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8 . T r a g o s P a t e l l a n o b i s .
F i g . 2. Specimen a d u ltum , m a g n itu d in e n a tu ra li. E iu n u sg cbildetcs E x em p la r, in n a tü rlic h e r Grüfse.
Tragos patellaeforme, obsolete porosum, disco concavo, in adultis undato, supra aciculatum, sub-
tus concentrice rugoswn, foraminibus aequalihus minutis undique sparsis.
Confer, p ag. 14. tab. 5. f i g . 10.
B a i e r i m o n n m . tab. 2. f ig . 3. 4.
Petrefactum calcareum, e calcareo iurassi Baruthino, Würtemher gico et Helvetica. M. M.
Von flacher, tellerförmiger oder fast trichterförmiger Gestalt. Die obere Fläche zeigt zerstreute,
kleine Poren, und feine, kurze Nadelritzen, die meistens vom Mittelpuncte nach der Peripherie gehen,
aber nicht an allen Stellen sichtbar sind, und unregelmäfsig verlaufen.
Die untere Fläche ist incrustirt, bildet ringförmige Runzeln, und läfst dieselben zerstreuten, kleinen
Poren wahrnehmen wie die obere. Bei ältern, gröfsern oder dickem Exemplaren faltet sich der
Rand, wodurch unregelmäfsige, ausstrahlende, breite Furchen und Erhabenheiten entstehen.
Ralkversteinerung aus dem Juragebirge. Jüngere Exemplare fanden sich im W ü r tem b e rg is
ch en und in der S c hw e iz , ältere bei R a b e n s te in und H e il ig e n s t a d t im B a i r e u th i s c h e n .
1 1 . T r a g o s r a d i a t u m M ü n s t e r ,
Fig . 5. a. Faeies superior et
b. in fe r io r , magnitudine naturali.
Die o b e re und
die u n te re F lä c h e , i itü rlich o r Gröfse.
Tra<ros patellaeforme, porosum, inferne rugis inaequalihus radiantihus, superne foraminihus minutis
spca-sis.
Petrefactum calcareum, e calcareo iurassi Baruthino. M. M.
Schüsselförmig, porös, auf der obern, etwas vertieften Fläche mit runden, kleinen Löchern besetzt,
auf der untern mit unregelmäfsigen, strahlenförmigen Runzeln.
Aus dem Jurakalke der Gegend von S t r e i tb e r g .
12. X g o s - r u g o s u m Mün
In Fig . 4. Aiagnitudine naturali. n a tü rlich e r Gröfsc.
Tragos patellaefortne, superne explanatum, fihrosum, foraminibus maiusculis remotis sparsis, in-
ferne incrustatum rugis annularihus.
Petrefactum ccdcareum, e calcareo iurassi Baruthino. M. IM,
Tellerförmig, unten incrustirt und mit dicken, ringförmigen Runzeln umgeben. Die obere Fläche
ist fast eben, durch das verwu-rte Fadengewebe rauli, und mit zerstreuten, runden, entfernt stehen-
den'Löchern besetzt.
Aus dem Jurakalke der Gegend von S l r e i t b e r g .
1 3 . T r a g o s r e t i c u l a t u m M ü n s t e r .
In n a tü rlich e r Gröfse.
E in v e rg rö fs e rte s S tü ck c h en d e r u n te rn F lä c h e .
Fig. 5. a. M a gnitudine naturali.
l . P a rs superficiei in fe r io r is , lente aucta.
Tragos infundibuliforme, e fihris subtilissime reticulatis contextnm, extus porosum, intus cica-
triculis rotundatis remotiusculis notatwn.
Petr-efactwn calcareum, e calcareo iurassi Baruthino. IM. M.
Trichterförmig, aus sehr feinen, zu kleinen netzförmigen Maschen verwebten, Fibern bestehend.
Die äufsere Oberfläche läfst zerstreute Poren bemerken; die innere aber ist mit Hachen, runden, erb-
sengrofsen Narben besetzt, welche um die Weite ihres Durchmessers von einander abstchen.
Aus der mittlern Schicht des Jurakalkes bei S t r e i t b e r g .
1 4 . T r a , 0 8 v e : r r u c o s u m M ü n s t e r .
Fig. 6. Ma g n itu d in e naturali. I " n a tü rlic lie r Gröfsc.
Tragos cyathiforme, extus laeve, intus foraminibus prominulis verrucosum.
Petrefactum calcareum, e calcareo iurassi montium Baruthinorum. M. M.
Becherförmig oder irichterförmig, an der äufsern Seite glatt und mit Poren, auf der Innern mit
erhabenen, durchbohrten Warzen unregelmäfsig besetzt.
