
Dieser Jiierkwürdigc Körper hat die Gestalt eines Filzes. Seine hutförmige, innen hohle, oben vertiefte
Sclieibe wird von einem iingersdicken hohlen Stiel getragen, und zeigt auf ihrer untern Fläche
zweitheiJige, hie uud da mit einzelnen warzigen Erhöhungen besestzte, strahlige Falten. Die Substanz
bestellt aus feinen, giuerförmig gekreuzten Fasern, und hat ungefähr die Dicke einer Linie. Die Falten
der untern Lamelle des Hutes treten bis zur obern hinauf, und bilden eigentlich die Grundlage def-
sclben, indem diese nur aus einer sehr dünnen Haut besteht, welche verbindend über den Rücken dieser
Falten sowohl auf der obern vertieften Fläche, als auch auf der Fläche des Randes hiuwegläuft und
iladurch die faltigen Zwischenräume zu Kammern abschliefst. Da, wo diese Haut auf dem Rücken dor
Falten selbst aulliegt, ist sie, so wie in der vertieften Mitte, glatt und fein porös; in den Zwischem'äu-
men aber bildet sie ein Netz von ungleichgrofsen Löchern in regelmäfsigen Querreihen.
Komini nur sehr selieu im verhärteten Mergel bei C o e s f e ld vor.
G o r g
Fig. 1. a. b. c, F ill. ¡Mg. 20.
T a b u la X.
o n i a i n f u n tl i 1) u l i f o r m i s
XIX. G e n u s. F l u s t r a l.
Stirps Joliacea, fiexilis, lapidescens, cellularum seriehus in utracjue pagina,
tibus quasi contexta.
hasi frontis radian-
Blättrige, biegsame, Kalk enthaltende Polypenstöcke, welche aus aneinander liegenden Zellenreiheu
Itestehen. Diese verlaufen strahlig von der Grundfläche nach den Rändern hin, und sind auf beiden Sei-
teil der Ausbreitungen vorliandeu.
1. F l u s t r a c o n t e x t a nobis.
F ,g . 2, o. Internam fa d e m ostreaeincrustans, magnitudinenaturali. In n a tü rlic lie r G rö fs e , als U e b e rz u g a u f e in e r Austerschale.
b. Celhdarum p a rs, magnitudine aucta. Ein sta rk v e rg rö fs e rte s Stückchen.
Flustra incrustans, cellulis ore ovali inermi.
Archetypum fossile, e B ra h a n tia .
Bildet einen sehr zarten Ueberzug im Innern einer Austerschaie. Die sehr seichten ZeUen verlaufen
in schrägzedigen Reihen und haben glatte, ovale Mündungen.
Calcinirt. Von Graz in Brab an t.
XX. G e , n t l s. C e r i o p o r a nobis.
Et y m o l . Kujito'L«, f avo s imi l i s ; por us .
A 1 V e o I i t a s p e c i e
^ Folyparmm lapideum , ■ sessile vel affueum, e stratis cellularum plurimis cmcentricis invkem sese
mvolventihus. Cellulae tuhdosae vel suhprisnuukae, sulcontigme, paralleiae vel divergentes.
Em kalkartiger Polypenstock, der entweder ansitzt oder aufgewächseii ist, nnd aus mehreren, sich
concentnsch umschliefsenden Zellenschichten besteht.
Die Zellen sind röhrenförmig oder undeutlich prismatisch, entweder aneinander anschliefsend und
parallel, oder divergircnd.
Obgleich die Merkmale dieser Gattung fast mit jenen ilbereinstimmcn, welche L am a rc k für seine
Gatuing A lv e o lite s aufgestellt hat, so schien doch die Wahl eines neuen Gattungsnamens zur Vei-
meidnng jeder lining nothwendig zu seyn. A lv e o lite s in c r u s tan s Lam. besteht nicht ans überein.andcr
liegenden Zellenschlchten, und trägt daher die Gattungsmerkmale nur unvollständig au sich. Alveoli-
tes e s c h a ro id e s , angeblich aus der Gegend von D ü s s e ld o rf, ist uns noch nicht vorgekommen, obgleich
alle Fossilien jener Gegend sorgfältig gesammelt wurden. A lv e o lite s s u b o rb ie u la r is ist wahrscheinlich
unsere Ca lam o p o ra s p o n g ite s , von welcher sich A lv e o lite s m a d re p o ra c e a , weichein