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Tabula LX.
V. Genus. R h o d o c r i n i t e s m i l l e r .
Columna teres vel subpentagona, canali quinqueloho perforata, h ra c h iis a u x ilia r ih u s sparsis
vel verticillatis.
P e l v i s articulis tribus.
C o s ta le s p r im a r i i quinqué quadranguli, hasi latiores.
C o s ta le s s e c u n d a r i i quinqué, hexagoni, primariis impositi.
I n t e r c o s t a i e s quifique, heptagoni, costalihus secundariis interiecti.
B r a c h ia himana.
Die Säule bei don bekannten Arten dieser Gattung ist stielrund, uud bat einen fünflappigen
oder sternförmigen Nahrungskanal.
Das Becken besteht aus drei Gliedern, auf welche fünf Rippenglieder der ersten Ordnung
folgen, welche vierseitig und au der Basis breiter sind. Sie tragen fünf sechsseitige Rippenglieder
der zweiten Ordnung, zwischen welchen fünf siebenseitige Zwischenglieder eingeschoben sind.
Die fünf Arme sind zweihändig.
1. R h o d o c r i n i t e s v e r u s Miller.
Tab. L X . Fig . 3. A — R . Tro ch i e t En tro ch i. G lie d e r un d Bru c h stü clic d e r Säule.
Rkodocrinites columna tereti, canali quinqueloho, radiis glenoidalihus rectis profmdls.
R h o d o c r i n i t e s v e r u s . M i l l. c rin. p a g . lOß. tab . 1- 2.
B r o n n u rw e lt. P flan zen th . tab. 3 fig. 6-
P a r b . Organ, rem. II. ta b 15. fig. 7.
E n c r i n u s e c h i d n o i d e s . y . S c b l o t h . p e tre f. pag. 333.
E n c r i n u s r h o d o c r i n i t e s . y. S c b l o t b . Nacbtr. II. p a g . lO l. ta b . 28- fig. 3. a — f.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio E iflia e . M . B.
Von dieser Art, welche sich durch einen vier- oder fünflappigen Nahrungskanal auszcichuet,
fanden sich bisher im Uebergangskalke der E i f e l nur Sänlenstücke. Diese haben eine ebene Ge-
Icnkfläche, deren stai-ke, nicht sehr zahlreiche, meistens einfache, seltener gespaltene Strahlen gewöhnlich
nicht bis zum Mittelpuncte fortlaufen, so dafs der Nahrungskanal von einer glatten Fläche
umgeben ist. Einige Säulenstücke haben gleichförmige Gheder [ A —F .), und sind entweder ganz
glatt, oder mit Körnchen besetzt, die bald reihenweise (H.) bald zerstreut stehen {!.), und sich
im letztem Falle zu Hülfsarmen ausbilden, deren Gelenkiläche sich ausdehnt und mehrere Säulen-
gliedcr berührt (AT.). Andere Säulenglieder sind an der äufsern Fläche convex (DI), oder zuge-
schäi-ft (F.), und bei mehrern Säulenstücken wechseln höhere und niedrigere GUeder mit einander
ab. (G.)
Der Nahrungskanal ist bald weit und fünflappig { A— C. F—L L .) , bald eng und fünfstrahlig
(D .E .K .) oder vierstrahlig ((>. R.).
2 . R h o d o c r i n i t e s g y r a t u s nobi*.
F ig . 4. a. b. En tro ch i. Säulenstüclie.
Rhodocrinites columna tereti, canali quinqueloho, radiis glenoidalihus oblique arcuatis suhtilissimis.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio E i flia e . M . B.
Diese, so wie die zwei folgenden, im Uebergangskalke der E i f e l vorkommondcn Säulcnstückc,
gehören vielleicht eigenen, bis jetzt noch nicht näher bestimmbaren Arten dieser Gattung an. Sie
sind stielrund, und bestehen aus sehr dünnen, an den Seiten zugeschärften, abwechselnd breitem
und .schmälern Gliedern, mit einem sternförmigen Nahrungskanale. Von allen übrigen unterscheiden
sie sich durch die halbkreisfönnige Beugung der feinen zahlreichen Strahlen ihrer Gclcnk-
flächen.
3 . R h o d o c r i n i t e s q u i n q u c p a r t i t u s nobis.
F lg . 5- A — D . En tro ch i. Säulenstüclie.
