
C t y p e a i t ,
E c h i n a n t
■cus. L am . s yst. I T I p ag. 15. (.?)
e e l a t i o r e . B r e y n . d iss. p ag. 59. tah. 4.^
Petrefactum calcareum, e stratis arenoso-margaceis formationis calcarei grossi W e stp h a lia e . M .B .
Der Umfang dieses Seeigels ist kreisrund, etwas eiförmig und fast stumpf-fünfeckig, da die Seiten
schwach abgestumpft sind, und die Stelle des hintern Randes, unterhalb welcher der After auf der untern
Seite Hegt, ziemlich stark hervortritt. Der Rücken ist mehr oder weniger stark erhaben, und hat
nach hinten einen gewölbten, breiten Kiel. Die Felder der Fühlergänge sind breit und ilach, doch etwas
über die Fläche liervortretend, welche Erhebung bis zum Rande fortläuft. Der Scheitelpunkt
zeichnet sich durch einen sternförmigen Eindruck aus. Die untere Seite ist verlieft, und von jeder
der fünf Ecken des querliegenden Mundes läuft eine kurze Furche aus, in w'elchcr zwei Rinnen neben
einander liegen, deren jede mit drei Reihen von Löchern durchbrochen ist. Der ovale After Hegt in
der Quere auf der untern Seite neben dem Rande. Die Stachelwärzchen sind auf dem Rücken klein
und gedrängt, gegen den Mund werden sie aber allmälig gröfser und auseinander gerückt. In den
Zwischenräumen bemerkt mau kleine Knötchen.
Ob der von L am a rck angeführte C. e x c e n t r i c n s mit dieser Art identisch oder von ihr verschieden
sey, vermögen wir nicht mit Gewifsheit zu entscheiden. Allerdings Hegt der Scheitel unserer
Art ebenfalls aufser der Mitte; allein dies findet sich bei allen Arten dieser Gattung, und ist daher kein
unterscheidendes Merkmal. Die Abbildungen (S eb a raus. III. tab. IV. n. 23. E n c y c l- tab. 144.
fig. 1. 2.), welche L am a r c k mit einem Fragezeichen anführt, stellen einen lebenden Seeigel des Indischen
Meeres dar, der dem unsrigen zwar sehr ähnlich ist, sich aber durch sichtbare Theilungslinien
der Tafeln unterscheidet. E c h iu u s e x c e n tric n s wird endlich durch schmale Fühlergänge und durch
die Lage des Afters im Rande charakterisirt, während bei dem unsrigeu die ersteni breit genannt werden
müssen, und der letztere unterhalb des Randes liegt.
Findet sich im tertiären Mergelgrand zu B ü n d e , O sn a b rü c k , A s tr u p p und M c rm in g b ü fen .
9. C l y p e a s i e r a f f i n i
Fig. 6. a. b. e. Magnitudine naturali. In n a tü rlich e r Gröfse.
Clypeaster suhconvexus, antice depressiusculus, amhitu ovato-orhiculari, hasi suhconcava, areis
amhulacrorum angustis convexis, aiio sulmarginnli transversali.
Petrefactum calcareum, ex arena margacea B r ah a n t ia e . M. B .
Ist der vorigen Art ziemlich ähnlich, hat ebenfalls den After unterhalb des Randes, dieselben sternförmigen
Furchen in den fünf Winkeln des Mundes, ähnliche Stachelansätze, und einen gleichförmigen
Eindruck auf dem Scheitel. Allein sein Umkreis ist mehr kreisförmig-eirund, sein Rückcu weniger
gewölbt, und die untere Seite sehr flach vertieft. Der Rand am After tritt weniger hervor, und der
After selbst liegt zwar ebenfalls in der Quere, aber etwas nach dem Rande geneigt. Ueberdiefs sind
die Felder der Fühlergänge um die Hälfte schmäler und mehr erliaben.
C ly p e a s t e r o v if o rm is aus der Südsee steht zwischen diesem uud dem C ly p e a s te r K le in ii
in der Mitte. Er nähert sich seiner Wölbung nach mehr dem letztem, hat aber schmälere Fühlergänge.
Diese sind indefs breiter als bei CI. a f f in is , und nicht so zahlreich mit Poren besetzt.
Das beschriebene Exemplar ist mit sandigem Mergel ausgcfüllt, und soll in der Gegend von
B r ü s s e l Vorkommen.
1 0 . C l y p e a s t e r f o r n i c a t u s noLis.
F ig . 7. a. b. C. M a gnitudine natnrali. n a tü rliclier Gröfse.
Clypeaster conoideus, postice declivis, amhitu subovali, hasi suhconcava, areis amhulacrorum angustis
fornicatis, ano transversali suhmargitinli.
Petrefactum calcareum, e creta margacea W e s tp h a lia e . M. B. et M. M.
