
9 . F u n g i a d i
Die o b e re Scile.
E in T lie iì d e rs e lb e n v e rg rö fs e rl.
Die Un te rse ite .
Die v e rg rö fs e rte Durchsctinittsflnclic.
F ig . 9. a. Facies superior.
b. E iu s p a r s , magnitudine Im ta aueta.
C. Facies inferior.
■ d . S egmenti tra nsversalis fa c ie s , aucta magnitudine.
Fumia ua-inqiK convexa, lacuna centrali orhiculari, lamellis crihrosis aequalihus crassiusculis denti-
adatis tmheculis transversidihus cotispicuis, basi concentrice rugoso-sulcata.
Petrefactum calcareum, ex Archiepisccpatu S a lish u rg en s i. M. B.
Auf beiden Seiten gewöDjt. Die Vertiefung im Mittelpunkte ist kreisrund. Die Lamellen sind
gleichförmig, ziemlich dick, gezähnt, und so weit von einander entfernt, dafs m.in die fadenförmigen
Querverbindungen wahmimint. Die concentrisch gerunzelte Unterfl.iclte ist in ihrer Mitte eben, beugt
sich aher mit ihrem Rande in die Höhe und zeigt sich da, wo sic abgerieben ist, fein gestrahlt. Die
Durchschnittsfläche läfst bemerken, dafs die Lamellen mit regelmäfsigen Reihen runder Löcher durch-
brocheu sind.
Ralkversteincrung aus der A b ten a u im S a lz b u rg isch cn .
1 0 . F u n
M a gnitudine naturali.
Facies superior e t
in fe r io r , aucta magnitudine.
C o r o n u 1 a nobis
In TiRtürlicber Gröfsc.
D ie o b e re und
u n te re F iä c b c v c rg rö fs e rt.
Fungia orhiadata, supra convexo-plana, lacuna centrcdi infmiihulifarmi, lamellis remotis maiorihus
minorihusque alternis traheculis trumoersalihus connexis in hasi plana confertis lis dichotomis.
Archetypus fossilis, e strata margacea-arenoso superficiali montium litlmnthraciferoriim TVestp h a -
lia e . M. cl. S a c k
Diese kleine Fungie ist kreisförmig, oben etwas convex und in der Milte vertieft, unten ganz flach.
Die SternlameUen anf der obem Fläche sind abwechselnd gröfser und kleiner, stehen von einander entfernt,
nnd sind hie und da durch Querwände zusammen verbunden. Auf der untern Fläche aber liegen
sie gedi'ängt aneinander, nnd diejenigen, welche am Mittelpunkte ausstrahlen, vervielfältigen sich
durch zweimalige, gabelige Theilung.
Der Form und Substanz nach wenig verändert. Aus dem Mergclgrand bei E s sen an der Ruhr.
T.tBULX XV.
XXX. G e n u s . D i p l o c t e n i ü m nob¡»
E t y m o l o g . d u p l e x ; Kr t i f f f i f , p e d e n .
Polyparium {lapideum?), frondescens, ßabelliforme, e laminis geminis inferné connatis, utraque superficie
a hasi radiatim lamellosis.
Von dieser merkwürdigen Corallengattung finden sich nur Al)drücke in der Gcljirg.sjuafse des Si.
P e te rsb e rg e s , gemeinschaftlich mit. C e llc p o r e n , C e rio p o re n und l'u n g ie n , init dem Abdrucke
der G o rg o n ia b a c illa r is , mit D e n ta lie n und A u ste rn . Bei dem Zcr.schlagcn dos ziemlich harten
Gesteins zeigt sich eine flache, herz- oder lanzettförmige Höhlung, deren beideWande mit zarten, von
der Basis bogenförmig nach oben ausslrahlenden Lamellen besetzt sind. Eine Scheidewand, aus einer
doppelten Lage ähnlicher Lamellen bestehend, ragt der Breite nach bis nahe an das untere Ende der
Höhlung herab, ohne jedoch dafselbe zu berühren, indem sie hier einen freien Rand liildct. Die zwei
Lamellenlagen dieser Scheidewand, welche durch eine dünne Zwischenschicht von unorganischer Mafsc
von einander getrennt werden, sind, wie man an den Rändern bemerkt, eine borlsclzung clor Lamidlen
der beiden Wände. Bei einigen Exemplaren sieht man feine Querfäden, durch welche die Lamellen untereinander
verbunden waren. Andere zeigen in der Mitte des untern Endes eine ■walzenförmige V erlängerung
der Höhle, die wahrscheinlich einen Stiel einschlofs, mit welcliem die Coralle fostge-vvadiscn
war. Die Auskleidung dieser Höhlungen hat keine organische Struktur, und ist daher nur dor Alnlruck
des verschwundenen Corallenkörpers. Dieser bildete demnach zwei flache, fäcbcvförjjjigc, an der Ba.‘;i.‘i
verwachsene, parallele, ganz nahe aneinanderstehende Blätter, die auf ihren beulen Seiten mit siraliiig