
Ein verkehrt-kegelförmiger, hohler, am obern, dickem Ende convexer Körper, der durch ein
sehr dünnes, fciulöcheriges Netz gebildet wird, dessen Fasern wahrscheinlich aus harter, kalkartigcr
hiassc bestehen. Die Löcher dieses Netzes liegen schrägzeiiig.
i . C o n o d i c t y ü m S t r i a t u m M ü n s t e r .
T a i. X X X V I I . Fig. 1. M a gnitudine quadrupUci. Vie rfach v o rg rü fse rt.
Petrefactum calcarewn, e stratis margaceis calcarei iurassi B a r u t h i n i . M. M.
Dieser sehr zierliche Naturkörper hat seiner Bildung nach mit der Gattung C o e lo p ty ch ium
einige Aehnlichkeit, unterscheidet sich aber generisch von allen bekannten Zoophyten. Eine, aus sehr
feiuen, wahrscheinlich kalkartigen Fasern bestehende, dünne, mit Löchern durchbrochene Haut bildet
einen hohlen, verkehrt-kegelförmigen Körper, der an seinem dickeren Ende hall)kiigelig zugerundet
ist. Seine Spitze fand man noch niemals vollständig erhalten, daher nicht entschieden werden kann,
ob er frei oder aufgewachsen war.
Von ihr laufen freie, erhabene Rippen divergirend über die Seitenflächen hinauf, uud endigen
sich auf der convexen Basis, entweder plötzlich aufliörend, oder sich allmälich verflachend. Diese
Rippen bestehen nicht aus dichterer Masse, sondern sind nur zarte Falten, und daher ebenfalls mit
Löclicrn durchbrochen. Zwischen ihnen liegen je vier gedrängte Reihen kleiner, runder Löcher, die
mit gröfser Regelmäfsigkeit schrägzeilig geordnet sind. Am stumpfen Ende werden sie allmälig feiner,
uud ihre Reihen convergiren nach dem Mittelpuncte derselben, der vollkommen geschlossen ist.
Dafs dieses organische Gewebe sehr düuu und innen ganz hohl sey, zeigen durchschnittene uud
angeschhflene Exemplare.
, "Wm-de von Herrn Grafen v. M ü n ste r in den mergeligen Schichten des Jurakalkes bei S tr e i tb
e rg gefunden, und kommt dort nur sehr selten vor.
2. F l u s t r a l a n c e o l a t a nobis.
Fig . 2. a. e. Fragmenta, magnitudine natnrali.
b. d . Illo rum jjarticidae, maguitudine octupUci.
B ru c h s tü c lie , in n a tü rlich e r Grüfse.
Stü ch ch en d e rse lb en , achtmal Terg rö fsc rt.
Flustra crustáceo-frondescens, fronde lineari-lanceolata obtusa, cellularum ovalium seriehus divergentihus
vel rectis.
Petrefactum calcarewn, in calcareo compacto (trajisitorio?') cum T e r eh r a tu l a r u m et E u er
in i to r u m fragmentis incluswn, ex agro G r o n in g e n s i. M. B. et M u s . G ro n in g .
Diese Versteinerung bildet freie, flache, dünne, lanzettförmige Blätter, welche an der Spitze abgerundet
sind. Die Zellen haben eine viereckige Grundiläche, scheinen aber im Innern oval gewesen,
zu seyn, weil ihre Ausfüliungsmasse diese Gestalt hat. Auf den breitem nnd gröfsern Bruchstücken
liegen sie geradzeilig neben einander, auf den kleinem aber, die wahrscheinlich Endspitzen sind, bilden
sie schrägzeilige Reihen, die aus einer Mittellinie divergiren.
Findet sich in der Gegend von G r o n in g e n , in einem dichten grauen Kalkstein, der E n c ri-
n i t e n g l i e d e r und Bruchstücke von T e r e b r a t u l i t e n enthält.
Facies superior et
iitferiür, maguitudine
2 6 . C e r i o p o r a D i a d e m a
Die o b e re und
n aturali. d ie u n te re S e ite , in n:
Ceriopora sessilis, suhorhiculata, solitaria vel eaespitosa et prolifera, superficie superiore costis
porosis prominulis stellata.
Confer, pag. 39. ta b , W. ß g . 12.
Archetyjmm fossile, e creta margacea montis S t. P e tr i et e stratis margaceis calcarci grossi
regionis Osn a h ru g e n s is . M. B. et M. M.
Die, am angezcigten Orte bereits beschriebene und abgebildete C e r io p o r e aus dem St. P e t
e r s b e rg e wurde seitdem von Herrn Grafen v. M ü n s t e r zu A s t r u p p aufgefunden, uml zwar in
ältern und vollständigem Exemplaren. Aus diesen ist ersichtlich, dafs sie sich zu rasenförmigen Massen
■,5,
1 ¡I