
1 !
x x x d :
D I V I S T O S E C U N D A .
R A D I A R I O R U M R E L I Q U I A E .
S T R A H L E N T H I E R E D E R V O R W E L T .
I E C H IN ID E S . S E E IG E L .
A. Corp u s H ie rum noji p e d u n c u la tum .
D e r K ö rp e r i s t f r e i , n ic h t d u r c h e in en S tie l f e s t s i t z e n d .
Die Schale der Echiniten aller Gattungen, rait Ausnahme der vorletzten, besteht aus zwanzig
Reihen kleiner, meistens fünfeckiger T ä f e l c h e n (A ssu la e ), welche paarweise von gleicher Gröfse
sind, mit ihren Ecken wechselseitig in einander eingreifend neben einander liegen, und dadurch zehn
F e l d e r (Arcae) bildeu.
Man unterscheidet fünf b r e i t e r e F e l d e r (A re a e m a io re s ) und fünf s c hm ä le re F e ld e r
(A rc a e am b u la c ro ru ra ). Die letztem bestehen aus einer gröfsern Zahl kleinerer Täfelchen, und
sind an ihren beiden Seitenrändern mit einer doppelten oder einfachen Reihe kleiner Löcher durchbohrt,
welche paarweise einander gegenüberstehen, entweder durch eiue e in g e d r ü c k t e Q u e rlin ie
v e r b u n d e n (P o ri c o n iu g a ti) , oder o h n e diese V e rb in d u n g (P o ri s e iu n c ti) .
Die Reihen dieser Löcher heifsen F ü h le rg ä n g e (A m b u la c r a ) . Sie verlaufen vom Scheitel
bis zum Munde, und sind entweder im ganzen Verlaufe sichtbar (A m b u la c ra c om p le t a ) , oder an
den Rändern der Rückeuseite so klein, dafs sie dem blofsen Auge verschwinden (A m b u la c ra in -
c om p le ta ), und nur durch die Vergröfserung uud an Steinkernen wahrgenommen werden können.
Immer sind also zehn Fühlergänge vorhanden, und man hat daher irrthümlich nur iünf derselben gezählt,
wenn sie paarweise so nahe aneinander liegen, dafs der Zwischenraum ihres Feldes eine
schmale Linie bildet, oder nur vier, wena die Poren eines Paares wegen ihrer Kieinlieit nicht in die
Augen fallen.
T a b u l a XXXIX.
I. Genus. C i d a r i t e s La
E c h in i sp . L i n . C id a r i t a e sp. L e s k e ap . K l e i n .
C o rp u s spliaeroideum vel depressiusculum, ambitu orhiculari vel dliptico.
Os inferum centrale, dentihus quinqué armntwn. A n u s supenis centralis.
A m b u la c r a augusta, completa, e vertice ad os radiantia, poris oppositis seiujictis vel stria im-
pressa transversa coniugatis.
T u b e r c u la a cu leo rum maiora mammUlwia, mijiora interposita granulosa. A c n l e i mobiles,
minores suhulati, maiores hacilliformes, cum tubercidis articulo coniuncti.
Der, Körper ist kugelförmig oder etwas niedergedrückt, uud hat einen kreisrunden oder elliptischen
Umfang.
Der kreisrunde Mund liegt im Mittelpuncte der untern, hier meistens etwas eingedrückten Fläche,
und ist mit fünf, an einem Rnochengestell artikulirteu Zahnen bewaffnet. Der ebenfalls kreisrunde
After beiiudet sich in der Mitte des Rückens, dem Munde gerade gegenüber.
Die fünf Paare der Fühlergänge bestehen aus geraden oder gefchlängelten Reihen paariger Poren,
die sich entweder in einfacher Ordnung folgen, und durch eingedrückte Querlinien mit einander verbunden
sind, oder mehrpaarig und unverbunden iu schiefen Linien nebeneinander liegen. Die Felder
der Fühlcrgänge sind im ersten Falle schmal uud linienförmig, im zweiten breiter, warzentragend
uud lanzctifönuig. In der Mitte jedes Täfelchens der gröfsern Felder steht eine grofse, mit einer glat