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Petrefacta calcarea et silicea, e strato superiori calcarei iurassi H e l v e t ia e , W ü r tem h er-
g iä e el A l s a t ia e . M. B, M. M. M. S t u t t g a r t. M. celeh. D r . H a r tm a n n et M.
A r g e n t o r a t .
Dieser Ajuocrinit unterscheidet sich durch mehrere Eigenthümlichkeiten vou den beiden vorhergehenden,
uud bildet einen Uebergang zu den noch mehr abweichenden Formen der nachfolgenden.
Seine Säule verdickt sich an ihrem obern Ende nur wenig, der Kelch erweitert sich, tritt
ül)er die Säulenglieder hervor, hat viel höhere nnd dünnere Glieder und defshalb auch eine gröfsere
liühlung. Die obere Fläche des letzten Sänlengliedes (E. 0. P.) ist durch seiue Rippen in fünf
ebene Flächen getheilt, welche sich wie eiue kurze, fünfseilige Pyramide erheben. Die hohen,
äusserlich quer - fünfseitigen Beckenglieder {C. D. l K.) bilden, wenn sie vereinigt sind, zur Aufnahme
dieser, pyramidalen Erhöhung eine trichterförmige Vertiefung, und haben nach innen eine
grofse, schiefe Abstumpfungsiläche. Die obern, dachförmigen Flächen dieser Glieder sind eben,-
nnd die zwischen ihnen aufruhenden Rippenglieder haben daher eine quer - fünfseitige Aussenfläche.
Die vordere Hälfte der obern. Gelenkfläche dieser letztem ist etwas concav, gestrahlt wie bei den
vorhergehenden Arten, aber schmäler, irnd hat stark ausgebildete Gelenkleisten und Lippen. Letztere
bilden bei manchen Exemplaren keinen Ausschnitt, sondern sind mit zwei Löchern durchbohrt.
Der Kelch hat bei jüngern Exemplaren öfters eine gröfsere bauchige Erweiterung am Becken, und
erhält dadurch eine glockenförmige Gestalt. Bei ältern Exemplai’en sicht man eine ringförmige, erhabene
Linie, welche das Becken oder die ersten Rippenglieder umgibt (A.C.). Exemplare mit
den übrigen Theilen des Kelches sind uns noch nicht zu Gesicht gekommen.
Die Sänlenstücke, welche mit diesen Kronenstücken Vorkommen, und zu ihnen zu gehören
scheinen, haben entweder äusserlich ebene oder abgerundete, gleich grofse, oder ungleiche Glieder.
Boi deu dickem Stücken ist die ganze Gelenkiläche ziemlich fein gestrahlt, bei kleinem aber findet
man mir den Rand mit Strahlen umgeben, die mittlere Fläche aber gekörnt.
Die gröfsern Säulen und Kronenstücke finden sich als Kalkversteinerungen in den obersten
Schichten des Jurakalkes im Canton S o lo th u r n , und im E l s a s ; die kleinern sind Kieselversteinerungen,
und kommen bei M ü g g e n d o r f und im W ü r t e m b e r g i s c h e n ebenfalls in den obern
Schichten des Jurakalkes vor.
T a b u l a LVIU
4. A p i o c r i n i t e s m e s p x l i f o r m i s Schloth.
Tah. L V I I . Fig. 1, A. B . C. Ca lyx Speeiminis a d u lti, a fa e ie la- D e r Kelch eines ausgewachsenen Exemplare«, vo n d e r S e ite , von
te ra li, superiore e t inferiorn. o ben un d vo n u n te n d a rgestellt.
Z). F. Calyx minoris m a g n itu d in is , a fa e ie D e r Kelch eines Exemplare« g e rin g e re r Gröfse, vo n d e r Seite und
la te ra li e t in feriore. TOn un ten g e z e ich n e t
F. G. Specimen iu v em le , a fa c ie la te ra li e t Ein junges Esem p lar, v on d e r Seite un d v on oben gesehen.
superiore.
H . Specimen eiusdem m ag n itu d in is dissectum. D e r Du rch sch n itt eines ju n g en Exemplare«.
I . A r tic id i supremi columnae. Die E n d g lied er d e r Saulc.
H . L . P e lv is a rticu lu s, a fa c i e externa e t Die äufsere un d innere F läch e eines Bcchengliedes.
interna.
M. N . Articu lu s costalis p rim a riu s , a J a d e Die in n e re u n d äufsere Seitenfläche eines Bcckcnglicdcs d e r e r-
e xte rn a e t interna. sten Ordnung.
O — S . E n tro c h i va ria e magnitudinis. Säulcnslüclic v e rscliicdcncr Gröfse.
H g u ra e magn itu d in e naturali. Alle Gegenstände in n a tü rlich e r Gröfsc.
Apiocrinites calyce cupulaeformi, columnae apice vix incrassatae impositae.
A p i o c r i n i t e s m e s p i l i f o r m i s . v. S c h l o t h . P e t r e f p a g . 332. tab. 29. f i g . 5. N a c h tr . I I . p a g . 9 0 tab. 25. fig . 5. a — f .
Uebersicht d. V e r s t. TVürtemh. 1824, pag. 78. f ig . 26. a. d . (5. r . Nucleus.)
Petrefactum calcareum et siliceum, e stratis supcriorihis calcarei iurassi W ü r tem le r g ic i.
M. M. et M. celeher. Dr. H a r tm a n n .
l.Vll,
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