
Um besser vergleichen zu können, sind dabei die in jeder Arbeitsgruppe gemessenen
lie r e nicht in ihren absoluten Zahlen, sondern p r o z e n t u a l eingetragen. Man sieht dann
sofort, daß die so entstehenden Kurven sich ganz verschieden darstellen; die Gipfel sowohl
wie die Breiten schwanken bei den Schleppern ganz erheblich. Eigenartig ist ferner, daß
an manchen Stellen deutliche B r ü c h e in der Kurve zu beobachten sind, d.h. daß auch bei
den Schleppern manche Größenklassen f e hl e n. Es ist dies also eine Erscheinung, die wir
nicht nur bei den Tieren der Pilzgärten beobachten können, bei denen dieses Phänomen
in den Kurven übrigens noch viel besser in die Augen springt als bei den Tabellen.
H N 9 m61 den ^ ler behan^ elten Nestern tagelang vorher Protokolle geführt und die gezahlten
J-iere außerdem später in Breslau noch einmal genau untersucht worden waren
ist es möglich zu erklären, warum die Kurven so verschieden sind.
Bei den ersten Schleppern des Nestes P (Tabelle 10 Nr. 3 und Kurve 7 c) handelt es
sich um Tiere, die auf natürlichen Alarm der ersten Erkunder (Tabelle 10 Nr. 2) aus dem
Neste kamen und nun ihre Tätigkeit begannen. E in Vergleich der Kurve 7 b mit 7 a zeigt
große Ähnlichkeit, d. h. es geht daraus hervor, was auch schon, unmittelbar beobachtet
wurde: die ersten Erkunder gehen oft zum Schleppen über. Es fallen als Schlepper aber
dann nach und nach weg die allergrößten Tiere; man sieht dies bei einem Vergleich der
Kurven 7 c—7 e.
Bei den ersten Schleppern, die auf Alarm der Erkunder und Finder die Arbeit begannen,
Sind außerdem noch verhältnismäßig viel kleine Tiere. Es sind dies solche, die von
der Erregung des Alarms mitgerissen einige Zeit mitmaehen, dann aber nicht wieder aus-
lauten. Es bleibt zuletzt dann nur eine Arbeitsgruppe, die in der Hauptsache aus Mitteltieren
besteht, und diese Arbeitsgruppe erhält sich dann auch tagelang annähernd konstant
(vom 13. XI. bis 18. XI). Konstant bleibt indessen auch die Mitarbeit einiger Tiere
von 3 und 3,5 mm (Kurve 7d und e), d.h. einiger Zwerge. Es waren dies, wie die Untersuchung
ergab, ganz a l t e Exemplare. Daß gerade d i e s e beiden Größenklassen vertreten
smd dle dazwischen liegenden fehlen, läßt sich statistisch begründen: Wie ein Blick
Tieren ^ ^ °der dl6 Tabelle 10 erweist> gehören sie zu den am meisten vorkommenden
Auch die Schlepper des Nestes G (Tabelle 9 Nr. 3—5 und Kurve 6) setzen sich
verschieden zusammen. Nur die Tiere der Nr. 3 (Kurve 6e) gehören einer ungestörten,
schon langer arbeitenden Gruppe an; und ein Vergleich von Kurve 7 e mit 7 c zeigt, daß
auch wirklich m solchem Falle große Übereinstimmung herrscht. Bei den Tieren der Nr 4
(Kurve 6 d) war die Ausgrabung des Nestes bereits im Gange. Obwohl das etwas entfernt
liegende Ausgangsloch unmittelbar n i c h t betroffen wurde, machte sich doch naturgemäß
le Uniuhe auch dort bemerkbar; sie führte zum Auslaufen von Großtieren, die nunmehr
auch die umherliegenden Blätter einzuschleppen begannen 4 wie schon erwähnt ein Zeichen
innen Erregungsübertragung nur dazu treibt, irgendeine Arbeit zu be-
, HM ? r ' 5 bf , rscllten ähnliche Verhältnisse: nur kamen hier an der Grabstelle selbst
welche schon Pilzkammern eröffnet hatte, auch k l e i n e r e Tiere hinzu, die, wie spätere
Untersuchung ergab, j u n g waren (vgl. Kurve e).
Der Bruch m der Kurve ist ähnlich zu erklären wie bei Nest P, und in gleicher Weise
lassen sich auch die Brüche deuten, die bei den Pilzgärtnern besonders in die Augen
W B J ie re von 4,5 mm sind sehr selten (Tab. 10) oder fehlen ganz (Tab. 9). Die beiden
Gipfel der Kurven 7 f und 6 f beruhen auf folgendem: der große Gipfel umfaßt, wie die