
Einige dieser Glieder (<i.) haben sehr starke Ecken, imd fast gerade, nur wenig vertiefte Seilcullä-
ehcu, die nach oijen und unten zugeschtirlt und mit drei Reihen kleiner Knoteheu besetzt sind. Die
Knötchen stehen in der Mitte der abwechselnden, kaum merklich gTöfsern Glieder rosenförmig
versammelt. Bei ändern (J.) bildet jedes, auf ähnliche Weise mit Knötchen besetzte Glied, durch
seine scharfe Zuschärfung, mehr vorragende zugespitzte Ecken.
, Bei jenen, deren Seitenkantcu einen Grath tragen (c.), treten die Zuschärfungen der abwechselnden
Glieder iu der Milte der vertieften Säulenfläche hervor, und sind mit schivächern Knötchen besetzt.
Andere Säulenslücke (e ./.), die auch häufig verdrückt Vorkommen, sind ganz glatt, sehr
stnmpfkantig, und In den mehr oder avenigor vertieften Seitenflächen treten die abivechseliidon, abgerundeten
Glieder bald stärker, bald schwächer hervor, am stärksten bei ganz kleinen und jungen
Stücken (g.7i.). Die Gelenkflächen fmden sich öfters venviltcrt ( n . J . / ) , und erscheinen bald mit
breitem Feldern uud ausgeftiUten Zavischenräumen («. J. C . ) , bald mit schmälern Sternen ohne
Zavischcnflächcn ( f.fg .) , je nachdem sie den abivechseliiden breitem oder schmälern Gliedern angehören.
Die Säule verlängert sich. Wie jene des P e n t a c r i n i t e s s u b a n g u la r is , diuch Bildung
dünner Zwischenscheiben (7c).
Die Gelenkflächen für die qnirlförmig-stGhendcn Hülfsarme, und die Glieder derselben (i.) sind
■wie die der vorigen Art gestaltet.
.Der auf Tab. LX. Fig. 10. abgebildete Pentacrinit, welcher im F o r e s t M a rb le z u F a r l e y
in W i l t s c l i i r e vorkommt, hat ganz dieselbe Gestallimg der Säule und ihrer Hülfsarme, so dafs
er wahrscheinlich zn derselben Art gehört. Die Quirle der sehr verlängerten Hülfsarmc steheu in
regelmäfsigen Zavischenrämncn. Die Säule scheint eine ansehnliche Länge erreicht zu haben, weil
sie am obern Ende sehr dünn is t, und einen kleinen Kelch trägt. Die ersten Rippenglieder sind
breiter als bei den vorigen Arten, haben aber kürzere, weniger über die Säule übergreifende Spitzen.
Die zweiten Rippenglieder lassen keine Abweichung ihrer Bildung wahrnehinen; die Schulter-
glieder aber haben mehr geneigte, dachförmige Flächen. Die Tentakeln sind wie bei P c u ta .c rin i-
te s s u b a n g u la r is eingelenkt, uud von älmlichcr Bildung.
T a bu la LIII.
5. P e n t a c r i n i t e s c i u g u l a t u s M ü n s 1 8
Tab. L I I I . Fig . 1. a. — d . E n tro c h i. Säulenstücke.
e. Fovea_gleonidalis B ra c h ii cnixiliaris. Die Gelenliliöhlo f ü r e in en tlü lfsa rm,
J . Facies gleorädalis a r tic id i p r im i brachii Die Gelenkiläche des e rs te n Gliedes des Ilü lfsarrn ej.
auxiliaris.
g . k . A rticu la s brachii a u x iliaris. » Glied e in es H ü lfsarraes.
Pcntacrijiites columna ohtuse quLnquanguIari, articulis costa transversa acuta alterne elatiori
cinctis, areis glenoidalihics ovalibus, margitiis lineis grossis lateralibus mediis elongatis utrinque
concurrentihus. ^
Petrefactum calcareum, e calcareo iurassi B a r u th in o . M. B. M. M.
Diese Säulensliicke sind von der Dicke eines Federkiels, stumpfeckig und an den Seitciiilächen
wenig vertieft. Jedes Glied gestaltet durch Zuschärfung seiner Seitenfläche eine erhnbcnc Rippe, von
welcher es, ringförmig umgeben ist. Diese ist entweder bei allen Gliedern glcicbiörmig ausgebildet
(ß.), oder abwechselnd in der Milto verdickt und unterbrochen (h.)-, oder cs wechseln Glieder mit
vollständigen, gleichförmigen Rippen, mit einem Gliede (c.) oder mit zweien {d.) alt, deren Rippen
unterbrochen sind.
Die glatten Felder der Gelenldläche sind oval, und mit starken, niclit zaltlroidicn, etwas divergirenden,
in der Mitte der Picihe merklich verlängerten und aneinanderstofsenden Linien umgeben, welche
keine leeren Zwischenräume in den Winkeln des Sternes übrig lassen. Die fast walzigen lliills-
arme stehen rpairilörmig, und sind nebst ihrer Gelenkiläche auf der Säule wie bei der vorigen Art
gebildet.
Diese Säulonstücke fmden sich lose in den mergeligen Schichten der Juraformation (Oxford-clay?,)
l)ci S t r e i t b e r g und T h u r n a u , zugleich mit Eugeniacrinitcn und Gliedern von Sccstcrncn.
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