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Fig . 3. a. h. d fa e ie superiore e t in fe rio re , magiiitudine naturali. Von á e r o b e rn u n d u n fe rn F lä c h e , in n a tü rlic h e r Grösse.
Rhodocrinites calycis articulis margine crenatis.
E calcareo transitorio E i f l ia e .M . B.
Dieses Bruchstück gehört mit vieler Wahrscheinlichkeit zu den R h o d o c r in ite n , da sich alle
dieser Gattung zugeschriebenen Kelchglieder voriinden. Es scheint iudefs, dafs es natürliclier sei,
diesen eiue etwas andere Deutung zu geben. Das mittlere kreisförmige GUed, welches M ille r für
ein dreilheiliges Becken augesprochon hat, läfst bei unserm Exemplare keine Theilung bemerken, und
dürfte als das erste Säulenglied anzusehen seyn. Die füuf, dasselbige umschliefsenden Glieder («.) stellen
mit gvöfserein Rechte die BeckengHeder dar, und erscheinen hier nicht länglich-vierseitig, sondern
sechsseitig, weil wegen der liefen Eiusenkung des ersten SäulengUedes noch zwei kleine Seitenkanten
sichtbar wurden. Wie bei der Gattung E n c r in u s sind nach unserer Ansicht zAvischen die Becken-
gliedcr die fünfseitigen ersten Rippengiieder (?>'•) aufgenommen, welche in gerader Folge die Rippen-
glieder der zweiten Ordnung und die Schulterglieder (9.) tragen. Fünf sechsseitige Zwischenrippenglieder
(y.) sitzen auf dem obern Rande Her Beckenglieder. Demgemäfs wären also die oben
(S. 198.) angegebenen Gattungsmerkmale zu berichtigen.
Die speciiischen Kennzeichen dieser Art siud folgende. Die Ränder aller Glieder des Kelches sind
gekerbt, und von ihnen aus laufen verwischte Streifen bis gegen ihre Milte. Das erste SäulengHed
liegt tief zwischen die BeckengHeder eingesenkt, und diese zeigen an ihrer untern, schief nach innen
geneigten Seite ähnliche Eindrücke, wie sie bei E n c r in u s m o n ilifo rm is bemerkt werden. Die
Säule hat feine Strahlen uud einen fünflappigen Nahrungskanal.
Fiudet sich, jedoch höchst selten, im Ueborgangsgcbirge der E ife l.
VI. Genus. CoriiESsocniNiTES N O E I S .
Columna suhteres vel tetrágono, canali alimentario quadriloho, hrachiis auxiliarihus s]iarsis.
Pelvis articulis quinque pentagonis.
Costales quinque pentagonae cum illis alternantes.
Scapulae quinque lineares.
Brachia quinque simplicia.
Diese Gattung hat so viele merkwürdige Eigenthümlichkeiten, dafs sie sich auf den ersten Blick
von allen ändern unterscheiden läfst. Die Säule ist entweder fast stielrund oder vierseitig, und hat
einen vierlappigen Nahrungskanal, dessen Lappen zum Theile geschlossen sind, so dafs eiu runder,
mittlerer Kanal von vier in den Ecken liegenden, kleinen Kanälen umgeben ist.
Das Becken besteht aus fünf, fünfseitigen Gliedern, zwischen welchen eben so viele fünfseitige
Rippenglieder aufgenommen sind. Die fünf Schulterglieder stellen schmale, linienförmige Leisten dar,
auf welchen fünf einfache, kurze Arme sitzen, deren innere Rinne durch kurze, säbelförmige, eingliederige
Tentakeln besclviUzt ist. Die Kelchglieder sind mit Nahrungskanälen durchbohrt und durch Gelenkflächen
arükuHrt.
1 . C u p r e s s o c r i n i t e s c r a s s u . s
H g . . a. Specimen ju v en ile ,
h. Calyx speciminis a d u lti,
e. Facies g lenoidalis a r ticu li brachialis.
d. B ra c h ii fa c ie s la te ra lis cum tentaculis.
Figurae a — d . magnitudine naturali.
e. T tn ta c id um , a fa e i e e xte rn a e t
f . la te ra li, ancta magnitudine.
g — l. Columnae a r ticu li n a tu ra li, e t aucta magnitudine.
E in Ju nges Individuum,
d e r K cicb eine» g rö fs e rn E jem p la re s ,
d ie Gclenlifläche e in es Ä rm glicdcs.
Die Se itenfläche e in es Armes m it den Tcntalieln.
D ie F ig u re n a — d. in n a tü rlic h e r Gröfse.
E in v e rg rö fs e rte r T en tab c l von s e in e r äu fse rn un d
s c h lic h en Fläche.
S ä u le n g lie d e r in n a tü rlic h e r u n d v e rm e h rte r Gröfsc.
CupressocrtmLes columna suhtereti, canali quadriloho, articulis maiorihus minorihusque suhallernis.
Petrefactum calcareum, e calcareo tramitorio E i f l i a e . M . B .
Diese Art wurde erst kürzlich im Uebergangskalke der E if e l entdeckt, und kommt daselbst höchst
selteu vor.
