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L c i b n > C i i Protogaea. ta b . 10.
S c h u l z e n , B e tra ch t, d. v erstein . Seesterne. D r e sd . 1760. tah. ) . f g . 4 — 6. 8.
K n o r r , tab. X L a . Si/pplem. ta b . V l I . e. f ig . 1. 2 . 4.
S c h r ö t e r , E in le it. IL L p a g . 241. tah. 3. f i g . 1 — 9.
A n d r c a c B r ie fe a. d . Schweiz, tab. 2. f g . 9.
N a t u r f o r s c h e r . LIL. V L M H I . X I .
V o r t i e e l l a r o t u l a r i s . E s p c r s Zo ophyten. Morti*. tab. 8.
B l u m e n b a c h , Abbild, n a t. Gegenst. ta b . 70. f i g . a. b.
L i l y e n e r i n i t e . P a r k , o rgan. rem. I I . tab. 14.
B r o n n P fa n z e n th . tab. 3. f g - 3-
Petrefactum calcareum, e calcareo conchylifero E i f l i a e .. M. B.
Die.ser Encrinit ist die einzige Art der Gattung E n c r in u s , und findet sich ausschliefslich im
Muschelkalk, uud zwar in Deutschland vorzüglich z u E r k e r o t h e im B r a u n s c h w e ig i s c h e n ,
am I lo in b e r g e bei G ö t t in g e u , in der Gegend um Q u e r f u r th , bei T a n g e l s t ä d t im W c i-
m a r is c h e n , am L o h b e r g e bei T o n n a , am K r a u b e r g e bei G o th a , zu W a l t e r s h a u s e n
am Fufse des T h ü r i n g e r W a ld e s , uud in einer kleinen Ablagerung des Muschelkalkes zu
S c h w e r f e n , am Fufse der E i f e l, von welchem letztem Fundorte die abgebildelen Exemplare
herrühren. Die Stielglieder finden sich dort in der obersten, mergeligen und zerreiblichen Schicht
des Hügels in ungeheurer Menge, seltener einzelne Säulenstücke, Wurzeln uud Ki-onenglicdcr, und
höchst selten ganz erhaltene Kronen,
Diese Thiere lebten gesellig, und zwar an einzelnen Orlen von geringen Grenzen, in gröfser
Menge beisammen. Ganze Familien derselben safsen mit ihren Wurzeln neben- und aneinander
(Tab. LIJI. Fig. 8. a .c .e .f). Die untersten Säulenglieder siud entweder verlängert, verdickt nach
unten ausgebreitet, uud sitzen mit der breiten, rauhen Basis fest; oder sie stecken keilförmig zwischen
zwei benachbarten, und werden von diesen umfafst und von ihren Ausbreitungen verdeckt
und eingeschlossen. Manche dieser Wurzelstücke sind auch verdreht uud gebogen (c. d.), um sich
gegenseitig auszuweichen, uud eine senkrechte Stellung für die übrige Säule zu gewinnen.
Die Säule ist -walzenrörmig, und nur an ihrem obern Ende haben einige w^enige Glieder einen
gerundet-fünfseitigen Umfang. Der Nahrungskanal ist eng und rund. Der untere Theil der Säule
hat nur walzige Glieder von gleichen Durchmessern (g — y .); weiter hinauf finden sich Gliederreihen
mit abgerundeten Seitenflächen {r. s.), und gegen das obere Ende hin wechseln breitere und
schmälere, höhere und niedrigere Glieder mit einander ab (i.). Anfangs sieht man nur in Zwischenräumen
von zehn oder zwölf Gliedern ein breiteres mit seinen abgerundeten Seitenflächen her-
vorlreten; höher hinauf folgen sie näher über einander, und in der Nähe des Kelches wechseln
immer ein breiteres und höheres mit drei schmälern und ein niedrigem, von welchen letztem wieder
das mittelste über die ändern hervortritt. Die untern Säulenglieder sind nicht nur im Umfange
gröfser, sondern auch in der Regel viel höher oder länger, während die lobern nur niedrig und
scheibenförmig, gegen das Ende hin jedoch auch fast kugelig erscheinen.
