalcides
ocellatus ocellatus
F orsk. Lylcabettos
bei Athen.
(II. W agner phot.)
Abb. 33. Ophisops elegans Men etr., link
Insel Ikaria, rechts c f Insel Chios.
(I-I. Wagner phot.)
Abb. 32. Algyroides nigropunctatus D.B. (Aus Brehm’s Tierleben 1913, Bd. V/2, Abb. 35. Ablepharus kilaibelii Bibr.
Bibliograph. Institut Leipzig.) Bor y. Insel Kytliira (links), Insel
Andros (rechts).
(II. Wagner phot.)