Aus dem Jurakalke der Gegend von S tr e i tb e rg .
8. C n e m i d i u m g r a n u l o s u m Münster .
Fig . 7. Ma g n itu d in e tiaturali. In n a tü rlich e r Gröfse.
Cnemidium turbinatum vel infundibuliforme, vertice tuhuloso vel excavato laevi, reliqua superficie
striis granulatis anastomosantihus reticulata.
Petrefactum calcareum, e calcareo iurassi Baruthino. M. M.
Kreiselförmig, mit einer verhältnifsmäfsig engen Röhre, oder trichterförmig. Die innere und
äufsere Oberiläche ist mit erhabenen, körnigen, netzförmig-verzweigten, schmalen Adern geziert.
Kalkversteinerung von S t r e i t b e r g , aus der obera Schicht des Jurakalkes.
C n e m i d i u m a s t r o p h o r u m M ü n
I. a. Specimen solitarium.
b. Speeimen caesjiitosum.
e. P a r s , lente aucta.
E in e in fa ch e s und
e in rasenfÖrmiges Exemplar.
E in v e rg rö fs e rte s Stü ck ch en .
Cnemidium solitarium vel caespitosum, vertice tuhuloso sulcis radiato, poris crehris stellatis undique
sparsis.
Petrefactum siliceo-corneum, e calcareo iurassi Bavarico et Wür temh er gico. IM. IM.
Einfache, oder rasenförmig auf einem gemeinschaftlichen Stamm zusanuneugewachsene, kugelige
Köpfchen, mit einer röhrenförmigen Scheitelmündung, deren Rand mit kurzen, einfachen Furchen bezeichnet
ist. Die ganze übrige Oberfläche ist mit gedrängt stehenden, sternförmigen Poren besetzt.
Die gröfsern, einfachen Exemplare nehmen eine vier- oder fünfeckige Gestalt an, und haben in ihrer
Höhlung eben so viele, den hervortretenden Ecken entsprechende, eindringende Vertiefungen.
Macht den Uebergang zu den Rührenschwammen, nnd findet sich als Hornsteinversteinerung bei
H a t t h e im und R e g e n s b u r g in der obersten Schicht des Jurakalkes.
1 0 . C n e m i d i u m c a p i t a t u m M ü n s t e r .
Fig . 9 . M a g n itu d in e duplici. In v e rd o p p e lte r Gröfse.
Cnemidium stipitato-capitatwn, capitulo sulcis cariosis radiato, vertice tuhuloso, stipite poroso, poris
maiorihus stellatis,
Petrefactum siliceo-corneum, e calcareo iurassi montium Bavaricorum. M. M.
Ein kurzer, walziger Stiel trägt ein kugeliges Köpfchen, vou dessen röhrenförmiger Scheitehnün-
dung erhabene Adern und wurmstichige Furchen ausstrahleu, zwischen weichen sich sternförmige Poren
bemerklich machen. Aehnliche, sternförmige Mündungen sind auf der Oberfläche des Stiels mit
einer gewissen Regelmäfsigkeit geordnet, so dafs die, mit feinen Löchern durchstochenen, Zwischenräume
flach erhabene Rippen und Adern darstellen.
riornstemversteineruug aus dem Jurakalke bei Amberg.
1 . S i p h o n i a p y r i f o r m i s n o b i s .
Fig . 10. Specimen subglohosum, magnitudine na tu ra li. Ein fast b u g c llü ru u g cs ExeinpUt-, in na lü rlicb ev Gröfse.
Confer, pag. 16 tab. 6. f i g . 7. o. b.
Petrefactum calcarewn, e calcareo iurassi Baruthino. M. M,
Die hier abgebildete Hornstein-Versteinerung, welche im Jurakalke bei S t r e i t b e r g vorkommt,
stimmt in allen wesentlichen Síerkmalen mit S ip h o n ia p y rifo rm is aus der Rreideformation überein.
Die Röhre ihres Scheitels ist ebenfalls seiherförmig mit regelmäfsigen Reihen von Löchern durchbrochen,
und zerstreute Locher, so wie ausstrahlende Furchen, sind auf der ganzen Oberfläche zerstreuet.
Sie hat eiue bald birn- bald kugelförmige, öfters verdrückte, äufsere Gestalt, und einen kuzen Stiel.
Sic gehört zu den wenigen Versteiuerungen, die dem Jurakalk und der Kreide gemeinschaftlich sind.
Die Masse, welche ihre Röhren zunächst umgicbt, ist dichter als die übrige, daher die Röhren,
wenn letztere ausgowillort ist, blofs liegen, und solchen Exemplaren eiu fremdartiges Ansehen geben.
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