
Halbkugelig, mit der ebenen ünterfläche festsitzend. Die Scheitelmündung ist röhrenförmig, und
die von ihr anslaufenden, zarten Furchen sind sparsam und einfach. Eine Menge feiner, zacldg-sternför-
jiiiger Poren sind auf der ganzen Oberfläche zerstreut, lafsen jedoch einige schwach erhabene, vom
Mittelpunkte ästig auslaufende Strahlen frei. Einige sitzen auf der Gebirgsart fest, .andere sind frei,
und haben eine ebene, geringelte, andere eine stielförmig verlängerte Grundfläche.
Kalkversteinerung aus dem Jurakalke der Gegend von S t r e i t b e r g .
6. C n e m i d i u m R o t 1 ;
Fig. 6. a. M a guitudine naturali.
b. Ma g n itu d in e aucta.
In n a tü rlic lie r Grüfse.
V c rg rö fse rt.
Cnemidl.wn hemisphaerico-depressum, placentiforme, sessile, vertice tuhuloso., sulcis radiantihus suh-
dichotomis profundis, poris superficialihus sparsis suhstellatis.
Petrefactum calcareum, e calcareo Jurassi B a r u th in o . M. B.
Flach halbkugelig, mit röhriger Scheitelmündung uud tief eingeritzten, gabelförmig verzweigten
Slrahlenfurchen. Die obere Fläche zeigt viele zerstreute Poren, und überragt die untere mit einem vor-
springenden Rande. Letztere ist glatt und mit ebener Basis ansitzend.
Kalkversteinerung aus dem Jurakalke der Gegend von T h u r n a u .
7. C n e m i d i u m t u b e r o s u m nobi*.
Tab. X X X . f i g . 4. a. M a g u itu d in e na tu ra li. I n n a tü rlich e r Gröfse.
^ b. S u pe rßcie i p a r s , lente aucta. E in v e rg rö fs e rte s S tü ck c h en d e r Obcrflnchc.
Cnemidium sessile, tuherosum, infra incrustatum, supra fihroso-porosum, protuherantiis mammilla^
rihus radiatim sulcatis, tuho verticali lacero.
L y m n o r e a m a m m i l l o s a . L a m o u r . gen. d . P o ly p , p a g . 77. tab, 79. ß g . 2. 3. 4.
Petrefactum calcareum e G a llia . M, B.
Besteht aus einem feinfaserigen Gewebe, bildet knollige oder walzige Mafsen, und ist auf der untern,
aufsitzenden Flache inkrustirt. Die obere bildet halbkugelige Erhabenheiten, welche in ihrer Mitte
eine sternförmige oder ausgekerbte Blündung haben, von welcher einzelne Strahlenfurchen auslaufen.
Aus der Gegend von C a e n.
V I. G e n u s . S i p h o n i a p »
A l c y o n i t e s A u c t o r r .
Ha l i r r h o e s s p e c i e s L am o uB.
Polyparium polymorphum, sessile vel liberum, e fihris densis {in vivo suhgelatijwsis?), canalihus
maiorihus longitudinalihus in hasi et vertice ostiolatis, minorihus transversis anastomosantihus versus
peripheriam undique radiantibus.
Ostiola lateralia cariosa sparsa, terminalia in area plana vel exCavata radiatim aggregata.
Vielgestaltige, freie oder ansitzende Polypenstämme, welche aus dichten (im Leben wahrscheinlich
gallertartig-knorpeligen?) Fasern bestehen. Sie sind der Länge nach von Canälen durchzogen, die sich
am obern und untern Ende münden. Engere Canäle, die horizontal nach den Seitenflächen ausstrahlen,
anastomosiren mit jenen. Die Mündungen der erstem auf dem Scheitel sind lureisrund, und auf einer
ebenen Fläche oder in einer Vertiefung regelmäfsig strahlenförmig geordnet. Die Mündungen der Seitenkanäle
erscheinen unregelmäfsig und ausgefrefsen.
Diese Gattung bedarf einer genaueren Untersuchung, so wie wir uns bereits veranlafst sahen, die
von P a rk in s o n angegebenen Gattungsmerkmale auf eine andere Weise festzustellen.
1. S i p h o n i p i r i f ü :
Tab. V I . Fig. 7. £ Specimen p ed ice lla tum , nu ig n itu d im na tu ra li. E in ge stic lle s E x em p lar in n a tü rlich e r Gröfsc.
S/jecimen pedicello brevissimo. E in E x em p la r m it einem k u rz e n , o d e r abgeb ro ch en en , dün n en S tiele.
Faciei la e v ig a ti p a r s , magnitudine aucta. V e rg rö fs e ru n g e in e r an g eschliifcnen F läch e des le tz te ren .
