
Gorgonia undulato - infujulihulifonnis, suhtilisslme reticulata, ramidls teretihus, cortice crasslus-
cnla oscuUs crehei'rimus tiiherculata.
Confer, pag. 20. tah. \0 . ß g . 1.
E s c h a r i t e s r é t i f o n n i s . v. S c h l o t h . in d . M ü n ch t. Acad. Denkschr. V I . pag. 17. tcib. i . ß g . 1. 2.
E stratis superiorihis dolomiticis calcarei secwidarii T h u r in g ia e {Fig. h. c.) et e calcareo
montis U r a l is {Fig. «.) M. B. et M. M.
Die hier abgebildeten Bruchstücke dieser Gorgonie aus dor Rauchwacke von G l ü c k s b r u n n
zeigen den Bau derselben vollständiger, als er durch die gelieferte Abbildung eines Stückes aus der
Grauwacke erkannt werden konnte. Die von ihrer Rinde entblöfsten Aeste sind fein gestreift, zertheilcn
sich gabelförmig, und verbinden sich durch kleine Queräste unter einander, um ein fächer-
oder trichterförmiges, sehr enges Netz darzustellcn, welches bisweilen die Länge einiger Fufse erreicht.
Die lockere Rinde, womit die Aeste und Querverbindungen überzogen sind, ist ziemlich
dick, und bildet auf der erstem grofse, erhabene, gedrängt nebeneinander stehende, häufig in Reihen
geordnete PolypenzeUen, welche das rauhe, getüpfelte Anselien der Abdrücke dieser Gorgonie veranlassen.
Einen wesentlichen Unterschied zwischen den Exemplaren aus dem Zechstein und denen aus
der Grauwacke vermochten wir nicht aufzufinden. Wenn er vorhanden war, so mag er in einer
geringem Dicke der Rinde bestanden haben. Vorzüglich gut erhalten und in grofsen, ausgewachsenen
Individuen findet sich diese G o rg o n ie auch in einem weifsen Kalkstein aus dem U r a l, der
zur Formation des Üebergangskalkes zu gehören scheint.
Die G o r g o n ia r i p i s t e r i a (tab.VII.fig. 2.) unterscheidet sich durch vierfach gröfsere Netzmaschen,
und durch viel kleinere, zahfieichere und wahrschciulich weniger erhabene Zelleuwai'zeu.
Flg . 3. a. Fragmentum, magidtudine natnraU e t
b, septuplici.
5. G o r g o n i a a n t i q u a n o b i» .
E in B rn c bS tu c k , in n a tiirlic b o i Gröfsc un d
siebonmal v e rg rö fs e rt.
Gorgonia fiaheJlatn, ramis tetragonls, ramulis teretihus reticulatim coniunctis, cortice tenui, osculis
lateralibus uniserialihus remotiusculis.
Petrefactum calcarewn, e calcareo transitorio E i f l ia e et U ra lis {Ftg. a) et e stratis superio-
rihus dolomiticis calcarei secundarii T h u r in g ia e {Fig. h). M. B ., M. M. et M . cl. S a ch .
Die abgebildeten Bruchstücke sind fächerförmige Ausbreitungen, mit netzförmig-verbundenen,
viereckigen Aestchen, deren runde Verbindungszweige auf den scharfen Kauten steheu, so dafs die
zwei übrigen Kanten auf der obern und untem Seite eine Gräthe bilden. Auf beiden Seiten dieser
Grädie liegt eine einfache Reihe verhältnifsinäfsig-gröfser Zellenmündungen, welche sich als schwarze,
vertiefte Punkte auf der dünnen, weifslichen Rinde bemerklich machen. Sie sind viel gröfser als bei
G o r g o n i a r i p i s t e r i a , weniger erhaben als bei der vorhergehenden Art, uud nicht so zahlreich
als bei beiden.
Kalkverstemerung im Uebergangskalk def E i f e l ünd des U r a l , in welchem ein Gemenge vou
T r i lo b it e n , E n c r in ite n g lie d e ru , T e r e b r a tu l i t e n und kleinen K o r a ll e n vorkommt. Das, in
den obem dolomitischen Schichten des Zechsteins bei G lü c k s b r u n n , mit der vorigen G o rg o n ie
auf^efundcne Bruchstück, stimmt iu allen weseutlichen Merkmalen so sehr mit dieser Versteinerung
überein, dafs es nicht möglich war, Unterschiede zwischen beiden aufzufinden. Es ist diefs demnach
mit C a lam o p o ra s p o n g ite s (pag. 80) uud der vorhergehenden G o r g o n ia die dritte Koralle
des Üebergangskalkes, deren identische, oder wenigstens höchst ähnliche Formen zugleich auch im
Zcchsteine Vorkommen.
2 . I s i s r e t e p o r a c e a nol>U.
F ig . 4. B la gm ia d in e quadrupUci. V ie rfac b v c rg rö fsert.
Isis ramosa, flahellata, ramis compressis dichotomis reticulatim stviaio-porosis.
Archetyjnim fossile, e stratis mctrgaceis formationis calcarei grossi W e s tp h a lia e . M. M.
Diese kleine Koralle bildet fächerartige Ausbreitungen, mit netzförmig-verwachsenen Aesten, Die
Aeste sind zusammengedrückt und fein gestreift. Die Rinde, deren bl.ifsrothe Farbe au einigen Stellen
noch erhalten ist, zeigt mit dieser Streifung auch feine,- in den Furchen stehende, unregelmäfsig