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9. A s t e r i a s s t e l l i f e r a nobis.
F ig . 9. a f . Assulae variae fo rm a e , a fa c ie superiore e t inferiore, T äfe lch en ro n T e rsch ied en er G e s ta lt, io n a tü rlich e r G röfse Ton
m a g nitudine naturali. o ben u nd u n te n d a rg c ste llt.
Asterias assxilis discoidalihus angidosis lohatis stellatim costatis.
Petrefactum calcareum, e calcareo iurassi B a r u th in o . M. M.
Der Analogie nach gehören diese Täfelchen, welche im Jurakalke bei S t r e i tb e r g Vorkommen
ebenfalls einem Seesterne mit eckiger Scheibe an. Sie siud gerippt, und ihre Rippen laufen büschelförmig
vom Mittelpunkt aus. Die seitlichen Ansatzflächen sind nach innen schief abgesclmitten (a .c .f.)\
bei einigen machen sich jedoch einige übergreifende Zacken bemerklich, in welche die Rippen auslaufen.
Sie sind drei- bis sechsseitig, und wie die vorigen theils dünner und gröfser, theils dicker
und kleiner.
T abula LXIV.
10 . A s t e r i a s p r i s c a n
F ig , 1. a. E etyp u s fa c ie i in fe r io r is e t D e r A b d ru c h d e r
b. su p e rio ris, magnitudine na tu ra li, o b e rn F lä c h e , in n a tü rlic b e r Grüfse.
Asterias hrachiis quinque lanceolatis inermihus planis, sulco amplo, assidis marginalihus latis.
Eetypus, e stratis arenaceis formationis margae nigrae {Lias) Würtemhergensis. M u s . D. S ch ü b le r .
Die Abdrücke dieses seltenen Seesterus, welche Herr Professor S c h ü b le r im Lias-Sandstein zu
W a s s e r a lf in g e n entdeckte, zeigen fünf lanzettförmige, flache Strahlen, mit weiten Fülilerfurchen uud
breiten Seitenschildern.
3. M e l o c r i n i t e s g i b b o s a o b l» .
Fig , 2. a. b la g n itu d in e m tu ra li.
b. Facies la te ra lis e t
c. su p e rio r, au c ta magnitudine.
d . P e lv is , a fa c i e in fe r io r e , lente aucta.
In n a tü rlic b e r Gröfse.
Vo n d e r S e ite und
von o b e n , in v e rm e h r te r Gröfse d .irg cs lellt.
Da» Be ch en von se in e r u n te rn F lä c h e , in v e rm e h r te r G rüfte.
Melocrinites articulis calycis gihhis, ore centrali.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio E i flia e . M . B .
Dieser M e lo c r in it unterscheidet sich von M e lo c r in ite s h ie ro g ly p h ic u s (Tab. 60. flg. 1 .)
sehr wesentlich durch die Lage des Mundes im Mittelpuncte des Scheitels, so dafs diese Gattung nunmehr
in zwei Abtheiluugen, nämlich in Arten mit seitlicher und in solche mit centraler Mundoifnung
zerfällt, wonach also der oben (S. 197.) angegebene, generische Character berichtigt werden mufs.
Die vier Glieder des Beckens siud niedrig, bilden einen fünflappigen Nahrungskanal, und dienen
fast mit ihrer ganzen untern Fläche der Säule zum Ansatz. Nur am äufsern Rande springt eine erhabene
Leiste als fünfseilige Umgrenzung der feingestrahlten Gelenkfläche hervor, so dafs man auf eine
fünfseitige Gestalt der Säule schliefsen darf. Alle übrigen Glieder des Kelches sind an ihrer äufsern
Fläche gewölbt, uud die zahlreichen Scheitelglieder sogar pyramidenförmig erhaben. Während bei
M e lo c r in it e s h ie ro g ly p h ic u s schon die ersten Armglicder frei aus dem Kelche hervortreten,
stehen hier noch drei Paare derselben mit der obern Decke des Körpers im Zusammenhänge.
Noch verdient eine Eigenthümlichkeit des abgebildeteu Exemplars einige Beachtung. Es sind nämlich
nur vier Arme vorhanden, die Geleukgrube für den fünften (y.) aber ist zusammengezogen und
mit klcincu Täfelchen verschlossen. Man darf daher vermuthen, dafs dieser Arm durch Zufall verloren
gicng, und dafs die Wunde auf die bezeiclmete Weise geschlossen wurde.
Es scheint dieser Encrinit sehr selten zu seyn, da von uns bis jetzt nur dieses hier abgebildele
Exemplar in der E if e l aufgefunden werden konnte.