
durchbohrte Querleiste. Eine ähnliche Gelenkiläche bildet das untere Ende. Es lassen sich
daher diese kleinen Glieder als Schulterglieder ansprechen, während die gröfsern mit den Rippengliedern
der P e n ta c r in i te n einige Aehnlichkeit haben. Näherte sich das Thier dieser Gattung,
so war das Endglied der Säule zwischen die horizontalen Spitzen der gröfsern Glieder eingeschoben.
Indefs siud die erwähuten seitlichen Gelenkflächen eine so merkwürdige Eigenthümlichkeit,
dafs man vermuthen kann, dasselbe habe einer eigenen Gattung angehört, welche
vielleicht den Uebergang der C r in o id e e n zu den Seesternen bildete, oder mit der Gattung Co-
m a tu la verwandt war.
T a b u l a LX I.
S . A s t e r i t e s l i b e r i ,
F r e i e S e c s t e r n e .
Der Körper dieser Thiere ist nicht durch einen Stiel befestigt, sondern Irei, niedergedrückt,
mit vorstehenden Ecken oder verlängerten Strahlen am Rande, welche den Armen der Encriniten
entsprechen. Körper und Strahlen bestehen, Avie bei jenen, aus einem Skelele von artikulirten,
kalkarligcn Gliedern. Das Skelel des MitteEtücks is,t aus einem Kranze von Rippengliederu und Zwi-
schcnrippengliedern gebildet, an welchen die Schlüsselbein- und Schulterglieder ansitzen, welche einfache,
lange oder kurze Anne und dichotomisch-zertheilte, öfters mit Fingern und Tentackeln besetzte
Hände tragen. Die Beckenglieder fehlen entweder gänzlich, und der Körper ist an deren Stelle
nur durch die allgemeine, häutige oder mit kalkartigeu Schildchen (A ssu la e ) gepflasterte Bedeckung
geschlossen, oder die Hauttäfelchen liegen beckenartig aneinandergefügt, oder es Et ein wEkliches
Becken vorhanden.
Die Armstrahlen siud ebenfalls mit einer Haut, Avelche häufig mit Täfelchen besetzt ist, bedeckt,
oder mit Halbringen und Schuppen. Ihr Skelet besteht aus ähnlichen Gliedern wie bei
deu E n c r in i t e n , die ebenfalls auf einer Seite eine Längsfurche bilden. Diese ist entweder offen
und strahlt vom Munde aus, oder nur so weit geöffnet, als die Scheibe des Körpers sich erstreckt,
und in ihrem fernem Verlaufe mit der Haut und ihren Schienen bedeckt. Aus diesen Furchen
streckt das lebende Thier fleischige Füfschen hervor, wälirend an den Rändern kalkartige Tentakeln
eingelenkt siud.
Die Muudöffnung der Seesterne ist fünfeckig, und von ihren V\"inkeln laufen die mit Tentakeln
besetzten Furchen aus. Bei den meisten Seesternen ist diefs die untere Seite des Körpers,
indem sie sich mit Hülfe ihrer Tentakeln bewegen; bei der nächstfolgenden Gattung aber liegt
der Mund nach oben gerichtet, wie bei den Stielasteriten. Wir nennen bei allen Asteriten diejenige
Seite, auf welcher sich der Mund befindet B au c h flä ch e (S u p e rfic ie s a b d om in a lis ), dio
eutgegengesetzte aber R ü c k e n flä c h e (s u p e r f ic ie s d o rs a lis ).
I. G en u s, C o m a t d l a l,im.
Decacncmos L in k . Asteriae sp. L in . Alecto L e a c « .
Corp u s orhieulare, abdomen rnembranaceum, in dorso co lum n a e non radicatae ru d im en -
tum h ra ch iis a u x i lia r ih u s ohvallatum.
B r a c h ia decem Simplicia vel palmata et digitata.
T e jita cu la articulata, opposita.
S ilic i hrachiorum serrati, cute ahtecti.
F ig , 1. A- C o m a tu l a e m e d i t e r
cerna ec
B . interna.
C. Costalis p rimarius e t
D . secnndarius.
E . Scapula a fa e ie superiore.
: p e lv is , a fa e ie ex- Das B e d ie n un d ein Arm d e r C o m a tu l a
von d e r äu fse rn un d von d e r
in n e rn Seite-
Das e rs te und
d as awe ito Rippenglicd.
Das S dm ltc rg lie d von d e r o b e rn Seite.