
Die ebene Gelenkiläche hat äufserst feine, gespaltene Strahlen vom Rande bis zum Nahrungskanale
.
8 . A c t i n o c r i n i t e s m o n i l i f e r u s nobis.
Fig. 10. a. h. E n tro c h i. S ä u le n s tü c tc .
Actinocrinites ca ly c e ..., m a n ih u s ..., trochitis latiorihus noclulorium corona ornatis ajigustiori-
husque vel nodulosis vel laevihus alternis.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio E i flia e . M. B.
Diese Säulenstücke bestehen aus abwechselnd-breiteni und schmälern Gliedern. Die breitem
sind mit einer Reihe dichtstehender Körnchen besetzt; die Oberfläche der schmälern aber ist entweder
glatt, oder hat kleinere, weiter auseinander stehende Knötchen. Die ebene Gelenkfläche
zeigt nur am Rande starke, wenig zahlreiche, kurze Strahlen.
9. A c t i n o c r i n i t e s t e s s e r a t u s nobis.
Fig . a. Calycis e t eolumnae fra gm e n tum .
h—f . Trochitae e t entrochi.
g . P a r s ra dicalis columnae.
h. Brachiorum articuli.
E in Stücli d e s Ketcbcs un d d e r Säule.
S äulenstüc lie u n d Glied er.
W u rz e ls tü c k d e r Säule.
A rm g lied cr.
Actinocrinites ca ly c e ..., m a n ih u s ..., columna tetragona, canali quinaio, trochitis vel confor-
mihiis alterne convexis planisve, vel alternis latiorihus.
E n c r i n i t e s t e s s e r a t u s . v. S c h l o t b . P e tr e f. p a g . S39.
H ü b s c h Natu rg esch . I . tah. 4 .ß g . 23. 29.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio P r o v in c ia e m o n tium et E iflia e . M . B.
Die merkwürdigen, mit fünf Nahrungskanälen durchbohrten Säulenglieder sind zuerst von
H ü b sc h bemerklich gemacht worden.
Sie finden sich in dem Bergkalk bei ScliAvelm und in der E i f e l, und aus letzterm Gebirge
ist das abgebildete Bruchstück mit dem aufgebrocheuen Kelche.
Der in der Steinmasse eingeschlossene Kelch läfst seine Gliederung nicht erkennen, und nur
so viel wahrnehmen, dafs er eine kugelige Gestalt hatte, uud aus mehi-ern Reihen von Gliedern
bestand, wie bei der Gattung A c tin o c rin ite s . Die Hand- uud Armglieder haben einen Nahrungs-
kanai, der entweder geschlossen ist, oder eine Rinne bildet (k.), und die Gelenkflächen sind theils
eben, theils haben sie eiue, mit dem Nahrungskanale durchbohrte Leiste.
Das unmittelbar an dem Kelch ansitzende Säulenstück ist vierseitig, und besteht aus abwechselnden,
etwas breitem und schmälern, seitlich abgerundeten Gliedern, in deren Reihe auch
eins von doppelter Höhe bemerkt wird. Auf der untern Gelenkiläche findet man, aufser dem
mittlern, cylindrischen Nahrungskanale noch vier kleinere, nämlich in jeder Ecke einen derselben.
Die kleinen Säulenstücke, bei welchen ebenfalls dieser fünffache Nahrungskanal vorhanden ist,
und welche daher wahrscheinlich derselben Art angehoren, sind von verschiedener Gestalt. Einige
be.siehen aus gleichförmigen, walzigen (c.), drei- oder viereckigen ( / ) Gliedern; bei ändern sind
die Glieder äufserlich abgerundet, gleichsam eingeschnürt (¿ .), und wieder andere sind aus ab-
gcschrägten gröfsem und kleinern Gliedern zusammengesetzt {d. c.), die mit einander abwechseln.
Die breitem und hohem bilden wieder durch stufenweise Zunahme an Gröfse eine Abwechselung
untereinander. Die dreiseitigen Glieder haben auch nur drei seitliche Nahrungskanäle. In diese
Scitenkanäle münden die gedoppelten Kanäle der Hülfsarme (d .), die entweder gegenüberstehcn,
oder an allen vier Ecken quirlförmig ansitzen, Es sind aber die Seitenkanäle der Säule nichts
anders als abgeschlossene Ecken eines mittlern, sternförmigen Kanals, wie dioss bei mehrcm Tro-
chilen ( l . f . ) ersichtlich ist. Das Wurzclstück (g.) besteht .aus sehr niedrigen Gliedern, und hat
mu- wenige Wurzcifasern.