
Petrefactum calcareum, e regione S a l i s b u r g en s i. M. B.
Dieser Naiurkörper, dessen wahrscheinliche Form auf der angezeigten Tafel nach den Abdrücken
dargestollt woiden war, welche im Gesteine des S t. P e t e r s b e r g e s Vorkommen, ist seitdem von
Herrn Hofrath K e f e r s te in als Kalkversteinerung bei G o sa u unweit H a l l e in aufgefunden worden.
7. T u r b i n o 1l a c u n e a t a
ln F ig . 17. a. b. M a g n itu d in e natnrali. n a tü rlic b e r Grüfse.
«. Far. anceps, sedecimcostata.
Archetypum fossile, e regionihus S a lis b u r g e n s ih u s et F i c e n t in i s .
Diese Spielart, welche ilirem wesentlichen Baue nach zu T u r b i n o l i a c u n e a ta gehört, unterscheidet
sich durch mehr oder weniger erhabene Rippen, die an beiden Seiten scharfe Schneiden bilden.
Sie findet sich in der A b te n a u im S a lz b u r g is c h e n und eben so in der Suhapeninnen-Formalion
zu C a s t e l l ’a r q u a to , wo sie von Herrn Dr. B ro n n entdeckt witrde. Dieser gelehrte Naturforscher
fand an demselben Orte auch Exemplare, die mit einer ausgebreiteteu Basis aufgewachsen waren,
so dafs demnach die T u r b in o lie n , da sie auch aufgewachsen Vorkommen, kaum mehr von der
Gattung A n th o p h y l l u m zu unterscheiden sind.
1 0 . T u r b i n o l i a l i n e a t a
Fig. 18. a. Blagnitudine naturali.
b. Superßciei p a rticu la aucta.
Iq n a tü rl ic b e r Gröfse.
E in v e rg rö fs e rte s Stü ckchen.
Turbinolia ohconica, hasi incurva, suhcompressa, superficie striata granulata, stella elliptica, lamellis
maiorihus prominulis singulis alternatim minorihus.
Archetypum fossile, e calcareo grosso S a l i s h u r g e n s i . M. cl. K e f e r s te in .
Verkehrt-kegelförmig, etwas zusammengedrückt und an der Basis wenig gekrümmt. Abwechselnd
breitere Lamellen bilden auf den Seitenflächen eine erhabene Streifung, und reichen auf dem ovalen
Sterne, wieder unter sich abwechselnd, weiter nach dem Mittelpuncte hin.
Der Stern scheint sehr vertieft zu seyn; seine übrige Beschaffenheit ist indefs an den unvollständigen
Exemplaren nicht zu erkennen.
Findet sich im Grobkalke bei Go sau u nwe it H a ll e iu im Salzburgischen.
1 0 . T u r b i n o l i a i u t e r m e d i a M ü n s t e r .
F ig . 19. Ma g n itu d in e quintuplici. F ü n ffa c h v e rg rö fs e rt.
Turbinolia cuneato-compressa, lamellis lateralibus raris crassis laevihus, in stella oblonga singulis
alternatim dimidiatis.
Archetypum fossile, e stratis arenosis formationis calcarei grossi regionis Cas c c lla a a e in B a s s
i a. M. M.
Klein, keilförmig-zusammengedrückt, aus wenigen, nach Verhältnifs dicken, an der Seitenfläche
glattkantigen Lamellen bestehend. Der Stern ist länglich,und die abwechselnd breitem und schmälern
Lamellen stofsen in einem linienförmigen Mittelpuncte zusammen.
Steht zwischen T u r b i n o l i a c r i s p a und T. s u l c a t a in der Mitte.
Aus den tertiären Sandschichten hinter der W ilh e lm s h ö h e bei Kassel.
1 2 . T u r b i n o l i I u 1 a t a
F ig . 20. Ma g n itu d in e quadrupUci. Vie rfach v c rg rö fs ert.
Turbinolia ohconica, hasi incurva, lamellis lateralibus granulatis in stella orhiculari, singulis alternatim
brevissimis.
Occurrit cum praecedenti. M. M.
Verkehrt-kegelförmig, au der Basis etwas gekrümmt. Die Lamellen sind an ihren Kanton verwachsen
und gekörnt, wodurch die Seitenflächen körnig-gestreift erscheinen. Der Stern ist kreisrund, und
nm- die abwechselnd breitem Lamelleu erreichen den Mittelpunct.
Findet sich mit der vorhergehenden Art auf der W i lh e lm s hö h e . Eine ähnliche, etwas kleinere
Turbinolie kommt in B ö hm e n , in den Geschieben vor, welche die Pyropcn enthalten.