Die Säule verdickte sich durch Üeberlagerung neuer, seitlich ausgeschwitzter Kalkschichten,
wie diefs sowohl auf Durchschnittsflächen {h .k.l,n .u .), als auch bei beschädigten und verwitterten
Säulenstücken (y.) sichtlich ist. Der Länge nach vergröfserte sie sich durch Erzeugung kleiner Zwischenglieder,
die später mit den benachbarten verwuchsen, und mit ihnen durch die Üeberlagerung
neuer Rindenschichten verbunden wurden; so dafs ihre ursprüngliche Trennung äufserlich nicht mehr
wahrzunchmen ist. Indem jede der beiden Gelenkflächen eines Gliedes anfänglich eine neue Scheibe
absetzte, fand immer eine paarweise Verwachsung zweier Scheiben statt («.), welche sich theils
mit den altern Gliedern vereinigten, theils gesondert blieben, und die Grundlage neuer Glieder bildeten.
Hatten alle Glieder im untern Theile der Säule die Grenze ihres Wachslhums erreicht, so
hörte dort die Absonderung neuer Scheiben auf, und zeigte sich nur noch am obern Ende, in der
Nähe des Kelches, wo man auch bei gröfsern und ältern Kronen mehr gleichförmige, bei kleinern,
jüngern aber mehr ungleiche Säulenglieder antriiTt.
Nach dem verschiedenen Alter jedes Gliedes, findet sich auch die Gelenkiläche desselben verschieden
gebildet. Bei alten Gliedern in der Nähe der Wurzel sind die Strahlen entweder dick,
wenig zahb-eich und erstrecken sich fast bis zum Nahrungskanale (i-), oder sie erscheinen abgenutzt
und als unregelmäfsige, wellenförmige Erhebungen (?•). Etwas zahlreicher, und nur eine breite
Randeinfassung bildend, zeigen sie sich bei ändern (8-). Kleinere und jüngere Glieder haben unmittelbar
um den Nahrungskanal einen erhabenen Stern von fünf verkehrt - herzförmigen, ovalen
oder lanzettförmigen Blättchen. Von diesen laufen entweder mehrfach ^gespaltene Strahlen aus («•),
oder es findet sich zAvischen ihnen und den Strahlen ein Kranz kleiner Knötchen fe); oder eine
glatte Fläche (a. /*•). Bei den stumpf-fünfseitigen Gliedern in der Nähe des Kelches liät dieser
Stern lanzettförmige Blätter, und gestaltet sich zu erhabenen, mit Strahlen besetzten Leisten (f- f.)
zur Bildung von fünf Gcleiikfeldcrn, wie sie sich bei den Pentacriniten äuf allen Gliedern finden.
Das oberste Glied endlich ist in fünf keilförmige Stücke gespalten, deren jedes einen stark eiiia.'
bcnen Strahl des Sternes trägt, und in ihre einspringenden Winkel legen sich die fünf Glieder des
Beckens an, die an der untern Fläche die füuf, jnit Strählen eingefafsten Gelenkflächen wahrnehinen
lassen {Fah. L IV . Flg. D. 0 «z)- Das Becken ist demnach aus einem zerlegten Säulenglied entstanden,
dessen Stücke eine gröfsere Ausdehnung erreichten.
Die Entwickelung des Beckens und des gabzeu Kelches aus den Gliedern der Säule durch Anschwellung
uud Spaltung derselben, findet sich bei der Untersuchung khopfförmig-geendigter Säu-
lensLücke bestätigt (z — «•)
Sitzen diese Knöpfe auf solchen Sänlcnstückeu, die den Charakter einer bereits erreichten, VolU
koramenen Ausbildung wahrnehmen lassen (y-) ; so sind sie dicht, lassen keine Spaltung wahrnehmen,
und können daher nur als Vernarbung eines Abbruches angesehen werden, wie sich Ergänzungen
auch an ändern Säulenstücken (v.io.x.) linden. Bei Säulen dagegen, welche die Merkmale eines
jugendlichen Alters tragen, siud die Glieder des Knopfes durch zarte Spalten in Stücke getheilt,
avelche sich als unentwickelte Glieder des Kelches deuten lasseu (*• ‘ ).