Columna suhpentagona, canali centrali cylindrico canalihus quinis horizontalihus per singulos
articulos radiantihus pervio, radiis glenoidalihus rectis suhtilissimis.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio E i flia e . M. B.
Diese Säulenstücke sind stumpf-fünfseitig, und haben eine merkwürdige Eigenthümlichkelt.
Aus jedem der füuf Ecken des Nahrungskanals lauft nämlich auf der obem Fläche aUer Glieder
eiue tiefe, horizontale Furche bis zur Aussenfläche, so dafs die Säule an ihren Kanten mit einer
Reihe von ritzenförinigen Lochern durchbohrt erscheint, die ihr das Ansehen geben, aE sei sie in
fünf, noch zusammenhängende Stücke zerspalten. Die Gclcnkfläche der Glieder ist eben und fein
gestrahlt, und alle Glieder sind glatt und gleichförmig. Auf den Kanten sitzen zerstreute Hülfsarme
(Bl), iu welche sich die Scitenkanäle der Säule münden. Die Basis derselben erstreckt sich
über vier bis fünf Trochiten. Einige Säulengheder sind walzig, und haben einen dreilappigen
Nahrungskanal (D.).
4 . R h o d o c r i n i t e s c a n a l i c u l a t u s nobis.
Fig. G. o —/ . Entroehz. Säu len stü ck e.
Rhodocrinites columna suhpentagona, una latere caiialiculata, canah alimentario didymo, radiis
glenoidalihus inaequalihus clavatis.
Petrefactum calcareum, e calcareo transitorio E i flia e . M. B.
Diese sonderbaren Säulenstücke sind zusammengedrückt-fünfseitig, slumpfeckig und haben zwei
abgerundete breitere, zwei schmälere, und eine rinnenförmige Seitenfläche. Bei einigen ist die
rinnenförmige Seite breit ( a .c .d .) , bei ändern schmal (e.). An den Kanten dieser Rinne sitzen
warzenförmige Gelenkflächen zur Aufnahme von Hülfsarmen, und zwar paarweise auf ■ den abwechselnden
Gliedern. Die Zwischenglieder sind ia der Mitte der Rinne theils im regelmäfsigen
Wechsel («.), theils in uuregelrnäfsigen Zwischenräumen (c.) mit Paaren rundlicher Locher bis auf
den Nahruugskanal durchbohrt.
Der Nahruugscanal bildet zAvei, miteinander verflossene Röhren, welche der rinncnförmigen
Seitenfläche parallel liegen. Eben so erscheinen die Mündungen der Hülfsarme. Die Gelenkflächen
der Säulenglieder haben im Querdiu-chme.sser eine glatte, lanzettförmige Vertiefung, mit welcher
sich eine schwach granulirte Linie kreuzt. Von ersterer laufen einige keulenförmige Sti-ahlen aus,
die an der rinnenförmigeu Seite länger, an den übrigen Seiten aber sehr kurz sind. Durch diese
eigenthümliche Bildung unterscheiden sich die besclu-iebcnen Säulenstücke von denen des R h o d o c
r in ite s q n in q u a n g n la r i s (M ille r tab. 2. pag. 108.), mit welchen sie einige Aehnlichkeit haben.
Sie finden sich angeblich im Uebergangskalke der E i f e l.
5. R h o d o c r i n i t e s e c h i n a t u s S c b l o t b .
Fig . 7. A — L En tro c h i. Säulenstiicbe.
Rhodocrinites columna tereti vel qxdnquetra tuherculis echinata, canali in singulis articulis in-
fundihuliformi superne quinqué radiato infernc tereti, radiis glenoidalihus grossis.
E i t c r i n n s e c h i n a t u s . v . S c b l o t b . p e tre f. pag. 331.
K n o r r tab . 30. fig. S. 9. 10.
B o u r g u e t tab . 58. fig. 413.
Petrefactum calcareum, e calcareo jurassi B a v a r ia e , H e lv e tia e et B u rg u n d ia e . M. B.
M. M. M. celeher. D r . Bro n n .
Diese Säulenslücke sind von denen des R h o d o c r in ite s p e n ta n g u la r is hinlänglich verschieden,
um eine eigene, der Juraformation angehörige Art zu bilden. Der Nahrungskanal jedes einzelnen
Gliedes ist oben weit uud sternförmig-fünfeckig, verengert sich . aber nach unten trichterförmig
zu einer riiuden Mündung. Beide Gelenkflächen haben starke Strahlen, deren Ineinander