Unterscheidet sich von allen übrigen durch einen fast kegelförmig-erhabenen Rücken, der an der
liintern Seite beinah in einer Ebene abschüssig ist; ferner durch stark gewölbte Felder der Fühlcrgänge,
und durch vier sehr gröfse Poren auf dem Scheitel. Der Umfang ist fast eiförmig, die nutcre
Seite flach vertieft, und daher der Rand sehr stumpf. Die Stachelwärzchen siml wie lici der vorher-
P
gehenden Art bescliafien; eben so der Mund mit den auslaufenden Furchen der Fühlcrgänge, zwischen
welchen die schmalen Felder etwas erhaben sind.
Findet sich im Mergelsandsteine bei M ü n s t e r .
1 1 . C l y p e a s t e r e l l i p t i q u s M ü n s t e r .
F ig . 8. a. l . e. M a gnitudine naturali. In, n a tiirHcher Gröfse.
Clypeaster fornicalus, antice depressiusatlus, amhitu elliptico, hasi convexo.plana, areis amhulaa-o-
rum angustis suhconvexis, ano marginali suhtransversali.
S c u t u m o v a t u m C h a u m o n t i a n u m . L e s l i e apud K l e i n §. T5. tah. 18. C. D .
Petrefactum calcareum, e stratis arenae viridis et argillaceo-ferreis formationis calcarei grossi
B a v a ria e . M . M .
Oben gewölbt, im Umfange vollkommen elliptisch, unten unmittelbar am fünfeckigen Mund etwas
vertieft, nach dem Rande hin aber flach und gewölbt. Die Felder der Fühlergange aber sind flach
und ein wenig erhaben. Der After Hegt am Rande, und tritt nicht hervor. Die Stachelwarzen sind
kaum merklich kleiner als bei der vorigen Art, und von den Mundwinkeln laufen ähnUche kurze Furchen
aus.
Findet sich im tertiären, grünen Sande und im Thoneisenstein am K r e s s e n b e rg e b e i,T rau n ste
in .
V. Genus. E c i u n o n e u s n o b i s .
F i b u l a r i a et E c h in o n e u s L a m . E c h in o cy am u s e t E c h in o n e u s L e s k e .
Corpus suhglohosum vel depressum, amhitu orhiculari vel ovato, hasi convexa vel convexo-plana.
Os inferum, centrale orhieulare. A n u s inferus, ori aproximatus, vel intra os et marginem medtus.
P o r i amhulacrorum in dorso seiuncti vel suhcaniiigati, in margine et hasi cotispiad vel ohsoleti.
Tu h ercu la a culeorum minima, plerumquc vix conspicica.
Der Körper ist entweder sehr flach gedrückt oder kugelförmig, hat einen kreisrunden oder eiför*
migen Umfang, und eine convexe oder fast ebene Basis.
Der gerundete Mund öffnet sich in der Mitte der untern Fläche, und der After Hegt ganz nahe neben
demselben, oder zwischen ihm und dem Rande in der Mitte.
Die Fühlergänge straiilen vom Scheitel aus, der im Mittelpunkte liegt. Die paarigen Poren bilden
parallele oder etwas convergirende Reihen, sind bisweilen durch undeutliche Querritzen verbunden, und
entweder bis zum Mimde, oder nur auf dem Rücken sichtbar.
L am a rck hatte nur diejenigen Arten, welche eiuen etwas niedergedrückten Körper und gerade,
vollständig sichtbare Fühlcrgänge haben, in die Gattung E c h i n o n e u s aufgenommen, andere aber,
die sich durch einen kugeligen Körper und unvollständige, convergirende Fühlergänge von jenen unterscheiden,
in seiner Gattung F i b u l a r i a vereinigt.
Da aber die Fühlergänge der letztem nur scheinbar unvollständig smd, da ferner kugelförmige Arten
gerade, nicht convergirende Porenreiheu besitzen (Fig. 9.), uud solche mit convergirendeu Fühlergängen
einen niedergedrückten Körper haben (Fig. 11. 12.); so sind wir veranlafst beide iu eine Gattung
zu vereinigen, welche sich durch die Lage des Mundes und Afters von allen übrigen unterscheidet.
A . A m h u l a c r i s r e c t i s d i v e r g e n t i h u s p o r i s s e i u n c t i s .
D ie F ü h l e r g ä n g e b i l d e n g e r a d e , e tw a s a u s e i n a n d e r l a u f e n d e S tr a h l e n ,
d e r e n L ö c h e r p a a r e n i c h t d u r c h Q u e r s t r i c h e v e r b u n d e n s in d .
1 . E c h i n o n e u s s u b g l o b o s u s n o b i« .
Tab. X L I I . ß g . 9 a. M a gnitudine tr ip lie i e
b. C. naturali.
Dre ifach Tcrgröfsert.
In n a tü rlich e r Gröfse.
Echinoneus suhglohosus, postice productus, amhitu ovato, hasi convexa angustata, amhulacris hrevihus
poris raris remotis.