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A. C o r p o r e r a d i a t o .
Der Körper hat armförmige Strahlen.
1. A s t e r i a s I u m b r i c a 1 i s Schlotb.
F ig . 1. Magnitudine naturali. In n a tü rlich e r Gröfse.
Asterias hrachiis suhteretihus suhulatis elongatis aculeatis Q), sulco angiisto.
A s t e r i a s l u m h r i c a l i s . v. S c h l o t h . P e tr e f a c . p ag. 324.
K n o r r II. tab. L. n. 43. % 1 - 3 -
S c h r ö t e r Elnl. 111. tab . 5. fig. 2.
Oecnrrit in strato supremo arenoso margae nigrae C o h u r g e n s i s ct B a r n h e r g e n s is . IVf.
B. ct M. M.
Dieser undeutliche Steinkern fand sich ehemals sehr h.auilg in den obersten Lagen des Liassandsteins
zu W a l z e n d o r r bei C o b u rg und zu L i c h t e n f e l s im Bambergischen.
Man erkennt den Eindruck des Mundes und herziormiger Schildchen zwischen seinen Winkeln,
Avalzeuförmige Arme mit ringförmigen Eindrücken, und hier und da kammförmige, von ihnen auslaufende,
kurze Furchen, welche Spuren von Stacheln seyn möchten.
2. A s t e r i a s l a n c e o l a t a nobis.
Fig . 2. a. A fa e ie d o rsali e t
b. abdominali, m a g nitudine naturali.
Von d e r R ü c h en - un d
B a u c h s e ite , in n a tü rlic h e r Gröfse.
Asterlas hrachiis elongatis lanceolatis hasi suhdepres.ns in dorso carinatis, inermihus, sulco angusto.
Nucleus arenaceus, ex eodem loco natali. JVI. B. et VI. VI.
Dieser Steinkern findet sich mit dein vorhergehenden an denselben Orten in der obersten
Schicht des LiassancEteins, und läfst eben so wenig charakteristische Merkmale erkennen; Die Be-
scbalfenheit der äufsern Bedeckung ist durch keine deutliche Spur bezeichnet. Man erkennt nur
einen etwas erhabenen, diu-ch einige Eindrücke gestrahlten Rücken der Scheibe, und auf der Rücken-
seite der fünf Arme einen erhabenen, gerundeten Kiel.' Die Arme sind an ihrer Basis breit gedrückt,
und haben daher eine lanzettförmige Gestalt. Nur dadurch unterscheidet sich diese Versteinerung
vou der vorhergehenden, so dafs es zweifelhaft ist, ob sie eine eigene Art bildet. ■
3. A s t e r i a s o b t u s a n o b i s .
F ig 3. E e ty p u s , m a g n itu d in e n a tu ra li. E in A b d ru c h in n a tü rl ic h e r Grüfse.
Asterias hrachiis tpiinque ahhreviatis depressis lanceolatis hasi coarctatis apice ohtusis, assulis
marginalihus angustis.
r . A l b e r t i , Geb irg e des Konigsr. \V ü r tem b c rg p ag. 87.
Occurrit cum articulis Encrini moniliformis in calcareo conchylifero W ü r tem h er g ic o .
M u s . D om . c e le h . A l h e r i i .
Dieser Abdruck scheint von der Bauchseite eines Seesterns herzurühren, der mit A s t e r i a s
a r a n c i a c a nahe verwandt war. Dio mittlere Erhabenheit der Strahlen ist als die Ausfüllung der
Fülilerfurchen anzusehen, und die kammförmigen Strahlen der Einfassung sind die Abdrücke dor
schmalen, mit dem Skelet verbundenen, Seitentäfelchen, welche keine Spur von Stachelaasätzen
bemerken lassen. Die Arme halten eine schmal-lanzettförmige Gestalt, waren an der Basis schmäler
als in der Mitte, und an den Ecken abgestumpft.
Wurde vom Herrn Salinenvciwalter v. A lb e r ti im Muschelkalkc von F r i e d r i chs h a II zu
Marbach bei V illin g e n im W ü r tem b e rg is c h e n aufgefunden.
4. A s t e r i a s a r e n i c o l a n o b i * .
Fig. 4. Nucleus a f a d e d o r sa li, m a g nitudine naturali. D ie Rü ch en s cite e in es S te in h c rn s , in n a tü rlic h e r Gröfse.
Asterias radiis quinque depressis late lanceolatis hasi latiorihus, assulis marginalihus angustis.
Nucleus arenaceus, c stratis arenaceis superiorihus formationis calcarei iurassi P o r ta e West-
p h a lic a e . M. B.
Dieser Steinkern fand sich in dem zur Formation des Jurakalkes gehörigen, oolitischeu Sandsteine
der P o r ta W e s tp h a lic a und zwar in den hohen Steinbrüchen auf dem J a k o b s b e rg am rechten
Weser-Ufer bei Minden. Er ist die Ausfüllung der innern Kürperhöhlung, und seine Oberfläche der
Abdruck der innern Fläche der Rückenseite. Die Furche in der Mitte der Strahlen ist die Hiihkiug,
welche das ausgewitterte Skelet hinterliefs, und die gestreiften Vertiefungen, welciie die Einfassung
der Strahlen bilden, sind die Abdrücke der artikulirteu Randschildcr, an welchen keine Spuren von
Stachelansätzen wahrgenommen werden.