Die fünf Beckenglieder des Kelches (Tah. L IV . Fig. D. E. P. t.) sind flach rhomboidalisch, und
reichen mit ihrer innern, abgestumpften Spitze in die fünf einsprlngeüden Ausschnitte des letzten,
sternförmigen Säulengliecles, Welches demnach den fünieckigen Raum aüsfüllt, welchen sie offen lassen
würden. Mit dem übrigen Theil ihrer innern Seitenflächen, deren Ränder zart gekerbt sind,
stofsen sie aneinander, auf jeder der beiden äufsern aber ruht die Hälfte eines Rippengliedes, so
dafs die äufsere Spitze jedes Beckeugliedes den Winkel aüsfüllt, welcher sich durch die Vereinig
gung von zwei Rijipenglicdern ergibt. Die untere Fläche (*() bildet eines der fünf vertieften, mit
einer Strahleneinfassung begrenzten Gelenkfelder für das zweite Saulenglied. Auf der obern, ebenen
(«,) Fläche bemerkt man eine, vom Nahrungskanal ausgehende Furche, welche sich spaltet, um über
die anschliefsenden Rippenglicder der ersten Ordnung zu verlalifeü.
Diese Rippenglieder (C. F. <(>'.') sind vielmals gröfser als die des Beckens, üinschÍiefscn jene als
ein fünfseitiger Ring, und treten durch ihre erhabenen, convexen Aufsenflächen höckerig über die^
sell)en herab und hervor, so dafs man, wenn die Säule ansitzt, das Becken gar nicht währnimmt.
Dio kleinen, stumpf-viereckigen Flächen (»•), mit welchen sie an zwei Beckengliedern ansitzen,
sind nämlich nur der abgestumpfte Rand ihrer vortretenden, nach innen gekehrten, uiiterü Fläche.
Diese zeigen sich glatt, flach vertieft und am Rande fein gekerbt. Jede der stumpf-dreiseitigen Flächen
(ip.), mit welchen sie untereinander zusammenstofsen, stellet eine glatte oder gekörnte, mit feinen
Kerben gesäumte, Ebene dar; die innere Fläche ('P.), bildet eiue Wand der innern Höhlung des
Kelches, und die schief aufwärts gerichtete obere (i>>), auf welcher ein Rippenglieder der zweiten
Ordnung aufsitzt, ist wie bei den S o la n o c r in ite u uud E u g c ü l a c r i t e n gebildet. Sie stellt
nämlich eine erhabene, in der Mitte mit einem doppelten Nahruugskanal durchbohrte Leiste dar,
über welcher sich ein lippcnförmiger Vorsprung nach Innen Verlängert, der in seiner Milte durch
einen Ausschnitt gctheilt, und am Rande öfters zierlich gelappt ist.
Die auf diesen Flächen beweglich eingolcukion Rippengliedcr der zweiten Ordnung (<?"•) sind
ähnlich gebildet. Ihre äufsere Fläche tritt ebenfalls gewölbt hervor; ihre Seitenflächen, mit Welchen
sic sich gegenseitig berühren, sind kleine, öfters ganz verwischte Dreiecke; die obere Fläche stellt
einen ebenen, gestrahlten Halbkreis dar, und die untere, die mit ihr dächförmig zusammen stÖfsL,
(so dafs beide nicht durch cinc innere Fläche, sondern nur durch eine scharfe Kaute geLreUuet werden)
ist vollkommen wie die ihr entsprechende obere Gelenkiläche des ersten Rippengliedes gei>ií-
dct. Wie die obere Fache dieser Glieder ist die untere der fünf SchuUcrgliecier (S.) gebildet, nur
mit der Abweichung, dafs der Einschnitt ihrer Lippe durch einen Vorsprung getheilt ist. Die obere
Fläche erhebt sich dachförmig, und jede der beiden schiefen Flachen hat die Gestaltung der untern
Geleukfläche des zweiten und der obern des ersten Rippengliedes. Auf jeder dieser schief liegenden
GelcnkÜächen sind tlrci bis sechs aufeinanderfolgende Armgliedcr eingeienkt (G. x.), welche
durch die gleiche Gcslaliung ihrer einander zugekehrten Gelenkflächen den Rippengliedern ähnhcll
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