Die Säule ist kurz und fast stielrund, Avird gegen ihr unteres Ende dünner, und war, wie es
scheint, kriechend durch Wurzekprossen festgeheftet. Ihr Nahrungskanal ist vierlappig und so grofs>
dafs nur ein schmaler, grobgestrahlter Rand als Gelenkiläche der Trochiten übrig bleibt. Die Glieder
sind äufserlich abgerundet und in unregelmäfsiger Folge bald dicker bald dünner. Die Hülfsarmc steheu
bald gedrängt, bald entfernt von einander. Einige Glieder tragen nur einen oder zwei derselben, andere
dagegen drei oder vier. Die Gelenkflächen der Säule zu ihrer Aufnahme bilden Avarzenförmige
Erhöhungen mit einem nierenförmigen Nahrungskanale. Die Glieder der Hülfsarme sind walzenförmig
und dreimal langer als ihr Querdurchmesser, so dafs wahrscheinlich jeder Arm nur aus Avenigen derselben
zusammengesetzt war.
Die Kelchglicder sind äufserlich glatt, und ihre Gelenkflächen denen des E n c r in u s m o n i lif o r mis
ähnlich, jedoch viel dünner als jene. Die breiten Arme haben in ihrer Mitte einen runden Kiel
uud nach aufsen umgcbogene Ränder. An ihrer innern Seite bilden sie eine Rinne, und ihre Mitte
ist von einem Nahrungskanale durchbohrt, welcher längs des Rückenkiels verläuft. Jeder Arm besteht
nur aus sechs bis acht Gliedern, xvelche aus dünnen verschmolzenen Scheiben bestehen, deren ehemalige
Trennung an der innern Seite noch wahrzunehmen ist. Jede dieser Scheiben trägt an beiden
Rändern der innern Rinne einen eiogHedrigen, säbelförmigen Tentakel. Diese Tentakeln liegen mit
ihren breiten Seitenflächen gedrängt übereinander, und indem ihre beiden Reihen gegen die Mitte der
Rinue gerichtet sind, schliefsen sie dieselbe. Eine merkwürdige Eigenthümlichkeit dieser Encriniten
sind zAvei übereinander Hegende Nahrangskanäle, von welchen jedes Glied auf seinen uiugebogenen
Seitenrändern und in jeder Hohlkehle durchbohrt ist. Sie gehen bis zur innern Rinne durch.
2 . C u p r e s s o c r i n i t e . s g r a c i l i s n o b i s .
Fig . 5. Fragmentum, magnitudine na tu ra li. E in B ru c b s tü d i, in n a tü rlicb e r Gröfse.
Cupressocriiiites columna ohtuse quadrangulari, canali quinato, articulis aequalihus.
Occurrit cum praecedenti. VI. B.
Das abgebildete Bruchstück cHeses Encriniten läfst noch so A’iele Merkmale wahrnehinen, dafs man
die spezifische Verschiedenheit desselben erkennen kann. Die Säule ist im Verhältnifse dünner als bei
der vorigen Art, und erreichte Avahrscheinlich auch eine gröfsere Länge. Sie ist stumpf-viereckig,
und besteht aus dünnen, äufserlich abgerundeten Gliedern, die unten gleichförmig, nach oben aber
abAvechselnd etwas gröfser sind. Hülfsarme sieht man an diesem Bruchstücke nicht; sie könnten jedoch
an dem uuteru Theil der Säule vorhanden geAvesen sein. Der Nahrungskanal ist fünffach. Die Becken-
und Rippenglieder sind schmäler aber fast doppelt höher aE bei der Aderigen Art. Die Gestalt der
Schulterglieder ist nicht wahrzunehmeu; ein vorhandenes Armglicd hat einen dreieckigen Umfang, einen
sehr grofsen Nahrungskanal und eine flache Rinne. Die Arme sind demnach Auel schmäler als bei der
vorigen Art, und ihre Seitenrandcr nicht umgebogen.
Fand sich kürzlich als eine Seltenheit im Uebergangskalke der E ife l.
3. C u p r e s s o c r i n i t e s t e s s e r a t u s n o b i s .
Con fe r. T ab . 59. flg. 1 1 . / h. p ag. 196.
Cnpressocrinites cohanna tetragona, canali quinato, articulis gracilihus aequalihus.
Aus der Betrachtung des C n p r e s s o c r in i t e s c r a s s u s erhellet nunmehr, dafs die früher unter
dem Namen A c t in o c r in i t e s t e s s e r a t u s beschriebenen Bruchstücke so AA'ie d e r, auf unserer Tafel
Fig. 4. 1. m. abgebildete Enlrochit, Avahrscheinlich verschiedenen Arten dieser Gattung angeliören.
Dem durch H ü b s c h bekannt geAAmrdcuen Säulenstücke Avird daher der alte Name Vorbehalten bleiben;
das Tab. 59. flg .11. ß. abgebildete Bruchstück möchte vielleicht zu C n p r e s s o c r i n i t e s g r a c i l i s
gehören, un d auch die Tab. 60. flg. 6. dargestellten, u n d mit dem Namen R h o d o c r in i t e s c a n a l i c u -
l a t u s belegten Säulcnstückc (pag. 199.) scheinen eine eigene Art zu bezeichnen.
7 . E u g e n i a c r i n i t e s m e s p i l i f o r m i s n o b i s .
Fig . 6. a. M a gm tu d in e lustnrali e t In n a tü rlic h e r Gröfsc un d
b. e. d, aucta. v e rg rö fs e rt.
e. f . Columnae izrticn li, n a tu ra li e t aucta magnitudine. S.äulonglieder in n a tü rlic h e r nn d r c r n ic h r ie r Gröfse. 54