S p e c im e n ju v e n ile ,m a gm tu d in en a tu ra lie ta u c ta . E in ju n g e s E x em p la r, in n a tü rlic h e r'G rö f s e un d v e rg rö fs c rl.
d . e
Siphonia pedicellata, p irifo rm is, vertice tnhidosa in fu n d o et in latere tubi cribrosa, ostiolis super-
ficialibus sparsis, sulcis angustis SiJfurcatis.
Coralliniscke Feigen. W a l c h , s y s t. S te in r. pag. 196. tab. 24. n. 3. b.
Fieoides. U a i e r . O ryc t. nor. p a g , 59. tab. 7. fig . 12.
Figue p é tr ifiè . G u e t t a r d. iifcm. tcib. ^ . f i g . I. 3. tab. h. ß g . 5.
Mérn. d e l ’Acad. d e P a r is . 1751. tab. 1. 2, ß g . 1 — 4. tab. 3.
Alcyonium Ficus. S c k r ö t . E in le it. I I I . p a g . 431.
F ig jb rm e d Alcyonite. P a r k , organ. rem. I I L p a g . 96. tab. 9. ß g . 7. 8. 11. 12. tab. i i . ß g . 8.
Petrefactum calcareum, e G a llia . M, B.
Bimförmig gestielt; die Scheitelmündimg röhrenförmig, und im Boden und an den Seitenwänden
seiherförmig mit Löchern durchbohrt. Die ganze Oberiläche des gestielten Exemplars ist porös, uud
durch zarte Furchen gestrahlt, die von dem scharf-erhabenen Rande der Scheitclvcrticfung auslaufen.
Bei dem ungcstielten Exemplar ist die untere Hälfte dicht, und ringförmig gerunzelt; der Rand der
Scheitelyertiefung ist nicht erhaben, und die strahligen Furchen sind gabelförmig gctheilt. Es dürfte
daher vielleicht eine eigene Art bilden.
Kalkversteinerung, von Chaumont.
Fig . 8. Ma g n itu d in e naturali.
2. S i p h o n i a e x c a v a t a
In n a tü rlich e r Gröfse.
Siphonia lihera, glohoso-truncnta, are infundihuliformi.
Petrefactum slliceum. ß/J. B.
Frei, fast kugelförmig. Der Scheitel hat eine trichterförmige Aushöhlung, deren innere Wand reihenweise
mit Röhrenmündungen besetzt ist. Die Mündungen der Seitenröhren liegen unregelmäfsig zer-
Streut.
Fundort unbekannt.
3. S i p h o n i a p r a e m o r s a n o b i s .
F ig . 9. M a gnitudine naturali. i„ n a tü rlicb e r Gröfsc.
Siphonia libera, globoso-truncata, area concava orhiculari.
Petrefactum corneo-siliceum. M . B.
Frei, fast kugelförmig, am Scheitel abgestumpft. Die abgestumpfte Scheitelfläche ist sohüfselartig
vertieft, und zeigt strahlenförmig aneinander gereihete Röhrenmündungen. Auf den Seiten sind die Roh-
reumündungeii zu Furchen ausgewittert.
Hornsteiuversteinerung von einem unbekannten Fundort.
4. S i p h o n i a P i s’t i 1 1 u
Fig. 10. a. Ma g n itu d in e naturali.
b. S egmenti tra n sv e r s i e t
C. segmenti v e r tica lis J a d e s .
In n a tü rlich e r Gröfse.
E in Qu erd iirch sch n itt.
Die F lä c h e e ines LSngendurclischniltcs.
Siphonia oblongo-siiiclavata (sessilis ?), apice trúncala, area suhplaim.
Petrefactum sUiceum, e Gallia,- M. B.
^ Keuleidörmige, mit vielen Idcmcn, auf der Oberfläche imregelmäfsig zerstreuten Mündungen. Die
Spitze scheint abgestumpft zu seyn, und ist mit Itreisrimden, sternförmig geordneten Mündungen durchbohrt.
Ob der Körper ansitzend oder frei war, läfst sich nicht entscheiden, da das untere Ende unse-
rer Exemplare beschädigt ist.
Feuersteinversteinerung von C o u rta g n o n .
S i p h
lurali.
i n c r a s s a t a
Tab. X X X . ß g . 5. Magnit. In n a tü rlic h e r Gröfse.
Siphonia spaerico-deprcssa, suhpeiicellata, ostiolis cariosis lateraliius.
Petrefactum, e nmrga halurata W e s tp h a lia e . M. B.
Diese Slphonie weicht von allen fibrigen durch ihre' Ausdehnung in die Breite ab. Sie hat einen
ganz kurzen Stiel und eine niedergedruckt-kugelförmige oder linsenförmige Gestalt. Die obere Fläche
des vorliegenden Exemplars ist verwittert, und mau erkennt daher die wurmstichigen Poren und Furchen
nur an der untern Seite uud am Stiele.
Versteinerung aus dem verhärteten Mergel von Coesfeld.