
licher ist. Die iinnern Ränder der Vorderstränge sieht man
nicht mehr nach innen gebogen. Die vordere Furche ver.
verlängerte sich zum Theil in die graue Substanz, eben so
wie die Falten der pia mater. Die Hinterstränge sind viel
breiter als in der Riichenregion.
Es mufs bemerkt werden, dafs die Fig. XVI., XVII. u,
XVIII. doppelt sind, die obern nämlich gröfser, die andern
in natürlicher Gröfse. Bei der Fig. XVII. sieht man die
Lamellenstructur (Faserstructur) der vordem Stränge^
und in XVIII* Ist die Nähe der vordem Wurzeln an der
hintern Mittelfurche bezeichnet. In ihrer Mitte sind zwei
vordere Rückgratspulsäderchen (arteriolae spinales anteriores).
In dieser Gegend und auch in der, die mit dem 4ten
Paar der Halsnerven correspondirt, habe ich die hintern
weifsen Fäden gesehen.
Fig. XVI. Queerdurchschnitt des Rückenmarks, bewerkstelligt
an den Wurzeln des 4ten Pasrs der Hüftner-
ven. Die innern Ränder der vordem Stränge sind noch
weniger umgebogen und nach innen gewandt, beinahe wie
man am obern Theil des Marks und hinter den vorderen
Pyramiden bemerkt. Demzufolge fehlen auch die Vorderhörner
der grauen Substanz, die in der Lendengegend
reichlicher ist. Man bemerkt, dafs die graue Substanz vor
sich Spitzen und Winkel hat, die in die Medullarfasern
der vorderen Fascikel eingehen. Die Falte der pia mater,
die in die vordere Mittelfurche eingeht, dringt auch bis
mitten in die ,graue Substanz. Die hintern Stränge sind
ziemlich breit, s. a. — c. a. — s. 1. — f. p. — s. p. —
bezeichnen dieselben Gegenstände, wie in den vorigen Figuren.
Fig. XVII. Queerdurchschnitt des Rückenmarks, welcher
zwischen den Wurzeln des ersten Paars der Kreuz-
nerven läuft. Die innern Ränder der Vorderstränge sind
etwas mehr nach innen gebogen. Die innern Hörner der
grauen Substanz sind stärker und ungleich. Was mich
glauben macht, dafs die zwei kleinen Oeffnungen Blutge-
fäfse waren, ist, dafs ich bei diesem Schnitt e ine einzige
Oeffnung fand. Demzufolge müssen sie nicht mit dem
kleinen Canal, den man bei jungen Thieren sieht, verwechselt
werden, der eine Andeutung vom Canal des
Rückenmarks ist, welcher da war, ehe sich dieses mit der
grauen Substanz füllte. Daher hat man ihn beständig in
seinem Centrum gesehen. Man mufs wohl darauf Acht
haben, dafs in dieser Region die Wurzeln der Vordernerven
ziemlich nahe der vordem Mittelfurche gefunden
werden, während die hintern viel weiter von einander entfernt
sind, weil sie den Aufsenrändern der Hinterstränge
entsprechen, die immer viel stärker sind.
Fi0-. XVIII. Queerdurchschnitt desselben Rückenmarks
1 zwischen den Wurzeln des 2ten Paars der Kreuznerven.
Die Menge der grauen Substanz nimmt immer in
demselben Verhältnifs zu, in welchem die der Medullarsub-
stanz abnimmt, weil die vordem Fascikel um so dünner
werden, je mehr sie Nervenfäden abgeben, wie aus der
vorigen Figur ersichtlich ist.
Fie. XIX. Ein Queerdurchschnitt des Rückenmarks,
durch die Wurzeln des 4ten Paars der Kreuznerven geführt.
Fig. XX. bis LII. Queerdurchschnitt eines Rinderrückenmarks.
Fig XX. Ein Schnitt unterhalb der vordem Pyramiden.
Es scheint diefs der Punct zu seyn, von wo das Rückenmark
ausgeht: defshalb sieht man weiter unten keine Spuren
der Pyramiden mehr. Man sieht, dafs der Diameter
von vorn nach hinten weit kleiner ist in Verhältnifs zu
dem, welcher sich von der einen nach der andern Seite
erstreckt. Die graue Substanz findet sich hier in grofser