
Österreich, Ungarn, Italien und die Balkanhalbinsel mit Ausnahme der Tiefländer. Auf
den Inseln des ganzen Mittelmeergebietes fehlt sie.
Die dorsale Hautoberfläche dieser Form ist noch viel stacheliger als bei der dalmatinischen
subsp. kolombatovici B e d r . und verleiht ihr ein ganz auffallendes Aussehen. Trotzdem
gibt es einzelne Exemplare, hei
denen die Warzen ziemlich gerundet
oder mit nur kleinen Rauhigkeiten besetzt
sind. Manchmal ist die Unterseite
einfarbig hellgelb, bei anderen sind die
Flecke dagegen verhältnismäßig groß.
Abb. 5 a. Bombino, variegata csikii Fej. (links von oben, rechts von
unten gesehen). Parnaß, Griechenland. (H. Wa g n er phot.)
Abb. 5 b. Bombina variegata, Mundfeld der Larve.
Außen Papillen des Mundrandes, innen Hornkiefer,
dazwischen Lippenzähnchen.
Abb. 5 c. Bombina variegata. Larve von der Seite gesehen.
V e r b r e i t u n g in G r i e c h e n l a n d .
Mazedonien: Florina (Chabanaud), Saloniki, Paßhöhe zur Aivali-Ebene (Mus. Wien).
Thessalien, Epirus: Elassona, Agia Trias, Peristeri-Gebirge, 2000 m (Cyrén 3), Kumsades,
300 m, zw. Arta u. Nisista, Xerövuni, ¿ a ta r a k ti, Tsumerka, 800 m (Beier), Bach am Südabhang
der Eunipeus-Schlucht unterhalb Agios Dionysios am ThessalBhen Olymp,
600 m, Schlucht Skandagero, ca. 700 m, am SO-Hang des Thess. Olymp (Handel-Mazetti,
Mus. Wien).
Mittelgrieehenland: Kryoneri, Akarnanien (Reiser n. W erner 2), Parnaß (Bkdriaga),
Livadhi-Hochehene, Velouchi-Gebirge, 2000 m (Cyrèn 3).
Gattung: Hyla Laur.
Bo u l en g e r , 1. c. p . 246 u . 235. — Sc h r e ib e r , 1. c. p . 203.
Die einzige europäische A rt dieser durch mehrere Hundert Arten in Amerika, Australien
und Neuguinea, dagegen spärlich in N ordwestafrika und im gemäßigten Asien vertre-
tene Gattung ist durch die Haftseheiben am Ende der Finger und Zehen, durch die meist
glatte Rücken- und körnige Bauchhaut, sowie durch den großen Kehlsack (Schallblase)
gekennzeichnet.
Eine besondere Rasse {H. arborea cretensis A h l) , die durch etwas längere Tibia und
in beiden Geschlechtern gekörnten Kehlsack sich vom Typus unterscheiden soll, hat E. A m
von Kreta beschrieben.
Die Arten der Gattung Hyla sind Baum- und Gebüsehtiere, die nur zur Paarungszeit
das Wasser aufsuchen. Bei der Paarung umfaßt das cT das $ um die Hüften. Die
Eier werden in kleinen Klumpen abgelegt.
Hyla arborea L.
Boulenger, 1. c. p. 277, Taf. XIV, u. 236. — Bedriaga, 1. c. p. 213. — S chreiber, 1. c. p. 203. — D ürigen, 1. c. Taf. IV,
fig. 3. — Stern feld , 1. c. Taf. 20.
Der Laubfrosch ist in ganz Griechenland, aber sehr verstreut, nachgewiesen. Auf den
Ionischen Inseln lebt er häufig auf den Agaven, von deren dunklem Graugrün sich seine
helle, fast gelbe Färbung sehr deutlich abhebt und in deren Blattwinkel die Eiklumpen in
das hier angesammelte Regenwasser abgelegt werden. Bei den ionischen Laubfröschen ist
das d 1 in der Regel merklich kleiner als das 9.
Die L arve ist durch den am Ende zugespitzten Schwanz, dessen hoher oberer Hautsaum
nach vorn bis zwischen die Augen reicht, sowie den lebhaft goldglänzenden Bauch ausgezeich-
Abb. 6. Hyla arborea arborea L. cf.
Abb. 6 a—b. Hyla arborea arborea L.
a $> b c f mit beim Quaken aufgeblähter Kehlhaut.
(Aus Werner in Brohmer, Fauna von Deutschland,
Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig.)
Aus „Reptilien und Amphibien“ (Schmeils Naturwissenschaft- Abb. 6 c. Hyla arborea arborea L. Links Mundfeld der
liehe Atlanten). Verlag Quelle & Meyer, Leipzig. Larve vergr., rechts Larve von der Seite.
net. Oberseite olivengrün. Die Augen sind seitlich, daher sowohl von oben als von unten
sichtbar. Länge 4—5 cm.
Von 58° n.Br. durch ganz Europa (mit Ausnahme von Großbritannien und Irland,
Norwegen und dem mittleren und nördlichen Schweden), in Nordwestafrika, Westasien
(Kleinasien, Syrien und Cypern) und Jap an verbreitet; man kennt mehrere Rassen, in Griechenland
lebt jedoch nur die typische Form.
V e r b r e i t u n g in G r i e c h e n l a n d .
Mazedonien: Florina (Chabanaud).
Epirus: Prevesa (Conemenos n. Boettger 5), Jan in a (Cyren 3).
Mittelgriechenland: Tatoi (Bedriaga), Attika (Heldreich n. Bedriaga), Agrinion, Akarnanien
(F. Müller n. Boettger 1 ), Karystos, Euboea (Boettger 5).
Peloponnes: (Heldreich n. Bedriaga), Modhon, Messenien; Arkadien (Exp. Moree n. Be driaga),
Kalamata (Werner 4).
Ionische Inseln: Kerkyra (Boettger 1, W erner 1), Zakynthos (Werner 1, K ühnelt).
Zykladen: Tinos (Erber n. Bedriaga), Naxos (Bedriaga).