
Aus einem gemeinschaftliclien Stamm erheben sich mehrere verkehrt - kegelförmige Aeste. Das
Gewebe besteht ans krausen, locker verwebten Fasern, und der Durchmesser der gleichförmigen Röhre
ist der Dicke des Randes gleich. Hat sehr grofse Aehnlichkeit mit S c y p h ia c y l i n d r i c a , und unterscheidet
sich von dieser nur durch den Mangel des äufsern Ueberzuges, durch ein mehr lockeres
Gewebe, und durch rasenförmig - beisammenstellende Aeste.
Hornsteinversteinerung von I l a t t h e im und S t r e i t b e r g , aus den obern Lagen des Jurakalkes.
5 1. S c y p h i a N e e i
Bru ch stü ch e ines tr ic h tc ifö rm ig e n Exemplars.
V erg rö fse ru n g d e r äu fse rn Oberlläclie
und e in er Duvcbschnittsiläcbe.
F ig . 2. fl. Fragmentum speciminis mfu n d tb u lifo n n is.
b. Superficiei exteruae
C. e t segmenti p a r s , lente aucta.
ScjjiUa ohcmüca vel infuniihuUformis, foraminibus ovalibus .jidncuncmlihus pertusa fihris strie,
tis laxe contextis suhdecussantihus. crusta extertia muricata, subtilissime porosa.
Petrefactum calcareum et siliceo-corneum, e calcareo iurassi Baruthino. M. E. et M. M.
Vcrkohrtkegel- oder trichterförmig, mit regelmäfsigen, schiefen Reihen ovaler Löcher durchbohrt.
Das innere Gewebe besteht aus sehr feinen, geraden Fasern, welche mit unregelmäfsiger Durchkreuzung
locker verwebt sind. Die äufsere Oberfläche dagegen hat einen ganz dichten, fein-porösen
Ueberzug, der rings um die Löcher strahlenförmig gesteUte, stachelige Erhabenheiten bildet.
Findet sich, mit Hornstein und Kalk versteinert, ln den obern Schichten des Jurakalkes bei
S tre itb e rg .
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7. A c h i l l e u m t r u n c a t u n i nobis.
B g . 3. n. M a g n itu d tn e naturali. tn n a tü rlic b e r GrSrse.
i . F a r s d a , , UnU aucta. E in v e rg rü fte r lo . Slück cb en .
Achilleum truncato.rumosum, incrustatum, fihris crassiusculis reticulatis.
Petrefactum siliceo -cornewn, e regionihus Arnshergicis. M. B.
Ein, wahrscheinKch langer und dicker Stamm mit einigen stumpfen Aesten an der Spitze. Das
Gewebe besteht .aus ziemlich dicken, netzförmig-verflochtenen Fasern, und hat grofse Aehnlichkeit
mit dem Gewebe der S cy p h ia in fu n d ib u lifo rm is (Tab. 5. flg. 2). Die Oberiläche ist stellen-
weise mit einer düiiuen Rinde überzogen.
Findet sich in der Gegend von A r n s b e r g , wahrscheinlich in dem dort vorkommeuden Plattenkalke.
8 . A c h i l l e u m t u b e r o s u m Münster.
F tg . \ . Frn gmen tum, mngu itn d in e nn tn rn li. E in B r u c h s tü c k , in n .tü r J ic h e r Gröfse.
Achilleum lohato.tuherosum, foraminihus et rimis imdique cariosum, {fihris dense contextis?)
Petrefactum siliceo-corneum, e calcareo iurassi Wilrt emh er glc o. M. M.
KnoUig, dicke Lappen bildend, mit kleinen Löchern und Rissen aflentlialben durchfressen. Das
Fasergewebe, welches nicht deutlich zu erkennen ist, scheint ans leinen, dicht-verwebten Faden zn
bestehen.
Hornsteinversteinerung von H a tth e im , aus den obern Schichten des Jurakalkes.
9. A c h i l l e u m c a n c e l l a t u m Münsict.
Fig . 5. F ra gm tm n a ,, „.agnitudine .utturali. Ein Bvuch.tück, in n.tärlichw GtoraC.
AclüUeum turlinatum, seriehus foraminum longitudinalihus et transversahhus canceUaüim.
Petrefactum siliceo-corneum, e calcareo iurassi Wilr temh er gico. M. M.
Bildet wahrscheinlich unregelmäfsige, krciselförmige Massen, und ist mit Reihen kleiner, rundlicher
Löcher gegen den Mittelpnnet hin durchbohrt, so dafs die äufsere Oborfliiche gegittert erscheint,
und die Verstcinermig strahlig - blätterige Ablösungen bildet.
Hornsteinversteinerung von H a tth e im , aus den obern Schichten des Jurakalkes.
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