B . Corpore a n g u lo so u tr in q u e a s s u lis c a ta p h ra c to . ■
Der Körper ist gänzlich mit Täfelchen gepanzert, und die Arme sind die Ecken der breiten Scheibe.
5. A s t e r i a s q u i n q u e l o b a o b is .
Fig . 5. a. Fra gmen tum, m a g nitudine na tu ra li. E io Bru c h stü ch in n a tü rlich e r Gröfse.
h. C. Assulae marginales, a f a d e superiore e t la te ra li, aueta V e rg rö fse rte Ra n d ta fe ln , von o b en u n d von d e r Seite.
magnitudine.
7j. Assulae marginales angulum versu s dispositae, a s]>ed- Ra n d ta fe ln , welch e die Eclie b ild e n , von einem ju n g en Excmmine
jn v e iitli, m a g nitudine naturali. n a tü rlich e r Grüfse.
i. — n. Assulae marginales sulcum ambulacralem utrinque ob- Ein fassu n g stafc ln d e r F ü h le rfu rc h e .
■ vallantes.
o. p . Assulae discoideae abdominales, a f a d e externa e t la- T afe ln d e r B au ch flä ch e , vo n aufsen und von d e r Seite.
te ra li.
q . r. Assulae discoideae dorsales, a f a d e externa e t interna, Acufsore un d in n e re Ob erfläch e d e r R ü c h en ta fe ln , in n a tü r-
n a tu ra li e t aucta magnitudine. lie b e r Grofse «nd v e rg rö fs ert.
j . t . u. Assulae marginales sp e d em m a fß n ium . Ban d ta fe ln v e rw an d te r A rten .
Asterias quinquangularis, assulis marginalihus in superficie externa pentagonis punctatis limho
suhtiUssime punctato cinctis, dorsalihus lohatis, ahdominalihus hexagonis.
S c h u l z e n B e tr . d e r v e r s t. Seesterne. 1760. tab. 2. ß g . 6. (.?)
P a r h organ. rem. I I I . tab. 2. ß g . 1.
Fetrefactum calcareitm, e formatione cretacea Angliae, W e s tp h a lia e et B e lg ia e . . M. B.
M .H M. M.
Die Ueberreste dieses Seesterns geben zu erkennen, dafs derselbe dem P e n ta g o n a s te r s en ii-
lu n a tu s L in k sehr ähnlich war. Er bildet ebenfalls eine breite, flache Scheibe mit füuf vorspriugen-
den Ecken, so dafs seine, mit dicken, gröfstentheils fünfseitigen Tafeln eingefafsten, Ränder halbmondförmige
Ausschnitte darstellen. Die Oberfläche dieser Randtafeln ( i — A.) ist mit eiuer dünnen, siebförmig
durchlöcherten Schicht überzogen, welche sich nicht bis an den breiten, sehr fein puuctirten
Rand erstreckt. Die Gelenkflächen dieser Tafeln sind ganz glatt und etAvas vertieft. Die Fühlerfurche
ist an beiden Seiten mit kleinen, vierseitigen Täfelchen eingefafst. Diese sind an der obern Fläche (i.)
convex und gerippt, an der unteren (m.) concav, und bilden au der äufsern, der Fühlerfurche znge-
kehrten (l.), eine Rinue. Die übrigen Flächen (A. n.) sind glatt. Die Täfelchen, mit Avelclien die
Bauchseite gepflastert ist (o. p.) stehen reihenweise, sind vier- und sechseckig und so fein punctirt wie
die Ränder der Randtafeln. Sie haben in ihrer Mitte eine feine Pore, welcher eine Erhöhung auf der
entgegengesetzten innem Fläche entspricht. Die Täfelchen der Rückenfläche (q. r.) sind vieleclug uud
nach den Rändern hin abgeschrägt. Ihre obere, ebene Fläche zeigt sehr feine, geschlängelte, aus-
strahlende Linien, und ist AArfahrscheinlich als die Ansatziläche eines stachelförmigen Höckers zu betrachten.
Die Abstumpfungsflächen des Randes lassen kleine, unregelmäfsige Eindrücke bemerken, und
die ebenen Abstumpfungen der A’orspringendeu Ecken siud Gelenkflächen, uud mit einem Loch oder
mit zwei oder drei derselben durchbohrt.
Man fiudet verstümmelte Exemplare dieser Art in der Kreide von N o r th f le e t, und einzelne
Glieder im Kreidemergel bei M a s tric h t und R in k e ro d e bei M ü n ster.
In England kommt eine ähnliche Art (Fig- t.u .) vor, deren Randschildcr aber kleine, im Mittelpunkt
eingedrückte Wärzchen tragen, die sich his zu den Rändern erstrecken. Auch in dem Kreidemergel
bei L em fö rd e wurden Bruchstücke gefunden (s.), die vielleicht zu dieser Art gehören. Die
Randschildchen derselben sind gauz glatl, AVelchcs indefs von der VervA'ittcrung herrühren konnte.
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