
das Ohrenschmalz absondern, zeigen. Nach vorn zu, in
der Gegend U., sind sie am grössten.
Die auffallende Verschiedenheit der Krümmungen und
Erweiterungen, die Zartheit und Feinheit der Bekleidung
des knöchernen Theiles des Gehörganges S. T> 27. F.
?F., die man hier sehr deutlich erkennt, und welche ganz
eigens aufs genaueste an einer hinlänglichen Anzahl won
Leichnamen untersucht worden, verdienen die grösste Beachtung.
Denn aus blossem Mangel an Ilenntniss' der Beschaffenheit
des Einganges zu dem herrlichen Organe
des Gehöres wird dieser Vorhaf nicht nur gemisshandelt,
sondern so arg verdorben, dass oft leider eine unheilbare
Taubheit daraus erfolgt. Es ist schon nachtheilig,
das gesunde Ohrenschmalz, ausser wenn es sich zu sehr
oder krankhaft angehäuft hat, selbst durch die leiseste
Behandlung wegzuräumen. Die Natur verlangt es für
diese Stelle T. 27., um sie nicht nur, wie man allgemein
annimmt, gegen Insekten u, s. w. zu schützen, sondern
selbst die Schallstrahlen gehörig dadurch zu dämpfen.
Schädlich ist es, diese unnöthige, ebenfalls auf überweisen
Begriffen von Reinlichkeit' sich stützende, Säuberung
des Ohres durch so genannte Ohrlöffel zu verrichten.
Höchst gefährlich, und wie gesagt, Blutung, Beinfrass
und selbst Taubheit veranlassend ist es, mit Haarnadeln
oder andern hakigen und spitzigen Instrumenten bis über
die Stelle 27. hinaus in das Ohr, oder eigentlicher in
den Gehörgang zu dringen. Die zarten Häutchen in der
Gegend N. L. Q. R ., die den Knochen nur sehr dünne
bedecken, werden gar zu leicht verletzt, und die darunter
befindliche Knochenstelle, wenn auch nur oberflächlich,
ihres Lebens beraubt.
F ig . XLVI.
S Modell des Gehörganges, der mit Gyps ausgegossen war.
I Die Stellen S. T. 1p .F. W. dieses] Modelles entsprechen
I den mit gleichen Buchstaben in der vorhergehenden Fi-
1 gur bezeichneten Stellen. Die Erhabenheit W. entspricht
I der Vertiefung des Paukenfelles. a. b. bezeichnen die
! Stellen, wo dieses Modell durchschnitten worden, um die
K wahre Beschaffenheit des Rohres oder Kanales des Gehörganges
genau darstellen zu können.
Fig. XLVII.
1 Durchschnittsfläche des in der Gegend a. Fig. 4ß., oder
| : zwischen 27. F. in der Fig. 45. durchschnittenen Gehör-
! gäriges. Vergleicht man dièse Figur mit B. in der 44.
I Figur, so zeigt sich am deutlichsten; um wie vieles die
« Weite und die Form des Gehörganges in dieser Gegend
verschieden ist, so wohl von iS., als von der Fig. 48.
Fig. XLVIII.
i Durchschnittsfläche des in der Gestalt b. Fig. 46., oder
F. W. Fig. 45., durchgeschnittenen Gehörganges.
F ig . XLIX.
lAeussere Fläche des vier Mal vergrösserten Paukenfelles,
, um das eigene Netz seiner Arterien zu zeigen.
Ô. Durch das äussere Blatt des Paukenfelles er~
^scheinen: der Gi’iff des Hammers, den gewöhnlich einige
Arterien seitwärts begleiten.
Fig. L.
Einsicht in die Paukenhöhle, nach weggenommenem Pau-
henfelle ’ um Richtung der Arterie in selbiger zu zei