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Ihre rhomboidalische Gelenk/lache für das zweite Rippenglied, und eine fast dreiseitige, der innern
Hblilaug zugekehrte Fläche, stofsen oben in einer, in der Mitte ausgerandeten Kante zusammen, so
dafs beide dachförmig liegen. Die erstere hat eine abwärts gerichtete Neigung nach aufsen, die letztere
aber bildet mit den anschliefsenden der benachbarten Glieder die fimiseilige, trichterförmige
Lcibcshühlung (Ji). Diese nach innen gekehrte Fläche ist etwas convex, und hat in der Mitte eiue
Furche, die sich bis zum Nahrungskanal erstreckt, so dafs also die Trichtei'verliefnng zehn ausstrah-
Icude Furchen zeigt. Es sind dieses dieselben Flächen, welche sich bei den E u g e n ia c r in itc n
uiul S o la n o c rin ite u höher erheben, um die sternförmigen Fortsätze zu bildeu.
Wie bei jenen Gattungen, theilt sich die Geleukfiäche für das zweite Rippenglied ebenfalls
durch eine, in der Mitte mit dem Nahrungskanal durchbokrte, Leiste in eiue äufsere halbkreisförmige
Fläche, und in zwei nach innen aneinander stofsendc, etwas höher liegende, Vertiefungen.
Die zweiten Rippengiieder («i") sind hufförraig, vorn halbzirkelförmig, hinten mit einem tiefen
Ausschnitte, vor welchem ebenfalls eine erhabene Querleiste auf der Gelenkfläche bemerklich ist.
Sie stofsen seitlich, wie die vorhergehenden und die folgenden Schultcrglieder, nicht aneinander.
Letztere {ß-) sind ähnlich gestaltet und ausgeschnitten, ihre obere Gelenkiläche aber ist durch eine
erhabene Kante getheilt, so dafs jeder ansitzende Arm eine eigene schiefe Gelenkiläche erhält, die
einen Nahningskanal in der Mitte und eine, von vom nach hinten divergirende, Querleiste hat.
Jeder der zehn Arme {Fig. l. «•) besteht aus sieben Gliedern. Diese sind im äufsern Umfang
iinregelmäfsig-elliplisch, bilden innen eine Furche, und haben abwechselud am rechten oder linken
Rande-derselben eine kleine Gelenkiläche («•) zum Ansatz eines Tentakels. An dieser Seite sind sie
dicker als an der entgegengesetzten. Auf ihrer Gelenkiläche bemerkt man eine etwas schiefe Querleiste,
neben dieser einige Vertiefungen, und eine nach der innern Rinne auslaufende, ilache Furche.
Das letzte Armgliccl (x:-) gleicht dem Schultergliede, uud bildet ebenfalls zwei dachförmige Gelcnk-
llächen für die ansitzenden Hände (m)
Die zwanzig Hände haben ähnlich gestaltete Glieder, rait einer über die Gelenkfläche diagonal
weglaiifenden, durch eine Fiu-che getheilten Leiste, in deren Mitte die Mündung des Nahrimgska-
uals liegt. Da, wo die Hand einen Finger abgicbt, hat^ das Glied immer zwei dachförmige Gelenk-,
flächen (a.). Jede Hand besitzt, so weit es sich bemerken läfst, 15 — 20 Finger.
Die Zahl der Handgliedcr bis zum ersten Finger ist bei einem Händepaar ungleich, indem man
bei einer Hand neun, bei der ändern aber di-eizehu oder fünfzehn zählt. Zwischen den zwei folgenden
Fingern hat jede Hand di-eizehn Glieder, dann nimmt ihre Anzahl ab, so dafs man nur eilf,
und dann neun derselben bemerkt.
Die Finger eines Händepaars U-) sitzen immer an den gegenseitig - zugekehrten innern Seiten,
und ihre Glieder {Fig. m.) siud wie die der Hände gebildet.
Vermöge der beschriebenen Beschaffenheit der Arm-, Hand- und Fingerglieder, haben diese
Theile an der, dem Innern der Krone zugekehrteii Seite ihrer ganzen Länge nach eine Furche,
welche bei dem Lebcii des Thieres, wie der Raum zwischen den Rippengliederu, mit einer Haut
überdeckt war, um eine fortlaufende Röhre zu bilden. Auf beiden Seiten dieser Furche sind die
Tentakeln auf den abwechselnden Gliedern eingeienkt, so dafs sich zwei, in einem Winkel divergirende,
und nach dem Innern der Krone gerichtete, Reihen bilden, obgleich jedes Glied nur einen
trägt. Diese Tentakeln {Fig. l. «.) sind zusammeugedrückt, so dafs sie eine nach unten gerichtete
scharfe Kante, und nach oben eine Rinne bilden. Ihre Glieder werden nach der Spitze hin schraa-
Icr, behalten aber doch alle eine gleiche Länge. Die äufsere Seite ihrer Rinne verlängert sich in
einen Haken, welcher an den untern Gliedern am gröfsten ist, an den obern aber kleiner uud un-
dcutbch w’ird. Die Glieder der Tentakeln liegen so regelmäfsig, dafs sie an einer Fahne regelmäfsige
Querreihen bilden. Die Schulterglieder uud die dachförmigen Arm- und Handgliedcr tragen keine
Tentakeln.
Dieser P e n t a c r i n i t findet sich im Liaskalk bei B a n z , C u lm b a c h und T h e ta im Bai-
r c u th is c h e u , bei B o ll im W ü r i c m b c r g i s c h e n und in E n g l a n d .